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Montag, 6. November 2006
Lektorat
urmila, 06:22h
Ich verstehe es, dass vor der Publikation das Lektorat steht. Wenn ich einen Text geschrieben habe, fehlt mir die Distanz ihn noch mal kritisch gegen zu lesen. Auch ist weder in Deutsch noch in Englisch mein Schreiben frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Es macht schon, Sinn das da nochmal jemand drüber geht. Aber häufig gehen die LektorInnen einfach zu weit, verändern Begriffe, die ich sehr sorgsam gewählt habe, verändern Bedeutungen, verändern Bilder, die beim Lesen entstehen. Eigentlich sollte ich jeden lektorierten Text zur Endabnahme noch einmal vorgelegt bekommen. Schließlich steht nachher mein Name unter dem Text.
Richtig problematisch wird es dann, wenn das Lektorat die Kernaussage meines Artikels verändert. Da bekommt ein Artikel, der Identitäten dekonstruieren will auf einmal eine essentialistische Überschrift. Das Binnen-I oder Anführungszeichen verschwinden. Bewusste Irritationen der LeserIn werden rausgenommen, meine Aussagen gemainstreamt.
Bei meiner neuesten Publikation sind die LektorInnen noch weiter gegangen. Sie haben den Ton des Artikels, es ging um 'InderInnen' in Deutschland, verändert. Vermutlich damit er besser in ihr Konzept passt. Ich hatte sehr vorsichtig formuliert, abgestritten, dass es eine 'indische' Gemeinschaft in Deutschland gibt, war auf Probleme eingegangen. Das meiste davon ist durch Kürzungen und Umformulierungen geglättet worden.
Und damit nicht genug. Ein ganzer Absatz ist hinzugefügt worden, denn ich absichtlich nicht aufgenommen hatte. Die LeserIn bekommt jetzt viel Information über die Aktivitäten des indischen Nationalisten Bose in Deutschland, völlig ohne kritische Distanz und ohne den Hinweis (den ich in meinem kurzen Ausführungen hatte), dass seine 'indische Legion' Teil der SS war. Eine solche Verherrlichung ist das Gegenteil dessen, was ich beabsichtigt hatte. Und nun steht mein Name darunter.
Die LektorInnen haben aus einem kritischen, ansatzweisen dekonstruktivistischen Artikel einen nationalistischen gemacht (so weit sie das mit meinem Material konnten). Die Bebilderung unterstützt dies noch weiter und auf die hatte ich fast keinen Einfluss.
Die Frage ist, wie kann ich mich als AutorIn, die publiziert werden will, dagegen wehren? Geht es überhaupt? Muss ich damit leben? Wie weit kann ich das?
Richtig problematisch wird es dann, wenn das Lektorat die Kernaussage meines Artikels verändert. Da bekommt ein Artikel, der Identitäten dekonstruieren will auf einmal eine essentialistische Überschrift. Das Binnen-I oder Anführungszeichen verschwinden. Bewusste Irritationen der LeserIn werden rausgenommen, meine Aussagen gemainstreamt.
Bei meiner neuesten Publikation sind die LektorInnen noch weiter gegangen. Sie haben den Ton des Artikels, es ging um 'InderInnen' in Deutschland, verändert. Vermutlich damit er besser in ihr Konzept passt. Ich hatte sehr vorsichtig formuliert, abgestritten, dass es eine 'indische' Gemeinschaft in Deutschland gibt, war auf Probleme eingegangen. Das meiste davon ist durch Kürzungen und Umformulierungen geglättet worden.
Und damit nicht genug. Ein ganzer Absatz ist hinzugefügt worden, denn ich absichtlich nicht aufgenommen hatte. Die LeserIn bekommt jetzt viel Information über die Aktivitäten des indischen Nationalisten Bose in Deutschland, völlig ohne kritische Distanz und ohne den Hinweis (den ich in meinem kurzen Ausführungen hatte), dass seine 'indische Legion' Teil der SS war. Eine solche Verherrlichung ist das Gegenteil dessen, was ich beabsichtigt hatte. Und nun steht mein Name darunter.
Die LektorInnen haben aus einem kritischen, ansatzweisen dekonstruktivistischen Artikel einen nationalistischen gemacht (so weit sie das mit meinem Material konnten). Die Bebilderung unterstützt dies noch weiter und auf die hatte ich fast keinen Einfluss.
Die Frage ist, wie kann ich mich als AutorIn, die publiziert werden will, dagegen wehren? Geht es überhaupt? Muss ich damit leben? Wie weit kann ich das?
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Spam
urmila, 05:16h
Heute in meinem australischen Mail-Postfach:
"I am Mr.Martin Kelvin, The Auditor General, All Standard Securities Limited. In the course of my auditing, I discovered a floating fund in an account which was opened in 1990 belonging to a dead foreigner Late Mr. Tim Goel, a national of your country. I decided to track his last name over the Internet to locate any member of his family hence I got in contact with you. "
Das ist schon eine interessante Kombination: Tim und Goel. Aus welchem Land der wohl sein soll? Und wie kommt der nette Mr. Klein gerade auf mich? Goels gibt es eine ganze Menge in der Welt. Ok, in Deutschland nicht so viele. Vielleicht ist das ja das Land, dass er meinte. Aber wie kommt es da zu einem Tim?
Mr. Klein hat sich ja Mühe gegeben. Aber so richtig überzeugend ist er nicht. Ich werde also wohl keine 15,5 Millionen $ erben.
"I am Mr.Martin Kelvin, The Auditor General, All Standard Securities Limited. In the course of my auditing, I discovered a floating fund in an account which was opened in 1990 belonging to a dead foreigner Late Mr. Tim Goel, a national of your country. I decided to track his last name over the Internet to locate any member of his family hence I got in contact with you. "
Das ist schon eine interessante Kombination: Tim und Goel. Aus welchem Land der wohl sein soll? Und wie kommt der nette Mr. Klein gerade auf mich? Goels gibt es eine ganze Menge in der Welt. Ok, in Deutschland nicht so viele. Vielleicht ist das ja das Land, dass er meinte. Aber wie kommt es da zu einem Tim?
Mr. Klein hat sich ja Mühe gegeben. Aber so richtig überzeugend ist er nicht. Ich werde also wohl keine 15,5 Millionen $ erben.
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Sonntag, 5. November 2006
Schwarzfahrer
urmila, 01:51h
Eine Bekannte schrieb mir:
"Auf der Rückreise hat uns ein Schaffner einigen Stress gemacht mit der Behauptung, meine Fahrkarte sei ungültig - falsch am Computer ausgedruckt. Wir sollten gleich zahlen oder die Sache würde direkt an ein Inkassobüro gehen. Mein Mann hat sich geweigert zu zahlen. Ein netter Mitfahrer nebenan wurde ziemlich ruppig. Der nette Schaffner hätte uns doch alles gut erklärt und mein Mann solle nicht so halsstarrig sein. Einige Zeit später kam der Schaffner kleinlaut zurück. Er hätte sich geirrt und gab uns zwei Getränkegutscheine. Der liebe Mitfahrer war inzwischen ausgestiegen und wird seinen Leuten von dem schwarzfahrenden Schwarzen erzählen."
Mehr zu Rassismuserfahrungen des Ehepaars hier.
"Auf der Rückreise hat uns ein Schaffner einigen Stress gemacht mit der Behauptung, meine Fahrkarte sei ungültig - falsch am Computer ausgedruckt. Wir sollten gleich zahlen oder die Sache würde direkt an ein Inkassobüro gehen. Mein Mann hat sich geweigert zu zahlen. Ein netter Mitfahrer nebenan wurde ziemlich ruppig. Der nette Schaffner hätte uns doch alles gut erklärt und mein Mann solle nicht so halsstarrig sein. Einige Zeit später kam der Schaffner kleinlaut zurück. Er hätte sich geirrt und gab uns zwei Getränkegutscheine. Der liebe Mitfahrer war inzwischen ausgestiegen und wird seinen Leuten von dem schwarzfahrenden Schwarzen erzählen."
Mehr zu Rassismuserfahrungen des Ehepaars hier.
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Donnerstag, 2. November 2006
Rassistische Werbung
urmila, 12:49h
annabexis hat zu einem besonders eindeutigen Motiv gebloggt.
Nachtrag 03.11.06: Und zu rassistischer Werbung in anderer Form gibt es mehr bei katunia.
Nachtrag 06.11.06: Kyla kommentiert aus Pakistan.
Nachtrag 03.11.06: Und zu rassistischer Werbung in anderer Form gibt es mehr bei katunia.
Nachtrag 06.11.06: Kyla kommentiert aus Pakistan.
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Das schönste Haus
urmila, 07:03h
Für einen Anrufer beim Lokalradio ist das Court House das schönste Haus in Armidale:

Wegen der Säulen. Und weil es alles hat, was ein Court House braucht. Und weil es ihn an England erinnert, wo er her ist.

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Deutschland-Kappe vom Außenminister
urmila, 03:10h
"Über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen war Maruftschonow im Sommer in rund drei Monaten bis nach Berlin gestrampelt. Mit Gelegenheitsjobs auf Baustellen, als Schuhputzer und in der Landwirtschaft habe er sich unterwegs finanziert. Steinmeier zeigte sich beeindruckt von der Leistung. Er schenkte Maruftschonow einen unbenutzten WM-Fußball für seinen Enkel, eine Deutschland-Kappe und einen Fahrrad-Rucksack." berichtet tagesschau.de.
Deutschland-Kappen verteilen ist eine tolle Aufgabe für einen Außenminister. Visa gibt es ja viel seltener zu verteilen. Und schon gar nicht für Leute, die sich mit Gelegenheitsjob über Wasser halten und mit dem Rad unterwegs sind. Beeindruckend, dass Maruftschonow es trotzdem nach Deutschland geschafft hat.
Deutschland-Kappen verteilen ist eine tolle Aufgabe für einen Außenminister. Visa gibt es ja viel seltener zu verteilen. Und schon gar nicht für Leute, die sich mit Gelegenheitsjob über Wasser halten und mit dem Rad unterwegs sind. Beeindruckend, dass Maruftschonow es trotzdem nach Deutschland geschafft hat.
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Mittwoch, 1. November 2006
Nichts Neues vom Fußball
urmila, 02:31h
Und: "Neuruppin ist nicht so schlimm, da haben uns kürzlich nur zwei, drei Zuschauer beleidigt. Das empfindet man schon als harmlos."
Mehr zu den alltäglichen Erlebnissen von 'Anderen Deutschen' Fußballspielern in der taz berlin.
Mehr zu den alltäglichen Erlebnissen von 'Anderen Deutschen' Fußballspielern in der taz berlin.
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Dienstag, 31. Oktober 2006
Gesucht
urmila, 14:05h
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sucht eine wissenschaftliche MitarbeiterIn für den Aufgabenbereich "Integrationsforschung mit Schwerpunkt Islam". Aus dem Tätigkeitsprofil:
- "Analyse der Erscheinungsformen des Islam und Islamismus in Deutschland
- Analyse der Erscheinungsformen des Islam und Islamismus in den Herkunftsländern der in Deutschland lebenden Muslime
- Analyse spezifischer Integrationsprobleme von Muslimen in Deutschland"
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Montag, 30. Oktober 2006
Course attendance
urmila, 06:27h
Mein Büro ist im gleichen Gebäude mit dem English Language Centre der Uni. Hier werden vor allem vorbereitende Englischkurse für internationale Studierende angeboten. Das sind Vollzeitkurse für zehn Wochen. Die Leistung wird durch Aufgaben und Prüfungen überprüft. Es besteht Anwesenheitspflicht und die wird auch genau überwacht.
Wie es mir scheint, aber nicht nur um den Spracherwerb zu fördern. Diese Daten müssen auch an die 'Regierung' (was immer das genau heißt) weitergeben werden. Denn die überprüft, ob die AusländerInnen mit ihren Studierendenvisa auch ihre Visaauflagen (Vollzeitstudium) erfüllen. Wer nicht mindestens 80% der Englischstunden besucht, bekommt nicht nur ihr Zertifikat nicht sondern wird auch noch aus dem Land verwiesen.
Wie es mir scheint, aber nicht nur um den Spracherwerb zu fördern. Diese Daten müssen auch an die 'Regierung' (was immer das genau heißt) weitergeben werden. Denn die überprüft, ob die AusländerInnen mit ihren Studierendenvisa auch ihre Visaauflagen (Vollzeitstudium) erfüllen. Wer nicht mindestens 80% der Englischstunden besucht, bekommt nicht nur ihr Zertifikat nicht sondern wird auch noch aus dem Land verwiesen.
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Wann ist die Schwelle überschritten?
urmila, 01:52h
Vor ein paar Tagen hatte die Vorsitzende des Zentralrats der Juden Charlotte Knobloch erklärt: antisemitische und rechtsradikale Aktionen hätten bereits "eine Öffentlichkeit und eine Aggressivität erreicht, die an die Zeit nach 1933 erinnern" (zitiert nach einem taz-Kommentar).
Der Kommentator Christian Semler hält diese Aussage nicht nur für falsch sondern für fatal:
"Charlotte Knoblochs Irrtum besteht nicht nur in ihrer Interpretation der Fakten. Mit der Zeitbestimmung "nach 1933" suggeriert sie mit ihrem Vergleich eine Fatalität, die vom Terror des Frühjahrs 1933 bis hin zum Völkermord an den Juden reicht."
Auch ich habe gestutzt, als ich das Zitat gelesen habe. Nach 1933 war die NSDAP an der Macht und das ist sie heute nicht. Aber ich habe mich gefragt, ob wir denn erkennen wü(e)rden, wenn die Schwelle zum Umkippen in ein totalitäres System erreicht ist. Woher wissen wir, wann Gewalt und antidemokratisches Verhalten noch kontrollierbar sind und wann sie Überhand nehmen? Sind wir vielleicht schon wieder gefährlich nahe dran? Und weißt uns Knobloch (und andere) daraufhin, damit wir noch rechtzeitig etwas dagegen machen können?
Heute bringt die taz eine Kurzmeldung:
"30 bis 40 Rechte haben gestern Nacht wahllos Passanten an einem U-Bahnhof im Berliner Stadtteil Friedrichshain angegriffen. Daraufhin wurden die Unbekannten offenbar von einer linksgerichteten Personengruppe attackiert und flüchteten beim Eintreffen der Polizei. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen."
Diese öffentliche massive Präsenz von gewaltbereiten Rechten hat es vor ein paar Jahren noch nicht gegeben. Warum trauen die sich das inzwischen? Wie hat sich die Gesellschaft verändert, dass sie sich das trauen können? Können wir die Gefahr wirklich so einfach abtun?
Nachtrag 06.11.06:
Nach der Tat habe es rund 45 Minuten gedauert, bis die Polizei eintraf, berichteten Röpke und ihr Begleiter gegenüber tagesschau.de übereinstimmend. Auch die später eingetroffenen Sanitäter hätten mehrmals über Funk Polizeikräfte angefordert, da sich vor dem Supermarkt immer mehr Neonazis sammelten. Die Journalistin bat viele Augenzeugen darum, eine Zeugenaussage bei der Polizei zu machen, doch niemand sei dazu bereit gewesen, so Röpke. "Alle hatten Angst!" berichtet tagesschau.de.
Der Kommentator Christian Semler hält diese Aussage nicht nur für falsch sondern für fatal:
"Charlotte Knoblochs Irrtum besteht nicht nur in ihrer Interpretation der Fakten. Mit der Zeitbestimmung "nach 1933" suggeriert sie mit ihrem Vergleich eine Fatalität, die vom Terror des Frühjahrs 1933 bis hin zum Völkermord an den Juden reicht."
Auch ich habe gestutzt, als ich das Zitat gelesen habe. Nach 1933 war die NSDAP an der Macht und das ist sie heute nicht. Aber ich habe mich gefragt, ob wir denn erkennen wü(e)rden, wenn die Schwelle zum Umkippen in ein totalitäres System erreicht ist. Woher wissen wir, wann Gewalt und antidemokratisches Verhalten noch kontrollierbar sind und wann sie Überhand nehmen? Sind wir vielleicht schon wieder gefährlich nahe dran? Und weißt uns Knobloch (und andere) daraufhin, damit wir noch rechtzeitig etwas dagegen machen können?
Heute bringt die taz eine Kurzmeldung:
"30 bis 40 Rechte haben gestern Nacht wahllos Passanten an einem U-Bahnhof im Berliner Stadtteil Friedrichshain angegriffen. Daraufhin wurden die Unbekannten offenbar von einer linksgerichteten Personengruppe attackiert und flüchteten beim Eintreffen der Polizei. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen."
Diese öffentliche massive Präsenz von gewaltbereiten Rechten hat es vor ein paar Jahren noch nicht gegeben. Warum trauen die sich das inzwischen? Wie hat sich die Gesellschaft verändert, dass sie sich das trauen können? Können wir die Gefahr wirklich so einfach abtun?
Nachtrag 06.11.06:
Nach der Tat habe es rund 45 Minuten gedauert, bis die Polizei eintraf, berichteten Röpke und ihr Begleiter gegenüber tagesschau.de übereinstimmend. Auch die später eingetroffenen Sanitäter hätten mehrmals über Funk Polizeikräfte angefordert, da sich vor dem Supermarkt immer mehr Neonazis sammelten. Die Journalistin bat viele Augenzeugen darum, eine Zeugenaussage bei der Polizei zu machen, doch niemand sei dazu bereit gewesen, so Röpke. "Alle hatten Angst!" berichtet tagesschau.de.
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Freitag, 27. Oktober 2006
Empörte AustralierInnen
urmila, 03:57h
Die taz berichtet heute:
"Frauenfeindliche Äußerungen des höchsten muslimischen Geistlichen Australiens haben einen Sturm der Empörung ausgelöst. Scheich Taj al-Din al-Hilali hatte geschminkte und unverschleierte Frauen mit "unbedecktem Fleisch" verglichen und sie indirekt für eine mögliche Vergewaltigung selbst verantwortlich gemacht."
Und tatsächlich scheint das gerade das Themea (neben der Dürre) zu sein, dass die 'AustralierInnen' beschäftigt. Ich gehe mal davon aus, dass der Geistliche tatsächliche frauenfeindliche Bemerkungen gemacht hat (ich habe mir die Originalquellen nicht angesehen), aber es ist schon interessant wie darüber geredet wird. Frauenerniedrigende Bemerkungen kommen auch immer wieder von konservativen Politikern oder katholischen Geistlichen, bei denen wird dann aber nicht sofort eine Abschiebung gefordert. Diese Unterschiede legen nahe, dass es weniger um die Rechte von Frauen als um die Hetze gegen Muslime geht.
Das Klima in Australien ist ähnlich islamophob wie in Deutschland. Daher heisst eine Konferenz im Dezember auch Not another hijab row (Nicht noch eine Kopftuchdebatte), die sich etwas anders mit der Verschränkung von Rassismus, Gender und Religion beschäftigen will.
"Frauenfeindliche Äußerungen des höchsten muslimischen Geistlichen Australiens haben einen Sturm der Empörung ausgelöst. Scheich Taj al-Din al-Hilali hatte geschminkte und unverschleierte Frauen mit "unbedecktem Fleisch" verglichen und sie indirekt für eine mögliche Vergewaltigung selbst verantwortlich gemacht."
Und tatsächlich scheint das gerade das Themea (neben der Dürre) zu sein, dass die 'AustralierInnen' beschäftigt. Ich gehe mal davon aus, dass der Geistliche tatsächliche frauenfeindliche Bemerkungen gemacht hat (ich habe mir die Originalquellen nicht angesehen), aber es ist schon interessant wie darüber geredet wird. Frauenerniedrigende Bemerkungen kommen auch immer wieder von konservativen Politikern oder katholischen Geistlichen, bei denen wird dann aber nicht sofort eine Abschiebung gefordert. Diese Unterschiede legen nahe, dass es weniger um die Rechte von Frauen als um die Hetze gegen Muslime geht.
Das Klima in Australien ist ähnlich islamophob wie in Deutschland. Daher heisst eine Konferenz im Dezember auch Not another hijab row (Nicht noch eine Kopftuchdebatte), die sich etwas anders mit der Verschränkung von Rassismus, Gender und Religion beschäftigen will.
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Foto: © Anke Illing

