Sie fand dann auch noch ein Werbeprospekt, in dem der Käse zur WM angepriesen wurde und mitgeteilt wurde, dass für jeden Laib Käse 2,-€ für 'Afrika' seien. Die Gewürze waren nicht genauer bezeichnet. Handschriftlich hatten sie vom Laden schon drauf geschrieben: 'So ein Scheiß'.
Und dann erzählte sie mir auch noch, dass ihnen eine Vodoo-Gewürzmischung oder so angeboten worden war.
Nachtrag 13.06.10: Das European ist nicht mehr da, aber das Original auch nicht mehr:

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"Die patriarchalen Strukturen der Roma mögen uns nicht gefallen. Auch "Zigeunerkriminalität" gibt es zweifellos."
Wer ist uns? Was für patriarchale Strukturen haben alle Roma? Was soll Zigeunerkriminalität sein (jenseits des rassistischen Bildes)?
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"gegenüber dem üblichen Rassismus hat die Islamophobie einen Vorteil: Sie lässt sich als Engagement für Demokratie und Emanzipation tarnen."
Das glaube ich unterscheidet diesen Rassismus nicht wirklich von anderen. Rassismen zeichnen sich dadurch aus, dass sie gesellschaftlich anerkannt sind (zumindest wenn mensch folgender Rassismusdefinition folgt). Wo ich Akyol aber zustimme, ist dass gerade vorallem der antimuslimische Rassismus allgemein konsensfähig ist, während andere Formen des Rassismus, vorallem jene, die sich offensichtlich auf Biologie beziehen, weniger offen ausgesprochen werden dürfen.
Wenn Akyol aber später im Artikel von "Fremdenhass" spricht und die Vertreter_innen von antimuslimischen Rassismus als Leute abtut, die "nicht denken", dann verharmlost sie diesen Rassimus und das dahinter tatsächlich Gedankengebäude und Legitimierungen stehen.
"Denn die Islamfeindlichkeit ist nicht nur in den extremen Rechten verbreitet, sondern in größeren Teilen der Gesellschaft", sagt Häusler. "
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Wer mit solchen Vorfällen in Prenzelberg nicht rechnet, beschäftigt sich ganz offensichtlich nicht mit rassistischen Übergriffen in Berlin. Im Prenzelberg passiert immer wieder etwas. Kein sicherer Raum, wennn mensch nicht dominanzdeutsch aussieht.
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In einem weiteren taz-Artikel verbindet Martina Schwikowski Homophobie in Afrika mit dem Islam:
"In Nigeria und auch anderen Ländern, in denen die islamische Scharia-Gesetzgebung angewandt wird, sind Frauen und Männer wegen Homosexualität zu Tode gesteinigt worden. Die Polizei in Uganda etwa verhaftet Menschen, die im Verdacht stehen, schwul oder lesbisch zu sein. "
Uganda allerdings ist ein überwiegend christliches Land.
Schiwkowski beendet ihren Artikel mit einer Aussage zu Südafrika, wo es keine gesetzliche Kriminalisierung gibt:
""Ich habe zwar mehr Frieden und Freiheit hier, aber das Stigma ist vorhanden und ich muss in der Öffentlichkeit aufpassen", sagt die Uganderin. So hält sie sich eben dabei zurück, ihre Freundin auf der Straße zu küssen. "Auch Südafrika ist kein Rosenbett.""
Das gleiche liesse sich natürlich auch für weite Teile Deutschlands sagen.
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"Gerade deshalb würde Ramadan lieber einen Lehrer namens Hans Meier als immer nur Gangster [spielen]."
Das Gespräch ist leider nicht online.
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Solche Studien geben weniger Auskunft über die Befragten und mehr über jene, die die Studien verantworten. Da wäre hier eine Frage, warum haben sie kein Interesse an Rassismuserfahrungen?
Nachtrag: Der taz-Artikel lädt offensichtlich zu (anti-muslimisch) rassistischen Kommentaren ein.
Nachtrag 07.06.10: Auch Christian Pfeiffer hat eine Studie gemacht, bei der vermutlich das hinten rauskommt, was vorne reingesteckt wurde (siehe taz): Er kann nun statistisch gestützt behaupten, dass männliche Muslime besonders gewalttätig sind.
Pfeiffer ist übrigens der, der Rechtsextremismus im Osten Deutschland mit dem kollektiven Töpfchengehen in DDR-Kitas in Verbindung bringt. Ein großer Wissenschaftler.
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"Die Islamkonferenz will zudem eine Studie in Auftrag geben, die beleuchten soll, welche Rolle der Islam bei der Vorstellung von Geschlechterrollen spielt, oder ob diese nicht eher kulturell oder schichtspezifisch geprägt sind. Zudem will die Islamkonferenz eine gemeinsame Grenze zwischen Islam und Islamismus ziehen."
Eine der neuen Teilnehmerinnen plädiert für einen Mittelweg:
"Die Theologin Hamideh Mohagheghi, die aus dem Iran stammt und als unabhängige Muslima an der Islamkonferenz teilnimmt, warnte davor, soziale Probleme entweder religiös zu überfrachten oder zu behaupten, sie hätten nichts mit der Religion zu tun: "Wir müssen einen Mittelweg finden.""
Das lässt sich so erstmal unterschreiben. Fraglich aber, ob die Islamkonferenz der richtige Weg dafür ist.
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Foto: © Anke Illing

