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Donnerstag, 14. August 2008
Belgiens Asylpolitik
urmila, 17:40h
In Belgien scheinen sich in letzter Zeit häufiger Asylbewerber_innen öffentlich für ihre Rechte eingesetzt zu haben wie die NZZ berichtet. Allerdings scheint die NZZ die Verschärfung von Asylgesetzen für nicht problematisch zu halten.
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Dienstag, 12. August 2008
Kolonialgeschichte ohne Kolonisierte
urmila, 21:32h
Die NZZ hatte gestern einen längeren Artikel über ein Teil deutscher Kolonialgeschichte in Namibia. Da wird einiges über 'deutsche' Architektur und Diamantensuche erzählt. Aber es kommen nirgendwo die Kolonisierten vor.
PS: Und dazu dann noch der taz-Bericht über das Gedenken an Kolonialsoldaten (aber nicht ihre Opfer) in Neukölln.
PS: Und dazu dann noch der taz-Bericht über das Gedenken an Kolonialsoldaten (aber nicht ihre Opfer) in Neukölln.
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Inseln und Nationalismus
urmila, 21:28h
Die NZZ hat heute einen längeren Artikel über Konflikte rund um Inseln in Ostasien. Dabei geht die NZZ auch auf Dokdo (koreanische Bezeichung) bzw. Takeschima (japanische Bezeichung) ein.
Während ich in Korea war, habe ich auch einiges zu diesem Konflikt gehört. Viele meiner Gesprächspartner_innen erzählten mir, dass der Dokdo-Konflikt gezielt angeheizt wird, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.
Während ich in Korea war, habe ich auch einiges zu diesem Konflikt gehört. Viele meiner Gesprächspartner_innen erzählten mir, dass der Dokdo-Konflikt gezielt angeheizt wird, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.
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Montag, 11. August 2008
SoldatInnen in Italien postiert
urmila, 22:51h
Die NZZ am Sonntag berichtet kritisch über die italienische Politik, SoldatInnen im Inland einzusetzen:
"Auf dem grossen Platz vor dem Mailänder Hauptbahnhof gehen zwei Soldaten auf und ab. Passanten eilen an ihnen vorbei, scheinen die beiden gar nicht wahrzunehmen. Die fliegenden Händler aber, die sonst im Tunnel zur U-Bahnstation gefälschte Handtaschen und Sonnenbrillen bekannter Marken verkaufen, sind verschwunden. Ebenso die Händler vom Domplatz."
Die NZZ berichtet auch, dass die Kriminalität an den Einsatzorten nicht aussergewöhnlich gross ist und dass die Polizei gegen den Einsatz von nicht dafür ausgebildeten SoldatInnen ist.
"Auf dem grossen Platz vor dem Mailänder Hauptbahnhof gehen zwei Soldaten auf und ab. Passanten eilen an ihnen vorbei, scheinen die beiden gar nicht wahrzunehmen. Die fliegenden Händler aber, die sonst im Tunnel zur U-Bahnstation gefälschte Handtaschen und Sonnenbrillen bekannter Marken verkaufen, sind verschwunden. Ebenso die Händler vom Domplatz."
Die NZZ berichtet auch, dass die Kriminalität an den Einsatzorten nicht aussergewöhnlich gross ist und dass die Polizei gegen den Einsatz von nicht dafür ausgebildeten SoldatInnen ist.
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Rassismus im USamerikanischen Wahlkampf
urmila, 22:47h
Die NZZ am Sonntag fragt, ob die "Hautfarbe" von Obama eine Rolle im US-Wahlkampf spielt (und zwar gegen Obama):
"... viele Experten fragen sich aber auch, ob dies die Vorurteile über die Hautfarbe des Kandidaten ausdrücke, der einen schwarzen Vater und eine weisse Mutter hat. Nach einer Umfrage der «New York Times» liegt McCain unter weissen Wählern mit 46 zu 37 Prozent vor Obama."
"... viele Experten fragen sich aber auch, ob dies die Vorurteile über die Hautfarbe des Kandidaten ausdrücke, der einen schwarzen Vater und eine weisse Mutter hat. Nach einer Umfrage der «New York Times» liegt McCain unter weissen Wählern mit 46 zu 37 Prozent vor Obama."
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NZZ über Mediaspree
urmila, 22:34h
Mal ein Fremdbild über Berlin: Hier.
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Sonntag, 10. August 2008
Nicht immer ordentlich
urmila, 02:10h
Am Nationalfeiertag war ich überrascht wie ruhig und unaufgeregt Zürich war. Heute konnte ich feststellen, dass die Zürcher_innen auch anders können. Es war Street Parade:


Nachtrag 11.08.08: In der NZZ am Sonntag war ein Artikel über das Reinemachen und das spezielle Anti-Urin-Spray (leider finde ich ihn gerade nicht online). Und tatsächlich war gestern wieder alles blitzblank. Nach Urin hat es an vielen Ecken allerdings noch sehr gestunken.
Mehr Berichte der NZZ über die Parade: eine Zusammenfassung und eine Chronik.


Mehr Berichte der NZZ über die Parade: eine Zusammenfassung und eine Chronik.
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Samstag, 9. August 2008
Nationalisierte Kriminalität
urmila, 16:02h
Seit dem ich in der Schweiz bin habe ich verschiedene Zeitungen gelesen: regelmäßig die NZZ, mal den Tagesanzeiger oder eine der kostenlosen Zeitungen. In allen gibt es immer wieder Berichte über gefasste StraftäterInnen. Es scheint mir als ob diese immer in nationalen Kategorien beschrieben werden: Albaner, Italiener, Schweizer. Zum Teil gibt es Aussagen über die Sprache oder über den Aufenthaltstitel. Vermutlich erfolgt die nationale Zuschreibung über Staatsbürgerschaft und die meisten MigrantInnen hier sind wahrscheinlich nicht eingebürgert, da das recht schwer in der Schweiz ist. Ich frage mich allerdings, wie eingebürgerte 'AusländerInnen' kategorisiert werden: als SchweizerInnen oder doch als z.B. AlbanerInnen? Und wieso ist diese Kategorisierung überhaupt nötig?
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Überraschung: 'AusländerInnen' nicht homogen
urmila, 15:57h
In der NZZ sind überraschend viele Meldungen über Deutschland. Heute zum Beispiel ein Bericht über eine statistische Erhebung in Nordrhein-Westfalen. In dieser Erhebung wurde "in der Statistik erstmals in Deutschland zwischen gebürtigen Deutschen, eingebürgerten Zuwanderern und Immigranten mit ausländischem Pass" unterschieden. Die Ergebnisse scheinen überrascht zu haben, da die 'AusländerInnen' gar nicht so homogen sind, wie das allgemein vermutet wird:
"Die Ergebnisse fielen verblüffend aus und widerlegten landläufige Vorurteile, wonach Zuwanderer generell die schlechtesten Schulabschlüsse, die grössten Probleme bei der Ausbildung und die geringsten Chancen am Arbeitsmarkt haben. Zuwanderer mit deutschem Pass schafften höhere Schulabschlüsse als gebürtige Deutsche."
Und das dieser Überraschung erklärt werden muss, wird gefolgert:
"Ein deutscher Pass, so scheint es jedenfalls, fördert ihre beruflichen Karrieren."
Da mag schon was dran sein. Aber dieser simple Erklärungsansatz (wie auch die restlichen Ausführungen im Artikel) überraschen nun wiederum mich. Ich würde nicht nur danach fragen, welche Vorteile die Einbürgerung bringt sondern auch danach, wer sich überhaupt einbürgern lässt / einbürgern lassen kann. Denn vor der Einbürgerung sind hohe Hürden zu überwinden und das gelingt am ehesten jenen mit hohen Ressourcen (an Wissen, Finanzen, Netzwerken, etc.). Die Kategorie der eingebürgerten und jene der nicht eingebürgerten 'AusländerInnen' dürfte sich daher nach sozio-ökonomischen Kriterien signifikant unterscheiden.
"Die Ergebnisse fielen verblüffend aus und widerlegten landläufige Vorurteile, wonach Zuwanderer generell die schlechtesten Schulabschlüsse, die grössten Probleme bei der Ausbildung und die geringsten Chancen am Arbeitsmarkt haben. Zuwanderer mit deutschem Pass schafften höhere Schulabschlüsse als gebürtige Deutsche."
Und das dieser Überraschung erklärt werden muss, wird gefolgert:
"Ein deutscher Pass, so scheint es jedenfalls, fördert ihre beruflichen Karrieren."
Da mag schon was dran sein. Aber dieser simple Erklärungsansatz (wie auch die restlichen Ausführungen im Artikel) überraschen nun wiederum mich. Ich würde nicht nur danach fragen, welche Vorteile die Einbürgerung bringt sondern auch danach, wer sich überhaupt einbürgern lässt / einbürgern lassen kann. Denn vor der Einbürgerung sind hohe Hürden zu überwinden und das gelingt am ehesten jenen mit hohen Ressourcen (an Wissen, Finanzen, Netzwerken, etc.). Die Kategorie der eingebürgerten und jene der nicht eingebürgerten 'AusländerInnen' dürfte sich daher nach sozio-ökonomischen Kriterien signifikant unterscheiden.
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Freitag, 8. August 2008
Wohnsituation in Zürich und die Ausländer
urmila, 18:57h
Die Wohnsituation in Zürich ist sehr angespannt. Die NZZ berichtet über die Folgen für einkommensschwache Menschen:
"Leute mit tiefen Einkommen finden oft eher auf dem privaten Wohnungsmarkt eine Bleibe, etwa an verkehrsbelasteten Lagen. Allerdings ist dort das Preis-Leistungs-Verhältnis oft sehr schlecht. Gewisse Vermieter wüssten genau, wie viel das Sozialamt für eine Wohnung zahle, und legten die Miete entsprechend fest, stellt Martinovits fest. Aber leider seien dem Staat hier die Hände gebunden. Walter Angst vom Zürcher Mieterverband weiss von verschimmelten Wohnungen mit unverschämten Mieten und glaubt, dass Sozialfälle zunehmend in die Agglomeration abgedrängt würden, weil sie in Zürich keine Unterkunft mehr fänden."
Zu den besonders Betroffen zählt die NZZ die "Ausländer":
"Stark vertreten sind die Personen mit sehr tiefen Budgets auch in den städtischen Siedlungen mit insgesamt rund 6300 Wohnungen. Über 2500 davon sind subventioniert. Hier leben auch mehr Ausländer als in den Baugenossenschaften."
und
"Diese Hürde [Anteilscheine in Genossenschaften] schrecke vor allem ausländische Familien ab, die ihr Vermögen, sofern eines vorhanden sei, lieber frei verfügbar haben wollten."
Ein interessante Verwendung des Begriffes "Ausländer" (mal ganz abgesehen davon, dass sicher auch 'Ausländerinnen' gemeint sind): 'AusländerInnen' zeichnen sich dadurch aus, dass sie einkommensschwach sind und nicht investieren können/wollen. Dabei sind die größte MigrantInnengruppe in Zürich 'Deutsche'. Die mieten und kaufen durchaus teuere Wohnungen und tragen dabei zur Wohnungsnot hier bei. Die 'Deutschen' gehören wohl nicht zur Kategorie 'AusländerInnen'. Warum eigentlich?
Nachtrag 11.08.08: Auch in der NZZ am Sonntag war ein Artikel über die angespannte Wohnungssituation in Zürich (den ich online nicht finde). In dem Artikel wird explizit die 'deutschen' ZuwanderInnen als mit verantworlich für die hohen Mieten genannt. Im Durchschnitt ziehen jeden Tag 10 'Deutsche' in die Stadt (6,7% der Bevölkerung) und die meisten haben hohe Einkommen und mieten die teuren Wohnungen (bzw. treiben die Mieten hoch).
"Leute mit tiefen Einkommen finden oft eher auf dem privaten Wohnungsmarkt eine Bleibe, etwa an verkehrsbelasteten Lagen. Allerdings ist dort das Preis-Leistungs-Verhältnis oft sehr schlecht. Gewisse Vermieter wüssten genau, wie viel das Sozialamt für eine Wohnung zahle, und legten die Miete entsprechend fest, stellt Martinovits fest. Aber leider seien dem Staat hier die Hände gebunden. Walter Angst vom Zürcher Mieterverband weiss von verschimmelten Wohnungen mit unverschämten Mieten und glaubt, dass Sozialfälle zunehmend in die Agglomeration abgedrängt würden, weil sie in Zürich keine Unterkunft mehr fänden."
Zu den besonders Betroffen zählt die NZZ die "Ausländer":
"Stark vertreten sind die Personen mit sehr tiefen Budgets auch in den städtischen Siedlungen mit insgesamt rund 6300 Wohnungen. Über 2500 davon sind subventioniert. Hier leben auch mehr Ausländer als in den Baugenossenschaften."
und
"Diese Hürde [Anteilscheine in Genossenschaften] schrecke vor allem ausländische Familien ab, die ihr Vermögen, sofern eines vorhanden sei, lieber frei verfügbar haben wollten."
Ein interessante Verwendung des Begriffes "Ausländer" (mal ganz abgesehen davon, dass sicher auch 'Ausländerinnen' gemeint sind): 'AusländerInnen' zeichnen sich dadurch aus, dass sie einkommensschwach sind und nicht investieren können/wollen. Dabei sind die größte MigrantInnengruppe in Zürich 'Deutsche'. Die mieten und kaufen durchaus teuere Wohnungen und tragen dabei zur Wohnungsnot hier bei. Die 'Deutschen' gehören wohl nicht zur Kategorie 'AusländerInnen'. Warum eigentlich?
Nachtrag 11.08.08: Auch in der NZZ am Sonntag war ein Artikel über die angespannte Wohnungssituation in Zürich (den ich online nicht finde). In dem Artikel wird explizit die 'deutschen' ZuwanderInnen als mit verantworlich für die hohen Mieten genannt. Im Durchschnitt ziehen jeden Tag 10 'Deutsche' in die Stadt (6,7% der Bevölkerung) und die meisten haben hohe Einkommen und mieten die teuren Wohnungen (bzw. treiben die Mieten hoch).
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Mittwoch, 6. August 2008
Das R-Wort
urmila, 15:51h
Das Schweizer Deutsch unterscheidet sich in einigem von dem Hochdeutsch, dass ich kenne. Beim Lesen der Neuen Zürcher Zeitung heute morgen, bin ich allerdings weniger über ein mir ungewohntes Wort gestolpert als über das selbstverständliche Nutzen eines Wortes, das in Deutschland (glücklicherweise noch) wenig genutzt wird. In Bezug auf Obama wird von seiner "Rasse" gesprochen, als ob es eine solche gäbe. Nun weiß ich nicht, ob das eine unkritische Übernahme des im Englischen üblichen Gebrauchs des Begriffes 'race' (den ich auch im Englischen für problematisch halte) ist oder ob es in der Schweiz auch üblich ist den Begriff zu benutzen.
Und noch etwas aus der heutigen Zeitungslektüre: Der Printbericht über australische Aborigines ist in der NZZ mit einem rassistischen Bild illustriert: Fünf wenig bekleidete Kinder sitzen auf einem völlig demolierten Auto, das irgendwo unter Bäumen steht.
Und noch etwas aus der heutigen Zeitungslektüre: Der Printbericht über australische Aborigines ist in der NZZ mit einem rassistischen Bild illustriert: Fünf wenig bekleidete Kinder sitzen auf einem völlig demolierten Auto, das irgendwo unter Bäumen steht.
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