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Zum Gay Girl Hoax gibt es bei Philibuster eine gute Analyse.
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"Mit seiner tiefen Stimme übertönt Chamberlin Wandji vom Afrikarat Brandenburg die Parolen des Demonstranten. Es sei absehbar gewesen, dass der Staat mit den Flüchtlingen nicht ernsthaft verhandeln werde, sagt er. Die deutschen Unterstützer des Protests, die momentan die Essensversorgung im Heim organisieren, hätten aber auf dem Gespräch bestanden. Es gab Streit, am Ende setzten sich die Unterstützer durch.
Wandji findet, die Flüchtlinge müssten sich auch gegen Bevormundung durch Unterstützer wehren: "Wir müssen den Protest selber führen." Das sei schwer, wenn man die Landessprache nicht beherrsche. Aber schuld daran sei die Ausgrenzung durch die Behörden. "Da müssen die eben dem schlechten Deutsch zuhören." "
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"Hat der Deutsche Fußball-Bund etwa Weisung gegeben, die Imagekampagne vom attraktiven, heterosexuellen Fußballmädel nicht zu überdrehen? Lebhaftes Interesse an einer Feminisierung des Frauenfußballs hat der Verband ja zweifellos, allein schon, um das männliche Publikum zu gewinnen. Zu weit durften es die Kickerinnen aber offenbar nicht treiben."
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"Der Charakter der Kolumne hat sich verändert, Frau Gümüsays Blick ist weniger analysierend und bewertend, sie besinnt sich stärker auf ihre offenkundige Fähigkeit zur dichten Beschreibung. Auf diese Weise wird dem Leser die Wahrnehmung einer Frau mit Kopftuch sensibel und anschaulich vermittelt"
Warum soll die Frau mit Kopftuch nicht analysieren und werten?
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Ich stimme mit Heller vollkommen darüber ein, dass wir unsere Daten nicht (vollständig) kontrollieren können. Dinge, die in die Welt gesetzt wurden, entwickeln ihr Eigenleben, das nicht mehr völlig kontrolliert werden kann (das hat schon Dürrenmatt in Die Physiker beschrieben). Mit dieser Unmöglichkeit der Kontrolle müssen wir uns auseinandersetzen und nicht verzweifelt versuchen, die Kontrolle wieder völlig herzustellen. So weit kann ich folgen.
Aber die Beiträge Hellers in der Freitags-Diskussion wirken auf mich dann doch zu platt. Ich bekomme den Eindruck, dass es nur völlige Kontrolle oder gar keine Kontrolle geben kann (und letzteres die 'Wahrheit' ist). Das ist mir zu dichotom. Ja, ich kann nicht alles kontrollieren, aber ich finde schon, dass ich verantwortlich mit Daten umgehen sollte (siehe auch mein Beitrag zu Sozialen Medien und Berichterstattung) - was auch Heller macht, wenn er die Treffen mit Leuten nicht ohne deren Einwilligung veröffentlicht. Ich kann nicht verhindern, dass Daten/Informationen aus meiner Kontrolle geraten, aber ich kann die Wahrscheinlichkeit beeinflussen mit der dies geschieht. Auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit kann das Ereignis eintreten und das muss ich wissen, aber trotzdem kann das absichtsvolle Herbeiführen einer geringen Wahrscheinlichkeit des 'Kontrollverlusts' einen (unsicheren aber wahrscheinlichen) Schutz bieten. Und das ist wichtig, wenn mir oder anderen durch die Daten/Informationen Verletzungen drohen.
Zu argumentieren (und so verstehe ich Heller in der Freitags-Diskussion), dass sowieso alles herauskommt und die Offenheit auch die beste Grundlage für eine Gesellschaft ist, ignoriert für mich die real existierenden Machtverhältnisse in der Gesellschaft. Für manche ist es gefährlicher als für andere, wenn Privates öffentlicht wird (das hängt von verschiedensten Faktoren ab). Ich glaube auch nicht, dass Outings von 'Homosexuellen' die Toleranz gegenüber 'ihnen' vergrößert haben. Mehr geselleschaftliche Anerkennung ist über Kämpfe um Anerkennung gekommen und nicht einfach durch Outings. Outings können für Einzelne nach wie vor auch gefährlich werden. Ausserdem ist es Menschen unterschiedlich möglich, Informationen über sich selbst zu schützen (je reicher und mächtiger, um so besser lassen sich Daten schützen). Ich glaube daher nicht dran, dass durch Offenheit im Netz eine egalitäre Welt geschaffen werden kann.
In Hellers Aussagen hat mir eine Reflexion dieser Machtverhältnisse und der Konsequenzen für die Post-Privacy-Debatte gefehlt und deshalb stimme ich Gümüsay auch völlig zu, wenn sie sagt:
"Herr Heller, ich finde, dass Ihre Perspektive die eines Menschen ist, der vielen Normen entspricht. Aus der Position von jemandem, der eine Minderheitenrolle einnimmt, sehe ich viele Gefahren in Ihrer Idee der „Post-Privacy“. Ich fürchte, dass die Ausgegrenzten noch stärker ausgegrenzt werden. Die ganze Post- Privacy-Debatte ist sehr weiß, männlich und akademisch."
Und an den Freitag muss die Frage gestellt werden, warum werden ein Vertreter von Post-Privacy und eine 'Kopftuchträgerin' für diese Diskussion zusammen gebracht? Welche Annahmen stecken hinter dieser Zusammenstellung von Diskutant_innen?
Dank an katunia für die Diskussion zum Artikel.
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Irgendjemand aus dem Haus informiert die Ausländerbehörde, dass Ausländer im Haus wohnen (folgt damit womöglich Körtings Aufruf vom letzten November). Bedrohlich, gefährlich. Für den Süd/Ausländer. Als dann tatsächlich die Polizei vor der Tür steht. Einfach so.
Beim Arzt dolmetscht der Süd/Ausländer für seinen Freund. Der Arzt kümmert sich kaum um den Patienten, aber ausführlichst um den Süd/Ausländer, drängt sich sexualisiert auf, wird übergriffig. Die Süd/Ausländer müssen die Praxis wechseln.
Alltägliche Vorkomnisse. Mal kleiner, mal größer. Immer aus der selbstsicheren Position der fraglos Dazugehörenden. Immer gefährlich, verunsichernd für die zu Süd/Ausländern Gemachten.
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und schreibt dazu:
"Ich hab bei Kaisers im Auerberg in Bonn ein unglaubliches Plakat entdeckt. Darauf wird am Eingang dargelegt, dass es wegen sonstigen Sicherungsvorkehrungen sinnlos wäre, das Geschäft zu überfallen. Da sich Kaisers oder das beauftragte Sicherheitsunternehmen Vollmergruppe aber anscheinend unsicher waren, ob sie damit die von ihnen ausgemachte, potentielle Zielgruppe überhaupt erreichen, steht das ganze dann noch mal in vier weiteren Sprachen da; meinem laienhaften Verständnis nach Polnisch, Russisch, Rumänisch und Türkisch. Vorausgesetzt scheint also, dass mögliche Räuber_innen wohl eher nicht (fliessend) Deutsch sprechen. Wie die Auswahl der Sprachen zustande kommt, wäre interessant zu erfahren; ob da irgendwelche dubiosen Statistiken herangezogen werden oder ob diese eher einem rassistischen "Bauchgefühl" oder "Allgemeinwissen" entspricht, welche "Verbrechersprachen" da nun noch stehen sollten, damit das ganze Plakat auch Sinn macht. Es sind ja nun mal nicht die gängigen weltweiten Verkehrssprachen, Englisch, Französich, Spanisch, oder so. Darüber hinaus bezweifle ich, dass irgendwo in dem Geschäft auch noch irgendetwas anderes netterweise in andere Sprachen übersetzt steht: "heute im Angebot: Erdbeeren aus der Region" oder "die Leergutannahme befindet sich im hinteren Teil des Ladens"."
Auf ihre Rundmail hat sie erfahren, dass mindestens eine weitere Kaisers-Fililale in Bonn ein solches Plakat aufgehäng hat und das es auch bei Aldi Nord in Leipzig ähnliche Plakate gibt.
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Foto: © Anke Illing

