
Melbourne Cup: The race that stops the nation und auch der Englischkurs ist im vollen Wettfieber dabei. Das ist australische Kultur! (wurde mir zumindest gesagt)
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"In der Einleitung äußert sich der Ökonom und Generalleutnant a. D. Schnell allgemeiner zum Wesen des Krieges. Er stellt Thesen auf, These eins: Krieg hat Zukunft. "Wenn der Krieg von Anfang an zur Geschichte der Menschheit gehört, dann ist anzunehmen, dass der Krieg überwiegend positive Funktionen erfüllt. Wäre es nicht so, dann hätte die Evolution sicherlich längst dafür gesorgt, dass der Krieg als Phänomen verschwunden wäre." Weiter hinten heißt es: "Die Natur ist offensichtlich von A bis Z auf Wettbewerb angelegt, und Kriege sind ihrem Wesen nach spezifische gewaltsam ausgetragene Formen des Wettbewerbs zwischen sozialen Großgruppen. Worum wird konkurriert? Im Wesentlichen um Macht, Ressourcen und die Vorherrschaft der eigenen kulturellen Identität." Noch weiter hinten: "Der Krieg hat seinen Ursprung jedoch nicht nur in den Kosten-Nutzen-Kalkülen der Kontrahenten. Die eigentlichen treibenden Kräfte liegen tiefer. Es ist die Lust an der Macht und an der erfolgreichen Aggression.""
Der Vortrag wird nun - wie ich finde sehr zu recht - angegriffen, aber es gibt auch Leute, die den Aufruhr nicht verstehen:
"Der Historiker Jörg Calließ dagegen warnt vor vorschnellen Urteilen: Schnells Argumente seien durchweg nicht falsch, nur extrem einseitig dargestellt."
Was soll denn das heißen, nicht falsch? Falsch und richtig gibt es in der Wissenschaft sowieso nicht. Aber es gibt Paradigmen, die einfach menschenverachtend und machtstützend sind. Diese Argumentationen scheinen aus einem solchen zu kommen.
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Richtig problematisch wird es dann, wenn das Lektorat die Kernaussage meines Artikels verändert. Da bekommt ein Artikel, der Identitäten dekonstruieren will auf einmal eine essentialistische Überschrift. Das Binnen-I oder Anführungszeichen verschwinden. Bewusste Irritationen der LeserIn werden rausgenommen, meine Aussagen gemainstreamt.
Bei meiner neuesten Publikation sind die LektorInnen noch weiter gegangen. Sie haben den Ton des Artikels, es ging um 'InderInnen' in Deutschland, verändert. Vermutlich damit er besser in ihr Konzept passt. Ich hatte sehr vorsichtig formuliert, abgestritten, dass es eine 'indische' Gemeinschaft in Deutschland gibt, war auf Probleme eingegangen. Das meiste davon ist durch Kürzungen und Umformulierungen geglättet worden.
Und damit nicht genug. Ein ganzer Absatz ist hinzugefügt worden, denn ich absichtlich nicht aufgenommen hatte. Die LeserIn bekommt jetzt viel Information über die Aktivitäten des indischen Nationalisten Bose in Deutschland, völlig ohne kritische Distanz und ohne den Hinweis (den ich in meinem kurzen Ausführungen hatte), dass seine 'indische Legion' Teil der SS war. Eine solche Verherrlichung ist das Gegenteil dessen, was ich beabsichtigt hatte. Und nun steht mein Name darunter.
Die LektorInnen haben aus einem kritischen, ansatzweisen dekonstruktivistischen Artikel einen nationalistischen gemacht (so weit sie das mit meinem Material konnten). Die Bebilderung unterstützt dies noch weiter und auf die hatte ich fast keinen Einfluss.
Die Frage ist, wie kann ich mich als AutorIn, die publiziert werden will, dagegen wehren? Geht es überhaupt? Muss ich damit leben? Wie weit kann ich das?
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"I am Mr.Martin Kelvin, The Auditor General, All Standard Securities Limited. In the course of my auditing, I discovered a floating fund in an account which was opened in 1990 belonging to a dead foreigner Late Mr. Tim Goel, a national of your country. I decided to track his last name over the Internet to locate any member of his family hence I got in contact with you. "
Das ist schon eine interessante Kombination: Tim und Goel. Aus welchem Land der wohl sein soll? Und wie kommt der nette Mr. Klein gerade auf mich? Goels gibt es eine ganze Menge in der Welt. Ok, in Deutschland nicht so viele. Vielleicht ist das ja das Land, dass er meinte. Aber wie kommt es da zu einem Tim?
Mr. Klein hat sich ja Mühe gegeben. Aber so richtig überzeugend ist er nicht. Ich werde also wohl keine 15,5 Millionen $ erben.
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"Auf der Rückreise hat uns ein Schaffner einigen Stress gemacht mit der Behauptung, meine Fahrkarte sei ungültig - falsch am Computer ausgedruckt. Wir sollten gleich zahlen oder die Sache würde direkt an ein Inkassobüro gehen. Mein Mann hat sich geweigert zu zahlen. Ein netter Mitfahrer nebenan wurde ziemlich ruppig. Der nette Schaffner hätte uns doch alles gut erklärt und mein Mann solle nicht so halsstarrig sein. Einige Zeit später kam der Schaffner kleinlaut zurück. Er hätte sich geirrt und gab uns zwei Getränkegutscheine. Der liebe Mitfahrer war inzwischen ausgestiegen und wird seinen Leuten von dem schwarzfahrenden Schwarzen erzählen."
Mehr zu Rassismuserfahrungen des Ehepaars hier.
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Nachtrag 03.11.06: Und zu rassistischer Werbung in anderer Form gibt es mehr bei katunia.
Nachtrag 06.11.06: Kyla kommentiert aus Pakistan.
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Deutschland-Kappen verteilen ist eine tolle Aufgabe für einen Außenminister. Visa gibt es ja viel seltener zu verteilen. Und schon gar nicht für Leute, die sich mit Gelegenheitsjob über Wasser halten und mit dem Rad unterwegs sind. Beeindruckend, dass Maruftschonow es trotzdem nach Deutschland geschafft hat.
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Mehr zu den alltäglichen Erlebnissen von 'Anderen Deutschen' Fußballspielern in der taz berlin.
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- "Analyse der Erscheinungsformen des Islam und Islamismus in Deutschland
- Analyse der Erscheinungsformen des Islam und Islamismus in den Herkunftsländern der in Deutschland lebenden Muslime
- Analyse spezifischer Integrationsprobleme von Muslimen in Deutschland"
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Wie es mir scheint, aber nicht nur um den Spracherwerb zu fördern. Diese Daten müssen auch an die 'Regierung' (was immer das genau heißt) weitergeben werden. Denn die überprüft, ob die AusländerInnen mit ihren Studierendenvisa auch ihre Visaauflagen (Vollzeitstudium) erfüllen. Wer nicht mindestens 80% der Englischstunden besucht, bekommt nicht nur ihr Zertifikat nicht sondern wird auch noch aus dem Land verwiesen.
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Der Kommentator Christian Semler hält diese Aussage nicht nur für falsch sondern für fatal:
"Charlotte Knoblochs Irrtum besteht nicht nur in ihrer Interpretation der Fakten. Mit der Zeitbestimmung "nach 1933" suggeriert sie mit ihrem Vergleich eine Fatalität, die vom Terror des Frühjahrs 1933 bis hin zum Völkermord an den Juden reicht."
Auch ich habe gestutzt, als ich das Zitat gelesen habe. Nach 1933 war die NSDAP an der Macht und das ist sie heute nicht. Aber ich habe mich gefragt, ob wir denn erkennen wü(e)rden, wenn die Schwelle zum Umkippen in ein totalitäres System erreicht ist. Woher wissen wir, wann Gewalt und antidemokratisches Verhalten noch kontrollierbar sind und wann sie Überhand nehmen? Sind wir vielleicht schon wieder gefährlich nahe dran? Und weißt uns Knobloch (und andere) daraufhin, damit wir noch rechtzeitig etwas dagegen machen können?
Heute bringt die taz eine Kurzmeldung:
"30 bis 40 Rechte haben gestern Nacht wahllos Passanten an einem U-Bahnhof im Berliner Stadtteil Friedrichshain angegriffen. Daraufhin wurden die Unbekannten offenbar von einer linksgerichteten Personengruppe attackiert und flüchteten beim Eintreffen der Polizei. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen."
Diese öffentliche massive Präsenz von gewaltbereiten Rechten hat es vor ein paar Jahren noch nicht gegeben. Warum trauen die sich das inzwischen? Wie hat sich die Gesellschaft verändert, dass sie sich das trauen können? Können wir die Gefahr wirklich so einfach abtun?
Nachtrag 06.11.06:
Nach der Tat habe es rund 45 Minuten gedauert, bis die Polizei eintraf, berichteten Röpke und ihr Begleiter gegenüber tagesschau.de übereinstimmend. Auch die später eingetroffenen Sanitäter hätten mehrmals über Funk Polizeikräfte angefordert, da sich vor dem Supermarkt immer mehr Neonazis sammelten. Die Journalistin bat viele Augenzeugen darum, eine Zeugenaussage bei der Polizei zu machen, doch niemand sei dazu bereit gewesen, so Röpke. "Alle hatten Angst!" berichtet tagesschau.de.
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Foto: © Anke Illing

