... newer stories
Samstag, 7. Januar 2012
Blackfacing-Kritik in den Medien
urmila, 17:22h
Am Ende ihrer Rezeinsion des Films Huhn mit Pflaumen schreibt Christina Nord in der taz:
"Blackfacing im europäischen Goldkantenkino - das hat's nun wirklich nicht gebraucht."
Und DRadio Wissen greift die Diskussion um Blackface im Schlossparktheater auf.
"Blackfacing im europäischen Goldkantenkino - das hat's nun wirklich nicht gebraucht."
Und DRadio Wissen greift die Diskussion um Blackface im Schlossparktheater auf.
0 Kommentare in: rassistisch ... comment ... link
Mittwoch, 4. Januar 2012
Die Muslime müssen ...
urmila, 19:50h
Laut epd hat der Kölner Kardinal Meisner kritisiert, "dass von offizieller muslimischer Seite keine Verurteilung" der Anschläge auf Christ_innen in Nigeria erfolgt sei.
Abgesehen davon, dass sich hier mal wieder die Frage stellt, wer mit wem in einen Topf geworfen wird, was eine "offizielle muslimische Seite" ist, was die mit den Anschlägen zu tun hat, ob sich auch die "offizielle christliche Seite" zu allen Terrorakten von Christ_innen weltweit verhalten muss, etc. - abgesehen davon, scheint der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland schon am 26.12.11 eine Stellungnahme abgegeben zu haben. epd zitiert den Zentralrats-Vorsitzenden Aiman Mazyek:
"Das Maß ist langsam voll, sich immer distanzieren zu müssen und hinterher auch noch vorwerfen zu lassen, man habe es nicht getan."
Abgesehen davon, dass sich hier mal wieder die Frage stellt, wer mit wem in einen Topf geworfen wird, was eine "offizielle muslimische Seite" ist, was die mit den Anschlägen zu tun hat, ob sich auch die "offizielle christliche Seite" zu allen Terrorakten von Christ_innen weltweit verhalten muss, etc. - abgesehen davon, scheint der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland schon am 26.12.11 eine Stellungnahme abgegeben zu haben. epd zitiert den Zentralrats-Vorsitzenden Aiman Mazyek:
"Das Maß ist langsam voll, sich immer distanzieren zu müssen und hinterher auch noch vorwerfen zu lassen, man habe es nicht getan."
0 Kommentare in: islamophobie ... comment ... link
Montag, 2. Januar 2012
17jährigen in Wohnungslosigkeit abgeschoben
urmila, 23:53h
Die taz berichtet, dass Deutschland im Rahmen des Dublin II-Verfahrens Minderjährige in andere EU-Staaten abschiebt, ohne dass geklärt ist, dass diese versorgt sind - und so gegen eine EU-Richtlinie verstösst. Im konkreten Fall geht es umd ie wiederholte Abschiebung eines 17jährigen Afghanen nach Italien, wo er keine Unterkunft bekommt.
0 Kommentare in: abschieben ... comment ... link
Sonntag, 1. Januar 2012
Hambacher Fest
urmila, 14:49h
Vor ein Tagen war ich zum erstenmal auf dem Hambacher Schloß und habe mir die Ausstellung zum Hambacher Fest angeschaut. Die Ausstellung und auch unsere Ausstellungsführerin sind sehr bemüht, auch Frauen in der Ausstellung vorkommen zu lassen. Das ist sehr angenehm. Aber noch etwas unbeholfen, denn die Frauen kommen doch wieder nur als Nebenfiguren vor und Nebenbemerkungen von Männern werden zu emanzipatorischen Aussagen stilisiert (und in der Führung emanzipatorische Aussagen durch sexistische Rahmung abgemildert).
Zum Hambacher Fest und der Demokratiebewegung habe ich einiges gelernt. Insbesondere die Vielfältigkeit der Stimmen, wenn diese auch in der Ausstellung nicht wirklich hervorgehoben wurden (sondern eher von der Geschichtslehrerin mit der ich da war). Die Vielfältigkeit und Widersprüchlichkeit des Hambacher Festes zu beleuchten, wäre sehr spannend gewesen - aber natürlich weniger heroisch.
Interessant fand ich auch diese Tafel der Ausstellung:

Sie berichtet von Bücherverbrennungen beim ersten Wartburgfest der Burschenschaften 1817. Der napoleonische Code Civil und Literatur jüdischer Schriftsteller_innen wurden verbrannt. Da hatten die Burschenschaften damals schon Ähnlichkeiten mit denen heute.
Erschreckend (wenn auch nicht unerwartet) war auch die Reaktion einer Besucher_in auf die Frage, warum denn wohl Pol_innen am Hambacher Fest teilgenommen hätten und wohin sie wollten. Dass es polnische Revolutionär_innen waren, die ins freiheitliche Frankreich wollten, und nicht Wirtschaftsflüchtlinge, die ins gelobte Land Deutschland wollen, war erklärungsbedürftig.
Für Deutschnationales gab es leider in der Ausstellung viele Anknüpfungspunkte.
Zum Hambacher Fest und der Demokratiebewegung habe ich einiges gelernt. Insbesondere die Vielfältigkeit der Stimmen, wenn diese auch in der Ausstellung nicht wirklich hervorgehoben wurden (sondern eher von der Geschichtslehrerin mit der ich da war). Die Vielfältigkeit und Widersprüchlichkeit des Hambacher Festes zu beleuchten, wäre sehr spannend gewesen - aber natürlich weniger heroisch.
Interessant fand ich auch diese Tafel der Ausstellung:

Sie berichtet von Bücherverbrennungen beim ersten Wartburgfest der Burschenschaften 1817. Der napoleonische Code Civil und Literatur jüdischer Schriftsteller_innen wurden verbrannt. Da hatten die Burschenschaften damals schon Ähnlichkeiten mit denen heute.
Erschreckend (wenn auch nicht unerwartet) war auch die Reaktion einer Besucher_in auf die Frage, warum denn wohl Pol_innen am Hambacher Fest teilgenommen hätten und wohin sie wollten. Dass es polnische Revolutionär_innen waren, die ins freiheitliche Frankreich wollten, und nicht Wirtschaftsflüchtlinge, die ins gelobte Land Deutschland wollen, war erklärungsbedürftig.
Für Deutschnationales gab es leider in der Ausstellung viele Anknüpfungspunkte.
0 Kommentare in: geschichtsschreibung ... comment ... link
Gegen Nazis
urmila, 14:38h
An der Haltestelle August-Bebel-Strasse in Karlsruhe


0 Kommentare in: engagiert ... comment ... link
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Auch in der Kleinstadt
urmila, 22:24h
Begrüßung im badischen Bretten:

und in einem Karlsruher Cafe:


und in einem Karlsruher Cafe:

0 Kommentare in: heteronormativ ... comment ... link
Sonntag, 25. Dezember 2011
Gewalt mit Migrationshintergrund?
urmila, 19:57h
Die taz berichtet über zunehmende Gewalt gegen Schiedsrichter_innen im Berliner Fußball. Es geht darin auch um die Ursachendebatte, die zum Teil mit Hilfe von rassistischen Bildern geführt wird:
"Während Sprecher Kevin Langner weder einen "Trend noch andere Tendenzen" erkennt, meint Wehling, häufig sei "ein Migrationshintergrund dabei, das tut weh, das zu sagen"."
Was soll das heißen, häufig sei ein Migrationshintergrund dabei? So wie das hier verbunden wird, erscheint es als ob der Migrationshintergrund als Gewaltursache suggeriert wird. Ich vermute mal einfach, dass häufig auch das Geschlecht Mann sowie das Hobby Fußball dabei ist. Aber auch das dürfe als Ursache für Gewalt nicht ausreichen, ein bisschen mehr Analyse wäre hilfreich.
Ein bisschen mehr 'Anlayse' wird dann im Artikel auch noch geliefert: "Der Chef der Verbandsgerichts, Jürgen Lischewski, wird deutlicher: "Wenn jemand sagt: ,Ich ficke deine Mutter', dann sehen die Menschen mit Migrationshintergrund rot, das ist einfach so.""
Ist das so? Na dann. Die ohne Migrationshintergrund finden die Aussage wahrscheinlich toll. - Die Frage, die ich mir hier stelle, ist, warum wird überhaupt beleidigt. Wer beleidigt wen wie? Wie wird das sanktioniert?
Lischewski scheint überhaupt ein großer Analysierer zu sein: "Immerhin sei 21 Jahre nach dem Mauerfall die Ost-West-Problematik zu vernachlässigen, führt der 67-jährige Notar aus."
Was er uns damit wohl sagen will?
"Während Sprecher Kevin Langner weder einen "Trend noch andere Tendenzen" erkennt, meint Wehling, häufig sei "ein Migrationshintergrund dabei, das tut weh, das zu sagen"."
Was soll das heißen, häufig sei ein Migrationshintergrund dabei? So wie das hier verbunden wird, erscheint es als ob der Migrationshintergrund als Gewaltursache suggeriert wird. Ich vermute mal einfach, dass häufig auch das Geschlecht Mann sowie das Hobby Fußball dabei ist. Aber auch das dürfe als Ursache für Gewalt nicht ausreichen, ein bisschen mehr Analyse wäre hilfreich.
Ein bisschen mehr 'Anlayse' wird dann im Artikel auch noch geliefert: "Der Chef der Verbandsgerichts, Jürgen Lischewski, wird deutlicher: "Wenn jemand sagt: ,Ich ficke deine Mutter', dann sehen die Menschen mit Migrationshintergrund rot, das ist einfach so.""
Ist das so? Na dann. Die ohne Migrationshintergrund finden die Aussage wahrscheinlich toll. - Die Frage, die ich mir hier stelle, ist, warum wird überhaupt beleidigt. Wer beleidigt wen wie? Wie wird das sanktioniert?
Lischewski scheint überhaupt ein großer Analysierer zu sein: "Immerhin sei 21 Jahre nach dem Mauerfall die Ost-West-Problematik zu vernachlässigen, führt der 67-jährige Notar aus."
Was er uns damit wohl sagen will?
0 Kommentare in: othering ... comment ... link
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Von PIO zu OCI
urmila, 19:27h
Bisher war ich offiziell bestätigte PIO (Person of Indian Origin). Seit heute bin ich nun offiziell registrierte OCI (Overseas Citizen of India).

Mit diesen Titeln will der indische Staat 'Inder_innen', die nicht in Indien leben, an Indien binden. Für mich bedeutet es, dass ich kein Visum für Indien beantragen muss. Und es bestätigt mir offiziell meine natio-ethno-kulturelle (Mehrfach-)Zugehörigkeit.

Mit diesen Titeln will der indische Staat 'Inder_innen', die nicht in Indien leben, an Indien binden. Für mich bedeutet es, dass ich kein Visum für Indien beantragen muss. Und es bestätigt mir offiziell meine natio-ethno-kulturelle (Mehrfach-)Zugehörigkeit.
2 Kommentare in: staatsbuergerschaft ... comment ... link
... older stories
Foto: © Anke Illing

