Mittwoch, 8. März 2017
Frauen*kampftag 2017
Frauen*kampftag 2017


Info: Facebook Veranstaltung

Nachtrag 10.03.17: Die taz berichtet, dass kaum über die Frauen*Demos berichtet wurde. Wir waren wohl 8000 und trotzdem nicht in den Medien.

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Sonntag, 8. Mai 2016
Berlin gegen Nazis
Nazis laufen über eine Brücke unter lautstarkem Protest


Gestern hat das Bündnis Berlin Nazifrei zu einer Demonstration gegen einen Neonaziaufmarsch aufgerufen. Viele Tausend Engagierte sind dem Aufruf gefolgt, sind bunt durchd die Stadt gelaufen und haben lautstark ihren Protest gegen die Nazis gerichtet (siehe auch den Bericht der taz). Aufhalten konnten wir die Nazis leider nicht. Sie konnten die ganze Strecke gehen.

Nazis laufen hiner dem Kanzlerlinnenamt los


Am Bundeskanzlerinnenamt kamen sich die zwei Demonstrationen recht nah und die Polizei ging aggressiv gegen die Gegendemonstrant_innen vor. Etliche bekamen Pfefferspray ab und mussten sich von Sanitäter_innen versorgen lassen. Ich habe das zum ersten mal erlebt und das sah nicht schön aus. Junge Frauen, die gar nicht wieder zu sich kamen.

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Montag, 21. März 2016
Karneval der Flüchtlinge
Den AfD-Schock vom letzten Wahlsonntag habe ich noch nicht verarbeitet. Jede vierte Wähler_in in Sachsen-Anhalt hat rechtspopulistisch gewählt (und noch ein paar andere rechtsextrem). In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ware es auch weit über 10%. Viele Direktmandate hat die AfD bekommen, davon zwei in Baden-Württemberg. So schlimm war es noch nie.

Karneval der Flüchtlinge in Berlin am 20.03.16


Da war Karneval der Flüchtlinge gestern in Berlin ein Hoffnungsschimmer. Tausende sind mit dem Slogan "My right is your right" auf die Straße gegangen. Mit Musik, Theater und viel guter Laune.

Diese Stimmung und diese Positionen müssen gestärkt werden. Damit der Rechtsruck sich nicht festsetzt!

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Samstag, 26. Dezember 2015
Weihnachtsgeschichte
Weihnachten 2015 in Karlsruhe


Religiöse Rituale sind mir fremd. So wie mir Glaube überhaupt fremd ist. Am Heiligen Abend aber gehe ich mit meiner Mutter in die Kirche. Nicht der Religion wegen, aber wohl der Erinnerungen und vor allem der Musik wegen.

Dieses Jahr hat sie wegen des Bläsers eine katholische Messe ausgesucht. Als teilnehmende Beobachtung sehr spannend. Eine Aufführung mit sehr vielen Teilnehmenden, von denen die meisten die Regeln (ausreichend) zu können scheinen.

Meist nerven mich die Predigten. Aber dieses Jahr hat sie mir geradezu gefallen. Klare Position pro Flüchtlinge. Klare Absage zu Pegida, Ausländerfeindlichkeit und rechten Parteien. Und die Gemeinde musste dem - auf Basis der rituellen Regeln - zustimmen. Das hat bestimmt nicht allen gefallen.

tagesschau.de zu Folge waren wohl viele Gottesdienste so.

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Samstag, 27. Juni 2015
Kreuzberger CSD
Kreuzberger CSD 2015


Aus dem Aufruf "Keine pinke Camouflage – Queer bleibt RADIKAL":

"Gemeinsam gehen wir auf die Straße – für ein selbstbestimmtes Leben und für die Emanzipation von einem System, das Menschen ausgrenzt, abschiebt, stigmatisiert, pathologisiert und diskriminiert! Wir lassen uns nicht instrumentalisieren und gegeneinander ausspielen!"

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Mittwoch, 7. Januar 2015
Anschläge auf Bezirkspolitiker
Montagnacht wurde wie u.a. die taz berlin berichtet, dass Auto von Hans Erxleben in Treptow-Köpenick angezündet. Erxleben ist Bezirkspolitiker der Links-Partei, Vorsitzender des Integrationsausschusses und äußerst aktiv gegen Rechte im Bezirk. Dies ist nicht der erste Anschlag auf ihn. Vor zwei Jahren gab es einen Anschlag auf sein Wohnhaus, der bisher nicht aufgeklärt wurde:

"An die Bedrohung habe er sich mittlerweile fast gewöhnt, sagt Erxleben - nicht aber daran, dass die Täter noch nicht gefasst seien. "Diese Menschen sind für mich lebende Zeitbomben." Das Verfahren anlässlich des Anschlags von 2012 wurde eingestellt. "Die Militanz der rechtsextremen Szene wird bagatellisiert, das ist für mich als Betroffener schwer zu ertragen", sagte Erxleben."

In Treptow-Köpenick ist die NPD in der BVV (Bezirksverordnetensversammlung) vertreten (wenn auch nicht in Fraktionsstärke). Der Vorsitzende der NPD Berlin ist seit Sommer Mitglied im Integrationsausschuss. Arbeit ist in dem Ausschuss nun eigentlich nicht mehr möglich.

Nachtrag 09.01.15: Gestern wurde Integrationsausschuss ein Text verabschiedet, der den Anschlag verurteilt. Der NPD-Vertreter im Ausschuss (ohne Stimmrecht, weil sie keine Fraktion sind) hatte sich in der Diskussion als erstes zu Wort gemeldet und wollte den Anschlag in Paris mit in die Erklärung aufnehmen. Die CDU-Vertreterin wies dies als erste bestimmt zurück, die beiden Anschläge hätten nichts miteinander zu tun.

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Sonntag, 23. November 2014
Nazis stoppen
In letzter Zeit gab es auch in Berlin viele Demonstrationen von Nazis (siehe z.B. Flüchtlingsrat Berlin). Vorgeschoben waren jedesmal Anwohner_innproteste gegen Flüchtlingsunterkünfte. Ziel war ganz klar rassistische Hetze. Immer wieder konnten die Nazis dabei durch Kieze (vor allem im Nord/Osten der Stadt) ziehen, mit wenig Gegendemonstrant_innen und geschützt von der Polizei. So zogen sie am Freitagabend weitgehend ungestört in Köpenick sowohl an einem Baugrundstück für eine Flüchtlingsunterkunft sowie an einem bestehenden Heim vorbei. Für Samstag wurde bundesweit nach Marzahn mobilisiert. Das war der Anlass, dass Antifa, linke Gruppen, Bürgerinitiativen und demokratische Parteien zu diversen Gegenprotesten aufriefen.

Straßenbahnanzeige wegen Demonstrationen in Marzahn


Für alle im S-Bahn-Ring wohnende scheint Marzahn sehr weit weg. Deswegen ist es auch immer wieder schwierig dahin zu mobilisieren. Die Hauptkundgebung war auch weit weg von S-Bahnhöfen an der Kreuzung Blumberger Damm/ Landsberger Allee. Dank ortskundiger Unterstützung konnte ich mit der letzten Straßenbahn hinkommen.

Blockade Blumberger Damm/ Landsberger Allee gegen Nazis am 22.11.14


Bald kamen zu den lokalen Protestierenden jene hinzu, die sich am Ostkreuz gesammelt hatten und schnell war die Kreuzung blockiert. Hier blieben wir dann von 13.00 Uhr bis etwa 17.30 Uhr. Bei ziemlicher Kälte und zunehmender Dunkelheit. Aber gut versorgt: Es gab nicht nur aktuelle Ansagen sondern auch Live-Musik. Mittanzen sorgte für Wärme. Die SPD bot in ihrem Büro um die Ecke Toiletten und warme Getränke. Und nach Dunkelheit kam auch die Vokü mit heisser Suppe und Tee.

Heisse Suppe, Tee und Falaffel-Sandwiches für die Blockierenden.


Irgendwann war es dann geschafft. Unsere und andere Blockaden hatten den Nazis effektiv den Weg versperrt. Sie zogen nur wenige Hundert Meter und mussten dann umdrehen. Die Polizei liess die Autos wieder auf unsere Kreuzung fahren und wir mussten sie schnellstens räumen (blockierte Autofahrende sind höchst gefärhlich). Gemeinsam zogen wir schnellen Schritts durch Marzahn zur S-Bahn-Station. Alleine gehen, wäre zu gefährlich gewesen, da überall noch Nazis sein konnten. Den ganzen Nachmittag waren wir davor gewarnt worden, alleine durch die Umgebung zu laufen. Am S-Bahnhof war noch alles voll mit Polizei und auf dem Bahnsteig standen noch Nazis .

S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Strasse mit Nazis davor Polizei davor Gegendemonstrant_innen


Als die weg waren, liessen uns die behelmten Polizist_innen auf den Bahnsteig und begleiteten uns noch einige Stationen.

Eine erfolgreiche Aktion. Die Stimmung war trotz Kälte ziemlich gut. Und wir waren genügend.

Morgen (am Montag) wollen die Nazis wieder durch den Kiez ziehen. Vermutlich werden da nicht wieder so viele Gegendemonstrant_innen sein (ich z.B. gehe zum Sport). Es ist aber gefährlich sie einfach laufen zu lassen.

Stellt Euch den Nazis in den Weg! Mobilisiert viele andere, um mit Euch zu protestieren! Gemeinsam sind wir stark.

Nachtrag 24.11.14: Es ist schlimmer als befürchtet gekommen: Der RBB berichtet, dass heute 950 Rechte durch Marzahn gezogen sind und nur 150 Gegendemonstrant_innen da waren. Das ist sehr erschreckend, denn so häufig lassen sich Gegendemonstrationen nicht mobilisieren.

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Samstag, 26. April 2014
Nazis blockieren


Die Nazis wollten heute durch Kreuzberg ziehen. Diverse Blockaden, zum Beispiel hier in der Heinrich-Heine-Strasse haben den Abmarsch lange verzögert. Und schliesslich dazu geführt, dass die Nazi zurückgegangen sind. Die Blockierenden sind daraufhin in die Brückenstrasse.

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Sonntag, 9. März 2014
Frauenkampftag 2014
Gestern fand von einem breiten Bündnis getragen, eine Demonstration zum Internationalen Frauentag unter dem Motto Frauenkampftag statt. Da liefen ganz unterschiedliche Menschen mit: Cis-Frauen, trans*- und Inter-Personen, Cis-Männer, Heten, Lesben, etc. Und Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen von Feminismus und Gleichberechtigung. So liefen Sex-Arbeiter_innen genauso mit wie Gegner_innen von Sex-Arbeit. Ich fand es zwar schwierig, in dem Zug einen Platz für mich zu finden, an dem ich mich wohl fühle (der Typ von der MLPD mit seinen Ansagen hat mich zum Beispiel sehr genervt). Aber eigentlich ist es schön, dass so viele verschiedene Menschen mit verschiedenen Einstellungen zusammen kommen. Wir sind schliesslich unterschiedlich.

Nachtrag 10.03.14: Die taz hat auch Vielfalt gesehen.

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Montag, 12. August 2013
Solidarisches Handeln
Nach dem Sport. Wir gehen noch was trinken. Eine nette Runde. Auf einmal fragt mich eine_r, in welcher Kaste ich sei. Mal wieder so eine Frage. Etwas ungewöhnlicher als „Wo kommst Du her?“ oder „Was bedeutet Dein Name?“, aber grundsätzlich aus der gleichen Kategorie bzw. aus der Unterkategorie „Aufgrund Deiner (angenommenen) Herkunft bist Du Expertin für das Dir zugeschriebene Herkunftsland und musst mir jetzt alle Fragen beantworten, die ich so zu dem Land habe“. Also alles normal und wie immer die Frage, wie reagiere ich. Natürlich lässt sich an jede diese Fragen eine kleine Bildungsveranstaltung entweder zu „Indien“ oder zu „Rassismusreproduktionen“ anschließen. Aber auf ersteres habe ich keine Lust und bin auch keine Expertin dafür und zweiteres ist nicht nur anstrengend sondern auch noch meine Lohntätigkeit, die will ich nicht noch nach dem Sport (und unentgeltlich) machen. Da will ich einfach nett zusammensitzen und meinetwegen über das Wetter reden.

Alles normal und nicht weiter berichtenswert. Berichtenswert sind zwei Reaktionen von Anwesenden. Eine_r hat mit dafür gesorgt, dass das Thema wechselt (mich gefragt, ob ich was probieren will oder so). War gut. Und die Trainerin hat mich beim nächsten Training gefragt, ob sie intervenieren soll, eine allgemeine Ansage zum Umgang miteinander machen soll oder so. Danke an beide. Die Reaktionen sind nicht nur wichtig, weil sie solche Gespräche potentiell verhindern können (und mir ermöglichen, einfach eine nette Zeit zu haben) sondern auch weil sie mir zeigen, dass andere merken, was gerade passiert und mich unterstützen.

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