Montag, 4. Januar 2010
Illegalisierte als Arbeitsmarktpuffer
Illegalisierte Arbeitskräfte spielen eine wichtige Rolle in den EU-Ländern. Wenn viele Arbeitskräfte gebraucht werden, können sie Lücken füllen und dabei gut ausgebeutet werden, da sie ihre Rechte nicht einklagen können. Wenn Arbeitskräfte mit vollen Rechten Stellen brauchen, kann man den Illegalisierten problemlos ihre Arbeit wegnehmen, da sie keine Rechte einklagen können: Die taz berichtet über die Situation von Erntefhelfer_innen in Spanien.

Nachtrag 09.01.10: In Italien wehren sich Erntehelfer_innen aus Afrika gewalttätig gegen rassistische Ausgrenzung und Gewalt wie die taz berichtet.

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Sonntag, 3. Januar 2010
Menschen sterben aus
In Argentinien hat wie die taz berichtet, ein schwules Paar gegen viel Widerstand die eigene Hochzeit durchgesetzt. Aus der Kirche kommt weiterhin Widerstand:

"Der katholische Bischof der südlichen Stadt Río de Gallegos, Juan Carlos Romanín, äußerte seine Sorge. Die Eheschließung könne sich als ein Angriff auf das Fortleben der menschlichen Spezies herausstellen."

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Wissen über Rassismus
Die Fußballspielerin Famire Lira Bajramaj spricht im taz-Interview über Rassismuserfahrungen:

"Hören Sie, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass zum Beispiel gegen Rassismus oft nur flinke Beine helfen. Aber ich habe eben auch gelernt, was es heißt, gegen Rollenbilder und Stereotypen anzutreten."

und

"Natürlich bin ich mit rassistischen Sprüchen groß geworden: "Du Zigeunerin", "Geh zurück dorthin, wo du herkommst", das habe ich früher täglich gehört."

Sie spricht davon, wie sie mit Fußballspielen Anerkennung erreichen konnte. Wehrt sich dagegen, dass Fußballspielen und Muslimasein als Gegensatz aufgebaut wird. Präsentiert sich selbstbewusst und kontert gut.

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Samstag, 26. Dezember 2009
Frankreich: Gesichtverdeckungsverbot
Wie die taz berichtet, plant Frankreich ein neues antimuslimisches Gesetz, dass ganz allgemein daherkommen soll und auch als Vermummungsverbotbei Demonstrationen genutzt werden kann:

"Auf Wunsch der Regierung soll das französische Parlament bei der Verabschiedung eines Verbots tunlichst den Eindruck vermeiden, dass es sich da um eine einseitige Repressionsmaßnahme gegen den Islam handle. Das hätte unweigerlich Beschwerden über Einschränkungen der Religionsfreiheit beim Europäischen Menschenrechtsgericht zur Folge. Daher wird der Gesetzestext sehr allgemein und ohne jeden religiösen Bezug verfasst. Er soll der Bevölkerung generell verbieten, das Gesicht in der Öffentlichkeit völlig zu verdecken, außer beim Karneval oder als Schutz bei extremen klimatischen Situationen. "

Nachtrag 25.01.10: Eine taz-Glosse zu einem diskutierten Burkaverbot in Dänemark: Fantasieproblem

Nachtrag 30.01.10: Mehr zum geplanten Burka-Verbot in Frankreich in der taz.

Lale Akgün fordert laut taz ein Burka-Verbot auch für Deutschland.

Nachtrag 03.04.10: Belgien hat ein Burka-Verbot erlassen (siehe taz). Ach, wäre das doch ein Aprilscherz.

Nachtrag 27.04.10: Laut taz will Sarkozy schnell ein Burkaverbot in Frankreich.

Nachtrag 09.05.10: In Australien dient laut taz ein Raubüberfall in Burka jetzt als Begründung für ein Burkaverbot.

Nachtrag 21.05.10: Laut taz:

"billigte der Ministerrat eine Gesetzesvorlage für ein Burka-Verbot. Zuvor hatte das oberste Verwaltungsgericht festgestellt, dass keine ausreichende rechtliche Grundlage für ein totales Verbot bestehe. Zudem verstoße dieses gegen die Verfassung."

Nachtrag 19.06.10: Laut taz wird auch in Katalonien über ein Burka-Verbot diskutiert.

Nachtrag 27.06.10: Laut taz nun auch ganz Spanien.

Nachtrag 20.07.10: Mehr zum Burka-Verbot in Frankreich in der taz.

Nachtrag 09.04.11: Die taz berichtet: Sarkozy startet neue Antiislamkampagne.

Nachtrag 11.04.11: tagesschau.de berichtet zum inkraftgetretenen Burkaverbot in Frankreich:

"Der Nachweis dafür ist schwierig, sagen Polizeivertreter wie Comte. Von dem Gesetz, das gerade mal 2000 Frauen in Frankreich betrifft, hält er nicht viel: "Das Risiko ist, dass dieses Gesetz zusätzliche Spannungen verursacht. Denn die muslimische Bevölkerung könnte das Gefühl haben, stigmatisiert zu werden." Das Verbot könnte die Spannungen zwischen der Polizei und einem Teil der Bevölkerung verstärken. Und das sei ohnehin schon kompliziert."

Muslim könnten das Gefühl haben, stigmatisiert zu werden? Könnten? Sie werden stigmatisiert.

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Mittwoch, 23. Dezember 2009
Sprechende Muslima
Die taz scheint zu glauben, dass Muslima bisher nicht reden konnten: Musliminnen reden jetzt selber. Es geht wohl weniger darum, dass Muslima reden als dass sie versuchen, gehört zu werden. Unter anderem mit:

"Themen wie Zwangsheirat und Gewalt sollten als gesellschaftliche Probleme gesehen und weder "ethnisiert" noch "einer bestimmten Religion zugeschrieben" werden, sagt Kilicarslan. Denn dadurch sei der Blick auf die Ursachen, etwa patriarchalische Erziehung, verstellt. Stattdessen entstehe dann in der Öffentlichkeit das Bild, jede türkische oder muslimische Frau sei zwangsverheiratet und unterdrückt."

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Montag, 21. Dezember 2009
Europa
Unter dem Titel "Zum Kaffetrinken nach Europa" berichtet die taz über das Aufheben der Schengen-Visapflicht für Serbien, Mazedonien und Montenegro.

Wen nicht in Europa, auf welchem Kontinent liegen Serbien, Mazedonien und Montenegro dann?

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Sonntag, 20. Dezember 2009
Muslimischer Feminismus
Lesehinweis: die taz zu muslimischen Feminismus in Deutschland.

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Integration - Französische Version
Wie die taz berichtet, wird auch in Frankreich eine rassistische Integrationsdebatte geführt:

"Familienministerin Nadine Morano hat nichts gegen sie - sofern sie sich an die Spielregeln der Integration halten: "Was ich von einem jungen Muslim erwarte, der die französische Nationalität hat, ist, dass er sein Land liebt, dass er eine Arbeit findet, dass er nicht Verlan (Jargon der Banlieue-Jugend) redet und dass er nicht die Mütze verkehrt trägt.""

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Grenze erhalten
Frankfurt/Oder und Slubice sind nur durch die Oder getrennt. Universitätsgebäude verteilen sich über beide Städte. Studierende und Lehrende überqueren immer wieder die Grenze. Und nicht nur sie. Eine Tramlinie über die Oder wäre dabei komfortabel und würde auch ein Zeichen für ein zusammenwachsendes Slubfurt sein. Viele wollen die Tramlinie, aber eine Bürgerbefragung in Frankfurt hat sich vor drei Jahren dagegen ausgesprochen. Und rassistische Abwehr gibt es wie die taz berichtet immer noch:

"Da kommen Gegenargumente wie ,Polen sind Diebe' ", erzählt Damus. "Eine Straßenbahn mache es ihnen leichter, über die Grenze zu fahren.""

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Samstag, 12. Dezember 2009
Noch deutsche Küche
im S-Bahnhof Friedrichstrasse


Eigentlich wollte ich ja eine Bockwurst essen. Deutschtümelei wollte ich dabei aber dann doch nicht unterstützen und habe mich für andere Küche entschieden.

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Alltagsrassismus
Broschüre der Opferperspektive in Potsdam:

Eigentlich fühle ich mich hier wohl. Alltagsrassismus in Potsdam

(via katunia)

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