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Mittwoch, 10. September 2008
Alibi-Aischa
urmila, 23:40h
Die taz zitiert die österreichische Politikerin Alev Korun mit:
"Ich habe sicher nicht vor, eine Alibi-Aischa zu sein und überall als Migrantin anzutanzen."
Laut taz wird sie "Als erste Migrantin ... im österreichischen Parlament sitzen". Die Frage ist, was die taz dabei genau als 'Migrantin' versteht. Aber erschreckend ist es schon, dass sie die erste sein wird. Und ein anderer Teil des taz-Artikels lässt mich auch zweifeln, ob sie nicht doch als eine "Alibi-Aischa" aufgestellt wurde:
"Vorigen Sonntag setzte sie sich auf dem Grünen-Bundeskongress gegen eine Feministin aus Kamerun durch. "
Gab es nur einen Listenplatz auf dem 'Migrantinnen' kandidieren konnten? Ging nur die eine oder die andere? Wären zwei zu viel?
"Ich habe sicher nicht vor, eine Alibi-Aischa zu sein und überall als Migrantin anzutanzen."
Laut taz wird sie "Als erste Migrantin ... im österreichischen Parlament sitzen". Die Frage ist, was die taz dabei genau als 'Migrantin' versteht. Aber erschreckend ist es schon, dass sie die erste sein wird. Und ein anderer Teil des taz-Artikels lässt mich auch zweifeln, ob sie nicht doch als eine "Alibi-Aischa" aufgestellt wurde:
"Vorigen Sonntag setzte sie sich auf dem Grünen-Bundeskongress gegen eine Feministin aus Kamerun durch. "
Gab es nur einen Listenplatz auf dem 'Migrantinnen' kandidieren konnten? Ging nur die eine oder die andere? Wären zwei zu viel?
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Kanzlerkandidat
urmila, 02:06h
Nur so zur Erinnerung: Der designierte SPD-Kanzlerkandidat hat dafür gesorgt, dass Murat Kurnaz unschuldig in Guantánamo eingesperrt war und ist sich keiner Fehler bewusst.
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Dienstag, 9. September 2008
Mal wieder das Kopftuch
urmila, 22:09h
Die Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung hat eine Broschüre unter dem Titel Mit Kopftuch außen vor? (als pdf) herausgegeben. Darin geht es um Diskriminierungserfahrungen von Frauen, die Kopftuch tragen. Unter anderem auch aufgrund des Berliner Neutralitätsgesetztes.
Um diese Broschüre ist nun ein Streit ausgebrochen (die taz berichtet). 'Frauenrechtlerinnen' sehen in der Broschüre eine Unterstützung eines diskriminierenden Kopftuchzwangs. In ihrem Kampf gegen das Kopftuch scheint es ihnen nicht weiter wichtig, den Diskriminierungen, die kopftuchtragende Frauen erleiden, entgegen zu treten:
"Kritikerin Seyran Ates sieht das anders. Niemand bestreite die Diskriminierungserfahrungen von Kopftuchträgerinnen, sagte die Anwältin gegenüber der taz: "Das ist ein altes Thema.""
Frauenrechte gelten wohl nur für bestimmte Frauen.
Um diese Broschüre ist nun ein Streit ausgebrochen (die taz berichtet). 'Frauenrechtlerinnen' sehen in der Broschüre eine Unterstützung eines diskriminierenden Kopftuchzwangs. In ihrem Kampf gegen das Kopftuch scheint es ihnen nicht weiter wichtig, den Diskriminierungen, die kopftuchtragende Frauen erleiden, entgegen zu treten:
"Kritikerin Seyran Ates sieht das anders. Niemand bestreite die Diskriminierungserfahrungen von Kopftuchträgerinnen, sagte die Anwältin gegenüber der taz: "Das ist ein altes Thema.""
Frauenrechte gelten wohl nur für bestimmte Frauen.
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Rassismus ist das Thema
urmila, 21:56h
Das Deutsche Institut für Menschenrechte spricht sich gegen die Verwendung des Begriffes "Rasse" in deutschen Rechtsvorschriften aus. Die taz berichtet:
"Künftig soll jedoch ganz auf den gefährlichen Begriff verzichtet werden, fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte. Denn die Gesetzessprache habe Vorbildfunktion und wirke auf das Bewusstsein der Menschen ein. Im Gleichbehandlungsgesetz soll es künftig zum Beispiel heißen: "Ziel des Gesetzes ist es, rassistische Benachteiligungen […] zu verhindern." Und für englischsprachige internationale Verträge schlägt Cremer die Formulierung vor: "without discrimination based on racism"."
Da geht es um mehr als ein Wort. Der Wechsel von "Niemand darf wegen […] seiner Rasse […] benachteiligt oder bevorzugt werden." zu "rassistische Benachteiligungen […] zu verhindern" ist ein fundamentaler. Es ist der Wechsel von der Unterstellung einer bestimmten Eigenheit des Menschen (Zugehörigkeit zu einer 'Rasse') zu einer zu verurteilenden Handlung (Rassismus). Damit ist der Vorschlag auch viel weitgehender als der wohl in Skandinavien übliche Wechsel von 'Rasse' zu 'Ethnie' (das scheint tatsächlich nur ein Wortwechsel zu sein, der damit die Idee von 'Rasse' weiter transportiert).
Siehe dazu auch den taz-Kommentar.
"Künftig soll jedoch ganz auf den gefährlichen Begriff verzichtet werden, fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte. Denn die Gesetzessprache habe Vorbildfunktion und wirke auf das Bewusstsein der Menschen ein. Im Gleichbehandlungsgesetz soll es künftig zum Beispiel heißen: "Ziel des Gesetzes ist es, rassistische Benachteiligungen […] zu verhindern." Und für englischsprachige internationale Verträge schlägt Cremer die Formulierung vor: "without discrimination based on racism"."
Da geht es um mehr als ein Wort. Der Wechsel von "Niemand darf wegen […] seiner Rasse […] benachteiligt oder bevorzugt werden." zu "rassistische Benachteiligungen […] zu verhindern" ist ein fundamentaler. Es ist der Wechsel von der Unterstellung einer bestimmten Eigenheit des Menschen (Zugehörigkeit zu einer 'Rasse') zu einer zu verurteilenden Handlung (Rassismus). Damit ist der Vorschlag auch viel weitgehender als der wohl in Skandinavien übliche Wechsel von 'Rasse' zu 'Ethnie' (das scheint tatsächlich nur ein Wortwechsel zu sein, der damit die Idee von 'Rasse' weiter transportiert).
Siehe dazu auch den taz-Kommentar.
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Dienstag, 9. September 2008
Mitte der Gesellschaft
urmila, 01:40h
In Brandenburg kandidiert ein Mann, der 1999 einen Asylbewerber zu Tode gehetzt hat und dafür im Gefängnis sass, für die NPD. Nicht alle sind entsetzt, aber einige doch. In der taz sagt der Politologe Jürgen Dittberner:
"Indem die NPD zu ihrem Kandidaten Bode steht, zeigt sie endlich allen ihr wahres Gesicht. Sie sind Gesinnungstäter, ausländerfeindlich und werden, anders als sie propagieren, nie in der Mitte der Gesellschaft ankommen."
Werden sie nicht? Tun sie das nicht gerade? Wie kommt Dittberner zu dem Schluß?
"Indem die NPD zu ihrem Kandidaten Bode steht, zeigt sie endlich allen ihr wahres Gesicht. Sie sind Gesinnungstäter, ausländerfeindlich und werden, anders als sie propagieren, nie in der Mitte der Gesellschaft ankommen."
Werden sie nicht? Tun sie das nicht gerade? Wie kommt Dittberner zu dem Schluß?
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Samstag, 6. September 2008
Renitente Ausländer
urmila, 00:12h
müssen in der Schweiz in Beugehaft wie die NZZ berichtet.
Immerhin darf aber eine peruanische Staatsbürgerin mit ihrem Sohn, der die Schweizer Staatsbürgerschaft hat, in der Schweiz bleiben, obwohl ihr Ehemann gestorben ist, bevor sie drei Jahre verheiratet waren. (Auch in der NZZ, aber da nicht online zu finden. - Urteil C-567/2006 vom 22.7.2008. Noch nicht rechtskräftig.)
Immerhin darf aber eine peruanische Staatsbürgerin mit ihrem Sohn, der die Schweizer Staatsbürgerschaft hat, in der Schweiz bleiben, obwohl ihr Ehemann gestorben ist, bevor sie drei Jahre verheiratet waren. (Auch in der NZZ, aber da nicht online zu finden. - Urteil C-567/2006 vom 22.7.2008. Noch nicht rechtskräftig.)
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Ausländergesetz in der Schweiz
urmila, 00:08h
Die NZZ berichtet über Migrationsrechtliche Probleme nach den neuen Erlassen.
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Sonntag, 31. August 2008
Klassen-Disziplin
urmila, 15:50h
Die NZZ am Sonntag berichtet, dass die Schweizer Bahnen wieder mehr "Klassen-Disziplin" herstellen wollen. In überfüllten Zügen sollen 1. Klasse-Fahrer_innen nicht mehr von in den Gängen stehenden und auf Treppen sitzenden 2.-Klässler_innen in ihrem Wohlbefinden gestört werden. Recht so: Wer Geld hat, soll vor denen geschützt werden, die weniger haben.
Mehr dazu auch in dem Tagesanzeiger.
Mehr dazu auch in dem Tagesanzeiger.
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Sonntag, 31. August 2008
Keine Chance
urmila, 01:00h

Selbst wenn ich Salwar Kamiz trage, habe ich keine Chance. Ich bleibe die Fremde. Alle fragen mich, ob mir das Essen zu scharf ist. Sie sind ganz überrascht, dass ich mit den Fingern essen kann. Fragen mich, woher ich von dem Fest erfahren habe. Als Inderin gehe ich einfach nicht durch. Dabei sind andere auch so hell wie ich, oder so groß.
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Freitag, 29. August 2008
Alles italienisch
urmila, 22:25h

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Essen in Zürich
urmila, 17:09h

... rassig gewürzte Pouletbrust gab es auch.
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Foto: © Anke Illing

