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Montag, 24. März 2008
Osterspaziergang in Marzahn
urmila, 22:49h

Heute nachmittag: Spaziergang mit meiner Partnerin und ihrer Mutter durch Marzahn. Schöne Sonne, aber doch kühl. Ich wickele mich in meinen knallgelben Schal, laufe vor den beiden anderen. Auf einmal höre ich aus einer Gruppe, die knapp vor mir auf dem Weg steht, eine Männerstimme:
"Was soll denn das für eine Jacke sein?
Ich behalte den Blick auf den Boden gerichtet, laufe zügig weiter, bloß nicht reagieren, der Tonfall war nicht freundlich. Da eine Frauenstimme:
"Sehr stylisch, hehe."
Die Frau sieht verdammt jung aus. Und ihre Stimme hört sich so an, als ob sie dringend der Männerstimme zustimmen muss. Bloß weitergehen. Nicht reagieren.
Vorbei. Erleichterung. Die Mutter meiner Freundin redet weiter auf sie ein, hat ganz offensichtlich nichts mitbekommen. Aber meine Partnerin fragt, ob ich ok bin. Erzählt mir, dass sie die Gruppe genauer gesehen hat. Der Größte unter ihnen hat mich wohl sehr provozierend angesehen. Sie hatte Angst.
Ich wickele mich aus dem Schal, muss ja nicht unnötig Gefahren eingehen. Gut, dass wir uns in Marzahn grundsätzlich nicht als Paar zu erkennen geben.
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Freitag, 21. März 2008
EZ und Rassismus
urmila, 18:31h

Mehrere entwicklungspolitische Organisationen haben zusammen die Broschüre Von Trommelern und Helfern - Beiträge zu einer nicht-rassistischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit herausgebracht. Sehr lesenswert! Insbesondere die Grundlagenbeiträge zur Verbindung von Entwicklungszusammenarbeit und Rassismus.
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Obamas Rede zu Rassismus
urmila, 01:13h
Viel wurde in den letzten Tagen über Obamas Pastor und Obamas historische Rede geschrieben. Glücklicherweise hatte die taz auch einen Link zum Redemanuskript (der allerdings inzwischen nicht mehr weiterführt, aber an anderen Stellen ist sie noch lesbar, z.B. hier oder hier).
Schön ist, dass Obama klar die Existenz von Rassismus in Vergangenheit und Gegenwart der USA benennt - und auch seine institutionelle Verankerung anspricht. Er erwähnt auch, dass 'weiße' US-AmerikanerInnen sich ihrer 'weiße' Privilegien nicht bewusst sind/ sie sich nicht bewusst machen. Er erklärt die Wut von 'schwarzen' US-AmerikanerInnen. Nimmt für meinen Geschmack die 'weißen' US-AmerikanerInnen in ihren Betroffenheiten allerdings zu sehr in Schutz.
Womit ich gar nicht klar komme, ist der immer wiederkehrende Bezug auf das Christentum und der offensive Nationalismus ("Unser Land ist das beste der Welt!").
Schön ist, dass Obama klar die Existenz von Rassismus in Vergangenheit und Gegenwart der USA benennt - und auch seine institutionelle Verankerung anspricht. Er erwähnt auch, dass 'weiße' US-AmerikanerInnen sich ihrer 'weiße' Privilegien nicht bewusst sind/ sie sich nicht bewusst machen. Er erklärt die Wut von 'schwarzen' US-AmerikanerInnen. Nimmt für meinen Geschmack die 'weißen' US-AmerikanerInnen in ihren Betroffenheiten allerdings zu sehr in Schutz.
Womit ich gar nicht klar komme, ist der immer wiederkehrende Bezug auf das Christentum und der offensive Nationalismus ("Unser Land ist das beste der Welt!").
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Freitag, 21. März 2008
Rassismus und Tourismus
urmila, 00:12h
Eine Studie hat festgestellt, dass rassistische Gewalttaten schlecht für Brandenburgs Tourmismusindustrie sind. Sollte sie also gezielt offen rassistische TouristInnen umwerben? 'Nationalbefreite' Zonen bewerben?
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Mittwoch, 19. März 2008
Institutioneller Rassismus
urmila, 19:57h
Die taz berichtet mal wieder über einen Fall institutionellen Rassismuses: die Unmöglichkeit Ausweispapiere zu bekommen, da frau keine hat.
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Montag, 17. März 2008
Wo ist der Witz?
urmila, 16:33h
Ich bin eine große Fan von Toms touches. Aber heute war mir gar nicht zum Lachen oder auch nur Schmunzeln zu mute. Nicht nur war mir der Witz "Fu's Pils-Stübchen" viel zu platt, ich finde auch karrikierte Chinesen', die staat R L sprechen, zu tiefst rassistisch.
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Sonntag, 16. März 2008
Interkulturelle Kompetenz
urmila, 16:20h
Der Volkshochschulverband hat die Broschüre Interkulturelle Kompetenz - Interkulturalität für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen" herausgebracht.
Diese Veröffentlichung ist ganz angenehm, weil sie Kulturen nicht als fix und vorgegeben annimmt und auf Uneindeutigkeiten eingeht. So kann sie Interesierte durchaus an einen differenzierteren Zugang zum Themenfeld 'interkulturelle Kompetenz' heranführen.
Mir fehlt allerdings eine Auseinandersetzung mit Machtasymmetrien und ein Verweis auf kritische Denkansätze zu Rassismus, Weißsein und Gender.
Diese Veröffentlichung ist ganz angenehm, weil sie Kulturen nicht als fix und vorgegeben annimmt und auf Uneindeutigkeiten eingeht. So kann sie Interesierte durchaus an einen differenzierteren Zugang zum Themenfeld 'interkulturelle Kompetenz' heranführen.
Mir fehlt allerdings eine Auseinandersetzung mit Machtasymmetrien und ein Verweis auf kritische Denkansätze zu Rassismus, Weißsein und Gender.
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Samstag, 15. März 2008
Religiöse Kleidung im Schuldienst
urmila, 16:13h
Die taz berichtet, dass eine Lehrerin in Baden-Württemberg , die seit 1994 mit Kopftuch unterrichtet, dies ablegen muss, da religiöse Bekundungen im Unterricht verboten sind. Derweil dürfen drei Nonnen in Ordenskleidung weiter an einer staatlichen Schule in Baden-Württemberg unterrichten, da ihre Weiterbeschäftigung bei der Übernahme der Klosterschule in staatliche Regie zugesagt wurde.
Übrigens: Die kopftuchtragende Lehrerin unterrichtet laut Auskunft des Richters seit über 30 Jahren beanstandungsfrei.
Übrigens: Die kopftuchtragende Lehrerin unterrichtet laut Auskunft des Richters seit über 30 Jahren beanstandungsfrei.
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Foto: © Anke Illing

