Dienstag, 7. März 2023
Akshardam
Der Tempel hinter einem riesigen Parkplatz und Sicherungsanlagen.


Wir waren heute im Akshardham Tempel in Delhi. Versprochen worden war mir ein hindu-nationalistisches Disneyland. Nachdem die Sicherheitsanlagen überwunden sind. Reinnehmen darf mensch fast nichts, ausser dem Geldbeutel und einer Wasserflasche.

Drinnen ist es dann sehr sauber, geradezu steril. Auch das, was wohl der Tempel sein soll. Es hatte die Atmosphäre eines Ausstellungsraums, etwas kitschig. Ich konnte mir in keiner Weise vorstellen, dass dort jemand beten könnte, dass es ein spiritueller Ort sein könnte. Im kleineren Tempel scheuchte uns ein Volunteer aus den USA weiter, wir durften auf keinen Fall stehen bleiben, auch wenn ausser uns kaum jemand da war. Das lud auch nicht gerade zu einer spirituellen Erfahrung ein.

Nach einigem Suchen haben wir dann auch die Ausstellung gefunden. Meine Begleitung hatte gelesen, dass mensch eine Bootstour machen könnte und das wollte sie. Dafür mussten wir das Ticket für die Ausstellung kaufen und das war geschickt gemacht. Mensch konnte nicht einfach zum Boot gehen. Zuerst waren 40 Minuten Ausstellung mit Aufführung zu Bhagwan Swami Narayan. Wir haben uns da etwas durchgemogelt, nachdem wir die Vorführung zu seiner Erleuchtung mit 4 Jahren gesehen hatten, und waren nach 10 Minuten wieder draussen. An der zweiten Halle mit den Filmen sind wir vorbei gegangen. Direkt zum Boot. Das fuhr aber erst wieder in einer Stunde. Also erstmal zum Food Court. Dann zurück. Die Bootstour entpuppte sich dann als eine Fahrt auf einem schienengebundenen Gefährt durch Wasser und mehre Ausstellungsräume. In denen wurde das Leben in vedischen Zeiten dargestellt. Bei Wikipedia findet sich eine Definition der vedischen Zeiten. In der Ausstellung wurde das nicht so genau genommen. Es ging wild durch die Jahrtausende. Nebeneinander waren Situationen mehrere Jahrhunderte vor Christus neben jenen aus der mehreren Jahrhunderten nach Christus. Alles vedisch irgendwie. Auch die Flugzeuge. Nur Frauen gab es wohl in vedischen Zeiten nicht so viel bzw. nur in der Küche, beim Tempeltanz und im Krankenhaus. Zum Ende dann noch ein nationalistisches Lied aus dem Lautsprecher.

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