Montag, 20. September 2021
Anton-Wilhelm-Amo-Strasse
NPD-Plakat gegen die Umbenennung der Möhrenstrasse


Die letzten sechs Jahre habe ich in der Möhrenstrasse gearbeitet. Und nicht immer konnte ich aus dem O ein Ö machen. So musste ich einen rassistischen Straßennamen in die Welt schicken. Nicht nur mir war das unangenehm und so gibt es schon seit vielen, vielen Jahren (weit mehr als sechs) Engagement von vielen unterschiedlichen Gruppen und Personen, um den Straßennamen zu ändern. Auf der Seite des Instituts für Europäische Ethnologie gibt es dazu ein paar Informationen. Mittlerweile hat die Bezirksverordnetenversammlung Mitte beschlossen, die Strasse in Anton-Wilhelm-Amo-Strasse umzubenennen. Anstatt Rassismus zu reproduzieren lässt sich damit in Zukunft mit dem Straßennamen an einen versklavten Menschen, der es in die Wissenschaft geschafft hat, erinnern.

Bis dahin wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Denn es mit Widersprüchen zu rechnen, die den Prozess aufhalten. Mit dabei die NPD (siehe Foto oben).

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Donnerstag, 17. März 2011
Kolonialistische Nebensachen
In einem taz-Artikel über die Folgen des Erdbebens in Neuselland schreibt die Autorin:

"Eine Ecke weiter stand der prachtvolle Ballsaal, mit altem Parkett aus Kauri-Holz und Retro-Möbeln, unersetzbar in einem Land mit so kurzer Geschichte."

Relativ kurz ist die Geschichte der Kolonialist_innen, nicht aber der Region.

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Dienstag, 21. September 2010
Orient-Akzent

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Donnerstag, 25. Februar 2010
Über das Gröbenufer
05.02.10: Der Kolonialist des Kurfürsten in der taz

17.02.10: Ein gemachter Kolonialist in der taz

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Samstag, 3. Oktober 2009
Fragwürdiges Gedenken
Auf einem Neuköllner Friedhof steht nach wie vor ein Gedenkstein für in Namibia umgekommene deutsche Kolonialsoldaten. Jetz endlich soll ein weiterer Gedenkstein an die deutschen Kolonialverbrechen in Namibia erinnern. Der Bezirk bleibt dabei aber vage und vermeidet das Wort Völkermord wie die taz berichtet. Eine Gruppe von kritischen NGOs hat gegen diese Verharmlosung eine Pressemitteilung veröffentlicht.

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Dienstag, 22. September 2009
Kolonialromantik
Die taz berichtet über ein Theaterstück, dass wohl Kolonialromantik betreibt:

"In spöttisch-liebevollem Tonfall suggeriert es das Bild der deutschen Kolonialmacht als altruistischem und etwas weltfremdem Aufbauhelfer am Ende der Welt."

und weiter

"Keine Spur von Ungleichheit, Identitätskrisen, Repression. Bei den Recherchen vor Ort sei der Eindruck einer "positiven Kolonialisierung" entstanden, erklärt Unger. Was nicht verwundert, da sie sich auf die Selbstsicht der privilegierten "Unserdeutschen" aus der Missionscommunity konzentriert haben."

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Donnerstag, 27. November 2008
Erschliessen
Claude Lévi-Strauss wird 100 Jahre alt und die taz bespricht einen Film über ihn. Darin (re)produziert sie mal wieder, die Vormacht des 'weißen' Mannes:

"In Brasilien unternimmt er mehrere Expeditionen in die bis dahin nicht erschlossenen Gebiete der Amazonas-Indianer."

Die 'Amazonas-Indianer_innen' können natürlich nicht selber erschliessen. Dafür muss der 'weiße' Mann kommen.

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Dienstag, 12. August 2008
Kolonialgeschichte ohne Kolonisierte
Die NZZ hatte gestern einen längeren Artikel über ein Teil deutscher Kolonialgeschichte in Namibia. Da wird einiges über 'deutsche' Architektur und Diamantensuche erzählt. Aber es kommen nirgendwo die Kolonisierten vor.

PS: Und dazu dann noch der taz-Bericht über das Gedenken an Kolonialsoldaten (aber nicht ihre Opfer) in Neukölln.

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Dienstag, 13. Mai 2008
Kolonialismus heute
Die taz berichtet über koloniale Anwandlungen eines norwegischen Unternehmens in Ghana.

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Samstag, 5. Januar 2008
Deutscher Kolonialismus
Die taz berichtet über die zaghaften Ansätze zur Auseinandersetzung mit der eigenen Kolonialgeschichte in Deutschland und der standhaften Weigerung für die eigenen Verbrechen Entschädigung zu zahlen. Der Artikel schließt mit einem Hinweis auf die 'weißen' Privilegien in dieser Auseinandersetzung:

"Was in Deutschland erst wieder in die breite öffentliche Debatte geholt werden muss, ist in Namibia regelmäßig Gegenstand politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Bis heute ist das Trauma der Vernichtung in der kollektiven Erinnerung der Herero lebendig"

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