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Mittwoch, 1. März 2006
Die Würde des Menschen
urmila, 17:06h
ist unantastbar. Steht im Grundgesetz. In Deutschland scheinen aber nicht alle, als Menschen zu gelten.
Es gibt mal wieder Kritik von internationaler Seite. Diesmal kritisiert das Anti-Folter-Komitee des Europarats die Haftbedingungen in Abschiebegefängnissen. Auf tagesschau.de ist zu lesen:
"Das "Hamburger Abendblatt" berichtet unter Berufung auf einen vorläufigen Bericht des CPT, dass keine der besuchten deutschen Haftanstalten "über die personelle oder materielle Ausstattung zur Schaffung von Haftbedingungen, wie sie dem rechtlichen Status von Abschiebehäftlingen angemessen" wäre."
Und die taz berlin berichtet über die menschenunwürdigen Lebens- und Wohnbedingungen von AsylbewerberInnen in Brandenburg, unter anderem:
"Die räumliche und soziale Ausgrenzung der Flüchtlinge fördere den Rassismus, heißt es in der Broschüre; die soziale Integration kann umgekehrt als Beitrag zum Abbau von fremdenfeindlichen Einstellungen in der Bevölkerung beitragen.
...
Die Broschüre "UnHEIMliches Brandenburg" kann über den Brandenburger Flüchtlingsrat bestellt werden. Mehr Infos gibt es unter www.fluechtlingsrat-brandenburg.de"
Nachtrag 17.05.06:: Auch das Abschiebegefängnis Grünau in Berlin wurde genauer betrachtet.
Es gibt mal wieder Kritik von internationaler Seite. Diesmal kritisiert das Anti-Folter-Komitee des Europarats die Haftbedingungen in Abschiebegefängnissen. Auf tagesschau.de ist zu lesen:
"Das "Hamburger Abendblatt" berichtet unter Berufung auf einen vorläufigen Bericht des CPT, dass keine der besuchten deutschen Haftanstalten "über die personelle oder materielle Ausstattung zur Schaffung von Haftbedingungen, wie sie dem rechtlichen Status von Abschiebehäftlingen angemessen" wäre."
Und die taz berlin berichtet über die menschenunwürdigen Lebens- und Wohnbedingungen von AsylbewerberInnen in Brandenburg, unter anderem:
"Die räumliche und soziale Ausgrenzung der Flüchtlinge fördere den Rassismus, heißt es in der Broschüre; die soziale Integration kann umgekehrt als Beitrag zum Abbau von fremdenfeindlichen Einstellungen in der Bevölkerung beitragen.
...
Die Broschüre "UnHEIMliches Brandenburg" kann über den Brandenburger Flüchtlingsrat bestellt werden. Mehr Infos gibt es unter www.fluechtlingsrat-brandenburg.de"
Nachtrag 17.05.06:: Auch das Abschiebegefängnis Grünau in Berlin wurde genauer betrachtet.
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Dienstag, 28. Februar 2006
Im Zoo
urmila, 19:20h
Kürzlich war ich blind essen. Eine interessante Erfahrung, wenn frau so gar nichts mehr sieht. Ich bin schon froh, dass ich nicht ständig im Dunkeln bin.
Irritiert hat mich aber vor dem Essen ein Gespräch in der Lounge. Aufgeregt waren die Gäste, ob der ungewöhnlichen Erfahrung, die vor ihnen stand. Besonders interessant schien zu sein, das 'Blinde' bedienen würden. Echte 'Blinde'. Je mehr ich zuhörte, desto mehr hatte ich das Gefühl, sie sprechen von einer exotischen Spezies. Nur dumm, dass sie beim Bedienen nicht bestaunt werden konnten. Es fehlte das Licht.
Irritiert hat mich aber vor dem Essen ein Gespräch in der Lounge. Aufgeregt waren die Gäste, ob der ungewöhnlichen Erfahrung, die vor ihnen stand. Besonders interessant schien zu sein, das 'Blinde' bedienen würden. Echte 'Blinde'. Je mehr ich zuhörte, desto mehr hatte ich das Gefühl, sie sprechen von einer exotischen Spezies. Nur dumm, dass sie beim Bedienen nicht bestaunt werden konnten. Es fehlte das Licht.
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Montag, 27. Februar 2006
Straßenschlachten in Dublin
urmila, 23:02h
Aus Dublin berichtet die taz:
"Eine Parade des protestantischen nordirischen Oranier-Ordens in Dublin endete am Samstag mit Krawallen, bei denen mehr als 40 Menschen verletzt wurden. Der Orden hatte mit der Organisation "Fair" ("Familien handeln für unschuldige Verwandte") zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des nordirischen Terrorismus aufgerufen. Allerdings erkennen Fair und der Orden lediglich Protestanten als Opfer an, beide Organisationen unterhalten enge Verbindungen zu protestantischen Terroristen.
Im Gegensatz zum 'Islam' ist das 'Christentum' eine durch und durch friedliche Relgion. In seinem Namen wird nicht zu Gewalt aufgerufen. Das ist abendländische Tradition.
"Eine Parade des protestantischen nordirischen Oranier-Ordens in Dublin endete am Samstag mit Krawallen, bei denen mehr als 40 Menschen verletzt wurden. Der Orden hatte mit der Organisation "Fair" ("Familien handeln für unschuldige Verwandte") zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des nordirischen Terrorismus aufgerufen. Allerdings erkennen Fair und der Orden lediglich Protestanten als Opfer an, beide Organisationen unterhalten enge Verbindungen zu protestantischen Terroristen.
Im Gegensatz zum 'Islam' ist das 'Christentum' eine durch und durch friedliche Relgion. In seinem Namen wird nicht zu Gewalt aufgerufen. Das ist abendländische Tradition.
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Diskriminierung von Frauen
urmila, 22:46h
Nach Pisa und dem Besuch des UN-Sonderberichterstatter für Bildung Venor Muñoz nun der nächste Schock (zumindest hoffentlich) für Deutschland:
"Der Abstand zwischen dem Verdienst von Frauen und Männern hat sich in Deutschland entgegen dem europäischen Trend weiter vergrößert.", schreibt die taz.
Gut, dass die 'Deutschen' jetzt etwas gegen die Benachteilung von Frauen tun: Muslimtest in Baden-Württemberg, Heraufsetzung des Zuzugsalters für Ehefrauen, etc.
"Der Abstand zwischen dem Verdienst von Frauen und Männern hat sich in Deutschland entgegen dem europäischen Trend weiter vergrößert.", schreibt die taz.
Gut, dass die 'Deutschen' jetzt etwas gegen die Benachteilung von Frauen tun: Muslimtest in Baden-Württemberg, Heraufsetzung des Zuzugsalters für Ehefrauen, etc.
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Sonntag, 26. Februar 2006
Überfremdung
urmila, 15:00h
Sie wollen sich nicht anpassen, nicht 'unsere' Werte und Kultur annehmen. Nein, sie akzeptieren sie noch nicht einmal. Sie wollen 'uns' auch noch ihre Kultur aufstülpen. Meinen, dass 'wir' zu spröde sind. Lassen sich nicht durch 'unseren' Widerstand beeindrucken. Eine Millionen Menschen wollen heute mitten in 'unserer' Stadt für ihre 'rheinische' Kultur demonstrieren. Eine der ihren haben sie sogar in 'unseren' Senat eingeschleust, und die steht auch noch offen dazu, dass sie hier eine neue Kultur einschleusen will.
Nachtrag am Abend: Da wollte ich mir doch noch kurz das jecke Treiben anschauen, bevor ich ins Kino gehe. Aber um 15.30 Uhr war schon nichts mehr zu sehen. Auf dem Festplatz mühte sich lediglich ein lustiger DJ, eine Handvoll bemützte Narren reagierte mal mehr und mal weniger. Die Narren haben Berlin wohl doch noch nicht übernommen.
Nachtrag am Abend: Da wollte ich mir doch noch kurz das jecke Treiben anschauen, bevor ich ins Kino gehe. Aber um 15.30 Uhr war schon nichts mehr zu sehen. Auf dem Festplatz mühte sich lediglich ein lustiger DJ, eine Handvoll bemützte Narren reagierte mal mehr und mal weniger. Die Narren haben Berlin wohl doch noch nicht übernommen.
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Samstag, 25. Februar 2006
Integration
urmila, 00:16h
Geht es um 'MigrantInnen', 'AusländerInnen' oder wie immer diese 'Fremden' unter 'uns' bezeichnet werden sollen, fällt immer wieder das Wort 'Integration'. Es ist in. Die 'Ausländerbeauftragte' heisst schon länger 'Integrationsbeauftragte'. Im Zuwanderungsgesetz und im Staatsbügerschaftsgesetz geht es um 'Integration'. 'Integrationskurse' werden angeboten, zumindest theoretisch. Die Medien und PolitikerInnen fordern 'Integration'. Es wird debattiert, wer dabei wie viel machen muss, warum die 'Integration' gescheitert ist oder auch nicht, etc.
Und ich verstehe mal wieder nicht warum. Warum ist 'Integration' so wichtig? Worum geht es dabei eigentlich? Mal abgesehen davon, dass die meisten die 'Integration' sagen, 'Assimilation' meinen.
Die Menschen, um die es geht, die leben überwiegend schon den größten Teil oder aber ihr ganzes Leben in Deutschland. Damit sind sie hier doch integriert, oder? Sie sind doch Teil des Ganzen? Auch wenn viele das nicht mögen. Auch wenn sie einen viel schlechteren Zugang zu Chancen haben als andere.
Wer Teil einer Gesellschaft ist, ist Teil einer Gesellschaft, oder? Der Unterschied liegt darin, das manche anerkanntermassen dazu gehören und andere nicht. Aber das ist nicht eine Frage der Integration, sondern es geht darum, Ausgrenzungen zu vermeiden.
Ich sehe viele Felder, auf denen Handlungsbedarf besteht, damit alle Menschen, die in Deutschland leben, sich hier auch als zugehörig verstehen können und als Zugehörige akzeptiert werden. Der Begriff 'Integration' hilft mir dabei nicht. Was verstehe ich da wieder nicht?
Und ich verstehe mal wieder nicht warum. Warum ist 'Integration' so wichtig? Worum geht es dabei eigentlich? Mal abgesehen davon, dass die meisten die 'Integration' sagen, 'Assimilation' meinen.
Die Menschen, um die es geht, die leben überwiegend schon den größten Teil oder aber ihr ganzes Leben in Deutschland. Damit sind sie hier doch integriert, oder? Sie sind doch Teil des Ganzen? Auch wenn viele das nicht mögen. Auch wenn sie einen viel schlechteren Zugang zu Chancen haben als andere.
Wer Teil einer Gesellschaft ist, ist Teil einer Gesellschaft, oder? Der Unterschied liegt darin, das manche anerkanntermassen dazu gehören und andere nicht. Aber das ist nicht eine Frage der Integration, sondern es geht darum, Ausgrenzungen zu vermeiden.
Ich sehe viele Felder, auf denen Handlungsbedarf besteht, damit alle Menschen, die in Deutschland leben, sich hier auch als zugehörig verstehen können und als Zugehörige akzeptiert werden. Der Begriff 'Integration' hilft mir dabei nicht. Was verstehe ich da wieder nicht?
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Donnerstag, 23. Februar 2006
Integrieren oder nicht?
urmila, 15:35h
Heute ist Weiberfastnacht! Jetzt geht es los im Rheinland. Alle sind fröhlich, lustig, ...
Auch beim Touché in der taz sind die seltsamen Bräuche der Eingeborenen Thema. Hier klicken um den Cartoon zu sehen:
Ist es notwendig, sich soweit zu integrieren? Geht es auch ohne? Welche Optionen haben, die EinwanderInnen? Muss, wer im Rheinland leben will, auch mitmachen? Darf frau sich der 'Leitkultur' widersetzen?
Das ist wirklich ein 'Integrationstest'. Ein paar Jahre habe ich es ausgehalten. Richtig 'integrieren' konnte ich mich aber nie. So bin ich denn weiter gewandert. Zu dieser Jahreszeit wirklich die richtige Entscheidung. Wie schön ruhig Berlin doch ist.
Auch beim Touché in der taz sind die seltsamen Bräuche der Eingeborenen Thema. Hier klicken um den Cartoon zu sehen:
Ist es notwendig, sich soweit zu integrieren? Geht es auch ohne? Welche Optionen haben, die EinwanderInnen? Muss, wer im Rheinland leben will, auch mitmachen? Darf frau sich der 'Leitkultur' widersetzen?
Das ist wirklich ein 'Integrationstest'. Ein paar Jahre habe ich es ausgehalten. Richtig 'integrieren' konnte ich mich aber nie. So bin ich denn weiter gewandert. Zu dieser Jahreszeit wirklich die richtige Entscheidung. Wie schön ruhig Berlin doch ist.
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Mittwoch, 22. Februar 2006
Menschenrechtsverletzungen in deutschen Schulen
urmila, 19:10h
Der UN-Sonderberichterstatter für Bildung Venor Muñoz hat Deutschland besucht. Seine Aufgabe war es zu erkunden, was im deutschen Schulsystem schief geht, warum SchülerInnen aus sozial benachteiligten Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund weniger Bildungschancen bekommen als andere. Wie Heiner Bielefeldt feststellt, ein erster wichtiger Schritt, um auf die Verletzung er Menschenrechte in deutschen Schulen hinzuweisen. Aber auch ein Schritt, der für viele 'Deutschen' sehr schwer zu verdauen scheint. Dazu Bielefeldt:
"Befremdlich ist allerdings der Tenor vieler Kommentare. Abwehrreflexe gegenüber dem "UN-Bildungsinspekteur", wie Muñoz fälschlich genannt wurde, waren oft unübersehbar. Dass ein "UN-Sheriff", der ausgerechnet aus dem fernen Costa Rica kommt - so die verächtliche Diktion -, allen Ernstes menschenrechtliche Kritik gegenüber Deutschland vorbringen könnte, erschien manchen Leitartiklern geradezu ehrenrührig zu sein."
Manchen scheint der Besuch noch nicht mal berichtenswert zu sein. Auf bild.de findet sich mit den Suchbegriffen 'munoz', 'un' oder 'schule' kein einziger Bericht. Es kann wohl nicht angehen, dass ein Costa Ricaner, also ein 'Unterentwickelter', über 'unser' schönes Deutschland ins Gericht zieht.
"Befremdlich ist allerdings der Tenor vieler Kommentare. Abwehrreflexe gegenüber dem "UN-Bildungsinspekteur", wie Muñoz fälschlich genannt wurde, waren oft unübersehbar. Dass ein "UN-Sheriff", der ausgerechnet aus dem fernen Costa Rica kommt - so die verächtliche Diktion -, allen Ernstes menschenrechtliche Kritik gegenüber Deutschland vorbringen könnte, erschien manchen Leitartiklern geradezu ehrenrührig zu sein."
Manchen scheint der Besuch noch nicht mal berichtenswert zu sein. Auf bild.de findet sich mit den Suchbegriffen 'munoz', 'un' oder 'schule' kein einziger Bericht. Es kann wohl nicht angehen, dass ein Costa Ricaner, also ein 'Unterentwickelter', über 'unser' schönes Deutschland ins Gericht zieht.
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Tal der Wölfe
urmila, 18:56h
Ein neuer Film ist in den deutschen Kinos angelaufen Tal der Wölfe. Wie in der Türkei schon wird er auch hier zum Publikumserfolg.
Aber es regt sich Widerstand. Konservative Politiker fordern sein Verbot, sehen in ihm einen weiteren Grund dafür, dass die Türkei nicht der EU beitreten darf.
Ich habe den Film nicht gesehen. Aber nachdem, was ich über ihn gelesen habe, ist er wohl tatsächlich antisemitisch, gewaltverherrlichend, etc. Nichts, was frau sich anschauen möchte. Nichts, was ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt fördert. Ein Film, der besser nicht in die Kinos gekommen wäre.
Robert Misiks Argumentation in der taz, dass dieser Film viel schlimmer ist als die 'amerikanischen Rambofilme' kann ich so aber nicht teilen. Warum ist es schlimmer einen 'anti-westlichen' Film zu machen als einen 'anti-kommunistischen' oder einen 'anti-islamischen'? Liegt es daran, dass wir durch den dumpfen Rassismus, Anti-Kommunismus, Sexismus, die Islamophobie, etc. in Hollywood-Schinken nicht selber angegriffen werden, dass wir sie für weniger gefährlich halten?
Aber es regt sich Widerstand. Konservative Politiker fordern sein Verbot, sehen in ihm einen weiteren Grund dafür, dass die Türkei nicht der EU beitreten darf.
Ich habe den Film nicht gesehen. Aber nachdem, was ich über ihn gelesen habe, ist er wohl tatsächlich antisemitisch, gewaltverherrlichend, etc. Nichts, was frau sich anschauen möchte. Nichts, was ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt fördert. Ein Film, der besser nicht in die Kinos gekommen wäre.
Robert Misiks Argumentation in der taz, dass dieser Film viel schlimmer ist als die 'amerikanischen Rambofilme' kann ich so aber nicht teilen. Warum ist es schlimmer einen 'anti-westlichen' Film zu machen als einen 'anti-kommunistischen' oder einen 'anti-islamischen'? Liegt es daran, dass wir durch den dumpfen Rassismus, Anti-Kommunismus, Sexismus, die Islamophobie, etc. in Hollywood-Schinken nicht selber angegriffen werden, dass wir sie für weniger gefährlich halten?
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Pressefreiheit
urmila, 18:38h
Bettina Gaus stellt heute in der taz die angebliche Verteidigung der Pressefreiheit gegen die 'Muslime' ironisch auf den Prüfstand:
"Es ist sehr traurig, dass gewaltbereite Muslime derzeit die Pressefreiheit im Westen bedrohen, und es ist sehr schön zu sehen, wie tapfer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland inzwischen für dieses Recht einstehen. Gewiss würde meine Glosse heute gedruckt. Ungeschrieben bleiben künftig Briefe wie jener, der vor einigen Jahren die Chefredaktion der taz erreichte und in dem ein Parteisprecher beredte Klage darüber führte, dass die Parlamentskorrespondentin seine Arbeitgeberin nicht hinreichend würdigte. Niemals mehr wird sich der Vorsitzende einer großen Gewerkschaft telefonisch über die Berichterstattung dieser Zeitung beschweren. Und falls doch, dann bei der Autorin selbst. Nicht bei deren Vorgesetzten.
Kein Journalist muss jemals wieder fürchten, von Reisen oder Gesprächsrunden ausgeschlossen zu werden, weil dem Minister seine politische Richtung nicht passt. Kein Intendantenposten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird unter dem Gesichtspunkt vergeben, ob und welche Parteibücher die Bewerber haben. Kein Großkonzern, kein Wäschegeschäft wird die Vergabe ganzseitiger Anzeigen von der Berichterstattung über seine Arbeitsbedingungen abhängig machen. Nichts von alledem kann jemals wieder passieren, denn die Meinungsfreiheit ist uns jetzt heilig."
"Es ist sehr traurig, dass gewaltbereite Muslime derzeit die Pressefreiheit im Westen bedrohen, und es ist sehr schön zu sehen, wie tapfer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland inzwischen für dieses Recht einstehen. Gewiss würde meine Glosse heute gedruckt. Ungeschrieben bleiben künftig Briefe wie jener, der vor einigen Jahren die Chefredaktion der taz erreichte und in dem ein Parteisprecher beredte Klage darüber führte, dass die Parlamentskorrespondentin seine Arbeitgeberin nicht hinreichend würdigte. Niemals mehr wird sich der Vorsitzende einer großen Gewerkschaft telefonisch über die Berichterstattung dieser Zeitung beschweren. Und falls doch, dann bei der Autorin selbst. Nicht bei deren Vorgesetzten.
Kein Journalist muss jemals wieder fürchten, von Reisen oder Gesprächsrunden ausgeschlossen zu werden, weil dem Minister seine politische Richtung nicht passt. Kein Intendantenposten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird unter dem Gesichtspunkt vergeben, ob und welche Parteibücher die Bewerber haben. Kein Großkonzern, kein Wäschegeschäft wird die Vergabe ganzseitiger Anzeigen von der Berichterstattung über seine Arbeitsbedingungen abhängig machen. Nichts von alledem kann jemals wieder passieren, denn die Meinungsfreiheit ist uns jetzt heilig."
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Foto: © Anke Illing

