
Heldenhafte südkoreanische Soldaten beschützen uns. Verhindern, dass nordkoreanische Soldaten uns über die Demarkationslinie ziehen und uns entführen. Aber es kann jederzeit ernst werden, deswegen dürfen wir keine Sandalen tragen, da frau darin nicht rennen kann (in Stöckelschuhen aber schon). Und Fotos dürfen wir wirklich nur machen, wenn uns das erlaubt wird. Und in Zweierreihen laufen müssen wir.
Eine spannende Inszenierung. Bei der die wehrhafte Verteidigung der Grenze legitimiert und das eigene System idealisiert wird.
2 Kommentare in: korea ... comment ... link
0 Kommentare in: staatsbuergerschaft ... comment ... link
" Finden Sie es richtig, dass das Europarecht Ausweisungen massiv erschwert?
Natürlich. Kriminelles Verhalten ist auch bei Ausländern durch Geld- und Haftstrafen zu bekämpfen, aber nicht durch die Zerstörung einer hier oft mühsam aufgebauten sozialen Existenz."
10 Kommentare in: abschieben ... comment ... link
Mehr dazu und zu weiteren Absurditäten der deutschen Zuwanderungspolitik in der taz.
0 Kommentare in: abschieben ... comment ... link

Breite Straßen, dicke Autos, hohe Häuser und ein bisschen was altes dazwischen. Ein reiches Land.
Mit täglichen Demonstrationen.
0 Kommentare in: korea ... comment ... link
Also nichts Neues. Eigentlich keine Nachricht für den Blog. Aber hier kann es auch mal sein wie im richtigen Leben. Es wiederholt sich halt. Und für einige ist es immer noch neu.
Nachtrag 18.07.08: Hier in Korea glauben die Leute doch tatsächlich, mein Name wäre deutsch. Haben sie natürlich auch recht mit.
Nachtrag 21.07.08: Die InderInnen bei der Konferenz hingegen fanden mal wieder, dass ich nicht aussehe wie eine Urmila.
0 Kommentare in: andere deutsche ... comment ... link
12 Kommentare in: rassistisch ... comment ... link
- es ist im Interesse eines demokratischen Staates, dass ein möglichst großer Teil der Bevölkerung die vollen Rechte als BürgerInnen dieses Staates hat und damit sollte der demokratische Staat ein Interesse an möglichst vielen Einbürgerungen haben
- die Frage nach Einbürgerung ergibt sich nach einem längeren Aufenthalt im Land, wenn bereits ein sicherer Aufenthaltsstatus erreicht wurde, es geht dabei nicht darum zu klären, wer ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben sollte oder nicht
- Staatsbürgerschaft ist in der Regel nicht an Wissen geknüpft, es gibt keinen Grund, warum neue StaatsbürgerInnen über ein Wissen verfügen müssen, das von geborene StaatsbürgerInnen nicht verlangt wird
- eine restriktive Regelung von Einbürgerungen wirkt abschreckend und vermindert die Bereitschaft, sich einbürgern zu lassen
- für Menschen, die sich mehreren natio-etnno-kulturellen Kontexten zugehörig fühlen, ist es schwierig, sich für nur eine Staatsbürgerschaft zu entscheiden
- da es im Interesse des demokratischen Staates ist, dass möglichst die ganze Bevölkerung volle BürgerInnenrechte hat, muss der Staat die Hürden für Einbürgerungen abbauen und Einbürgerungen möglichst attraktiv und einfach machen
Natürlich lassen sich die Antworten für einen solchen Test lernen. Insofern muss der Test kein Hindernis für eine Einbürgerung sein. Auch ich als kritische Wissenschaftlerin kann versuchen, mir zu merken, welche Antwort als die Richtige konstruiert wird. Das Testergebnis sagt dann aber nur was über meine unkritische Lernfähigkeit aus. Und ein Hindernis für Einbürgerungen ist der Test auf jeden Fall, denn er zeigt einmal mehr, dass Einbürgerungen nicht erwünscht sind. Das motiviert nicht gerade.
Mehr dazu hier.
0 Kommentare in: staatsbuergerschaft ... comment ... link
Die Kripobeamten, die dann später kamen, haben dann nach der Nationalität der Täter gefragt. Den Begriff habe ich zurückgewiesen, aber gesagt, dass sie vom Aussehen in unsere Bilder von Menschen mit arabischen oder türkischen Migrationshintergrund passen.
Mir ist es unangenehm, dass ich so in den Begriffskategorien drin stecke, dass sie auch für mich als die beste Beschreibung wirken.
0 Kommentare in: kriminalisieren ... comment ... link
Gestern hat einer unter dem Titel Deutsches Justizsystem einen Vergleich zwischen den milden Verurteilungen von 'Deutschen', die 'AusländerInnen' zusammenschlagen (z.B. hier), und dem harten Urteil gegenüber 'AusländerInnen', die einen 'Deutschen' zusammenschlagen (aktuell hier), gezogen. Er beendet seinen Beitrag mit:
"This is the German justice system which we should get use to….."
Mehr zu der unterschiedlichen Behandlung ähnlicher Taten auch hier im Blog.
Nachtrag: Die taz berichtet über den Münchner Prozess, dass die Verteidigung noch einen Beweisantrag gestellt hat, um zu klären ob das Opfer sich möglicherweise vor der Tat rassistisch geäußert hat. Der Staatsanwalt und das Gericht das aber abgelehnt und wohl als nicht relevant angesehen haben. Allein gesehen, vielleicht ok. Im Vergleich mit anderen Taten und deren Verfolgung aber schon auffällig.
Noch ein Nachtrag: bikepunk kommentiert und ergänzt diesen Beitrag.
0 Kommentare in: rassistisch ... comment ... link
"... Der Verdacht liegt nahe, dass die ablehnenden Reaktionen auf Sen nichts mit den Befindlichkeiten der Juden, sondern mehr mit den Befindlichkeiten der deutschen Mehrheitsgesellschaft zu tun haben. ...
Mit einer Arroganz der Geläuterten glauben wir Deutsche gerne, alles Nötige aus unserer Vergangenheit längst gelernt zu haben, und wollen uns von niemandem das Gegenteil vorwerfen lassen - erst recht nicht auf Türkisch! ...
Wir lagern den antisemitischen Völkermord in die Kategorie des Unmenschlichen aus und nehmen damit dem Antisemitismus jeglichen Bezug zu uns und unserem Alltag. ...
Kein Wunder also, dass Sen über die Diskriminierungsgeschichte der Juden in Europa redet, und wir ihn über die Vernichtungsgeschichte der Juden in Deutschland sprechen hören. ...
Inakzeptabel ist es aber, den Vergleich von Diskriminierungserfahrungen tabuisieren zu wollen, um Befindlichkeiten der deutschen Mehrheitsgesellschaft zu schützen. ..."
0 Kommentare in: privilegien sichern ... comment ... link