Samstag, 9. Juni 2007
Zungenbrecher
Gerade lief auf dem Deutschlandfunk ein Bericht über die Aussprachedatenbank der ARD. In dem Bericht ging es um Zungenbrecher, um Namen, die keiner aussprechen könne.

Meinen sie damit Namen wie Angela Merkel, mit dessen deutscher Aussprache sich die meisten Menschen auf dieser Welt schwierig tun?

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Mal wieder
Immer mal wieder kritisieren internationale Organisationen fehlende Menschenrechte in Deutschland. Diesmal berichtet die taz:

"Der Sonderermittler des Europarats, Dick Marty, hat die Bundesregierung im Fall Khaled El Masri heftig kritisiert. ... Es gebe nur einen Grund, warum die verantwortlichen Regierungen dies nicht auch herausbekommen hätten, so Marty: "Sie sind nicht daran interessiert, dass die Wahrheit ans Licht kommt.""

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Freitag, 8. Juni 2007
Gefahr
Die taz fragt Lügt Kavala? Ungedeckte Schuldzuweisungen und eigenwillige Meldungen lassen Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Polizeisondereinheit aufkommen. tagesschau.de bietet eine Reportage aus der Gefangenensammelstelle Rostock: Zwanzig in einem Käfig, 24 Stunden Licht und ein Video zu den Jagdszenen des Greenpeace-Bootes auf der Ostsee.

Offizielle Stellen und die meisten Medien stilisieren die G8-Proteste als (zumindest latent) gewalttätig (katunia und annabexis haben dazu gebloggt) und legitimieren damit eine Einschränkung der Grundrechte der Protestierenden (u.a. Demonstrationsverbote, Körperverletzung durch Polizeieinsätze, Vorenthalten von Rechtsbeistand).

Das erinnert mich an andere 'Sicherheitsdiskurse', die wir gerade erleben: islamistische Terroristen, Illegale, Schläfer, Zwangsheiraten, Kopftuch, Wrangelstrasse, etc. All diese werden auch zur Legitimation der Einschränkung von Grundrechten und der immer größeren Überwachung der Bevölkerung genommen.

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Rassistischer Alltag
In Dresden, in Berlin und in ganz Deutschland.

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Verschärfung
Die taz berichtet über die überraschende Diskussionen über ein Punktesystem für Zuwanderung (also: bestimmte ZuwanderInnen werden als ökonomisch nützlich definiert und dürfen dann einreisen, alle anderen dürfen nach wie vor nicht kommen). Der Artikel schließt mit:

"Erst einmal werden neue Mauern errichtet. Nächste Woche will Schäuble zahlreiche Änderungen beschließen lassen, die der grüne Migrationspolitiker Josef Winkler als "schärfste Verschärfung seit Jahren" geißelt. Die Einbürgerung von jungen Migranten, die schon hier leben, wird erschwert. Sie bekommen den Pass nur noch, wenn sie über Einkommen verfügen. "Das erschwert die Integration", so Winkler. Ausländische Ehepartner, die meistens aus der Türkei kommen, müssen künftig Deutsch lernen, bevor sie einreisen dürfen. Diese Vorschrift gilt freilich nicht für alle. Ehepartner aus den USA und Japan dürfen nämlich durchaus kommen, wenn sie noch nicht Deutsch sprechen. Winkler spricht deshalb von einer "Antitürkeiklausel".

Die Bilanz der großen Koalition dürfte die Experten bald ernüchtern: Über Erleichterungen denkt sie nach. Beschlossen werden neue Hürden."

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Donnerstag, 7. Juni 2007
Norsk - Fotball
Heute war ich Fußballspielen. Das hat trotz mangelnder Norwegischkenntnisse gut geklappt, da die Regeln international doch sehr stark normiert sind. Allerdings sollte ich Zurufe wie "hinter dir" oder "hier rüber doch lernen, dass befördert sicher das Zusammenspiel. Überhaupt wird mir das Fußballspielen vermutlich eine der wenigen Gelegenheiten geben, viel Norwegisch zu hören und es vielleicht auch ein bisschen mehr zu verstehen. Die SpielerInnen sprechen bei den Absprachen selbstverständlich Norwegisch miteinander (und erklären mir zwischendurch mal was in Englisch). Und freundlich aufgenommen, haben sie mich auch.

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Mittwoch, 6. Juni 2007
Medienbedürfnisse von MigrantInnen
Der SWR berichtet:

"Die Ergebnisse der Studie "Migranten und Medien 2007" von ARD und ZDF zur Mediennutzung von Ausländern in Deutschland wurden in Mainz ... vorgestellt. Die Studie soll helfen, die Medienbedürfnisse von Migranten besser zu verstehen und die Basis für neue Initiativen in den Medien bilden. Langfristiges Ziel ist eine bessere Integration."

Ein Medienbedürfniss wäre es vielleicht, nicht als Ausländer(In) bezeichnet (und damit ausgegrenzt) zu werden.

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Skandal
Hilal Szegin analysiert in der taz einen islamophoben Artikel in der FAZ. Lesenswert.

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Montag, 4. Juni 2007
Entdecken
" Im Amazonasgebiet ist ein Indianerstamm entdeckt worden, der bislang keinen Kontakt mit dem Rest der Gesellschaft hatte. .... Zwei Stammesmitglieder seien in der vergangenen Woche in einem Kayapo-Dorf aufgetaucht." berichtet die taz.

Wer hat da wen entdeckt?

Nachtrag: Die norwegischen Medien scheinen ähnliche koloniale Begriffe in der Berichterstattung zu benutzen, wie antropologi.info kommentiert.

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Nicht zuständig
"Vor etwas mehr als einer Woche weigerte sich ein maltesisches Fischerschiff, 27 afrikanische Flüchtlinge aufzunehmen, deren Boot untergegangen war. Die Betroffenen überlebten nur, indem sie sich auf das Schleppnetz der Malteser retteten und sich daran festklammerten. Drei Tage trieben sie auf dem Wasser, während Malta und Libyen darüber stritten, wer denn nun zuständig sei. Letztendlich zeigte ein italienisches Schiff Erbarmen und nahm die 27 an Bord.

... Für die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl zeigen diese Fälle "die zunehmende Entmenschlichung der EU-Politik". "


berichtet die taz.

Nachtrag 12.06.07: Deutschland lehnt EU-Lastenteilung ab. Damit bleibt der schwarze Peter der tödlichen EU-Politik bei Malta.

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Sonntag, 3. Juni 2007
Behinderungen
Gerade auf Radio Eins: "wegen der Sternfahrt ist im ganzen Stadtgebiet mit Behinderungen zu rechnen".

Die Sternfahrt ist so ziemlich der einzige Zeitpunkt, zu dem ich im ganzen Stadtgebiet auf fast keine Behinderungen stoße. Manche AutofahrerInnen kapieren es zwar nicht und versuchen partout in die Demo rein zu fahren. Die sind dann schon Behinderungen. Aber ansonsten komme ich mit dem Rad richtig gut voran, werde nicht ständig behindert, geschnitten, gefährdet, angemacht.

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Samstag, 2. Juni 2007
Freedom of research?
antropologi.info reports about protests from researchers against a research initiative of the British Research Council, which wants to use the researchers in the islamophobic 'fight against terror'.

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