Ist es das? Geht es bei der Einbürgerung um Identität? Bedeutet die deutsche Staatsbürgerschaft, dass frau 'Deutsche' ist?
Zwischen deutschen StaatsbürgerInnen und 'Deutschen' gibt es ziemliche Unterschiede. Nicht die Staatsbürgerschaft macht 'Deutsche' zu 'Deutschen' sondern so wie Mecheril sagt, die ausreichende Übereinstimmung mit einem fiktiven 'Standard-Deutschen'. 'Weißsein' ist dabei ein wichtiges Kriterium. Die Sprache spielt sicher auch eine Rolle, wie Gaus richtig feststellt, wenn sie auch in keiner weise hinreichend ist. Hautfarbe ist immer noch wichtiger.
Die Staatsbürgerschaft aber ermöglicht aktive Teilhabe am deutschen Staat. Darum geht es bei der Einbürgerung. Um das Recht sich politisch einmischen zu können.
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"Aber ist es wirklich die Angst vor dem Islam, vor dessen Ablehnung jeglicher Kritik und dessen Widerspenstigkeit gegenüber dem liberalen Gedankengut der Aufklärung? Oder handelt es sich im Grunde nur um die feindselige Haltung einer alteingesessenen Gemeinschaft gegenüber fremden Eindringlingen, die das Familienanwesen mit den Einheimischen teilen wollen?"
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Werner von Bebber stellt fest: "Mit den Italienern, Portugiesen, Griechen ... hat es nie Schwierigkeiten gegeben, die heute Zweifel an der Integration begründen könnten." Und fährt fort: "Niemand kann heute sagen, warum die Schwierigkeiten mit den Einwanderern aus dem muslimischen Kulturkreis größer sind." Er fragt dann zwar noch rhetorisch, ob der Eindruck täuscht, aber lässt die Behauptung so stehen.
Die Schwierigkeiten von 'italienischen', 'portugiesischen', etc. MigrantInnen interessieren heute offensichtlich keinen, sie sind vergessen, verdrängt. Wozu auch dahin schauen, denn es sind die 'Muslime', die uns Probleme, und zwar unerklärliche, machen. Da brauchen wir auch keine weiteren Informationen - die es durchaus zu beiden Behauptungen gibt-, um das mal eben behaupten zu können.
Islamophobie scheint inzwischen, selbstverständlich in Deutschland geworden zu sein. In der taz ist sie immerhin nicht durchgängig.
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Der EU-Sozialkommisar Spidla hat zwei Jahre nach der Osterweiterung jetzt die Folgen für den Arbeitsmarkt ausgewertet. Die Schweden waren die einzigen, die den 'Neuen' volle Freizügigkeit gewährt haben. Und sie wurden nicht überrannt. Dort aber, wo die Freizügigkeit eingeschränkt wurde, ist die Zahl der Illegalisierten gewachsen. Wenn die Menschen wandern wollen, und die ArbeitgeberInnen sie haben wollen, dann wandern sie auch. Und wenn sie illegalisiert leben müssen, dann sind sie auch billiger und deshalb gerne gesehen bei vielen ArbeitgeberInnen. War das das Ziel?
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Ist Erinnerung so schlimm? So geschäftsschädigend? Wen stört die Ausstellung?
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"Hier wird eine grundsätzliche Regel deutlich: Das für "Fremde", "Neuankömmlinge" bedeutsame Ausmaß der "Integrationsanforderungen" ist größer als das der Forderungen, die an "Alteingesessene" gestellt werden; dies korrespondiert einem subtilen (Loyalitäts-)Misstrauen ...: einmal als Anderer Deutscher der "Türken-Elf" zugejubelt, schon steht das "Ich bin Deutscher" in Frage."
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Soll das Integration sein? StaatsbürgerIn auf Widerruf? Die Aufgabe von Rechtsstaatlichkeit?
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Eine Freundin, die in der Nähe des Kensington Palace gewohnt hat, erzählt, dass die vielen Leute erst kamen, nachdem die Medien angefangen hatten zu berichten. Die Freudentänze nach 9/11 galten nicht dem Anschlag. Und auch heute wissen wir nicht, wie viele tatsächlich gewalttätig werden.
Aber wir haben die Bilder im Kopf, sie sind mächtig, sie wirken noch nach, auch wenn sie später kontextualisiert werden. Die Bilder erzeugen Emotionen, die Emotionen mobilisieren und oft genug führen sie dazu, dass die Bilder tatsächlich Wirklichkeit werden. Nicht nur bei Lady Di. Auch jetzt, immer mehr Gewalt entsteht. Die 'Muslime' entsprechen immer mehr 'unserem' Vorurteil. Zumindest die, die sich provozieren/ mobilisieren lassen, und über die 'wir' berichten.
Da es nicht gleich geklappt hat mit dem Provozieren, hat Jyllands Posten übrigens die Karrikaturen an radikale Muslime zur Stellungnahme geschickt. Von da aus kamen sie dann in die Hände von Leuten, die damit auf Mobilsierungstour gegangen sind.
Zur Pressefreiheit sollte die Presseverantwortung und der verantwortliche Umgang der KonsumentInnen mit der Pressefreiheit kommen.
Zur Subjektivität der Kamera hat auch katunia in einem anderen Kontext geschrieben.
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erklärt die südafrikanische Fotografin Michelle Booth in einem Interview (in: L'Homme, 16. Jg. Heft 2, 2005, S. 126)
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Sind die 'bayrischen' SchülerInnen so viel schlauer als die 'türkischen', dass sie gut mit Zweisprachlichkeit leben können? Oder haben sie eh keine Chancen, dass es nichts ausmacht, wenn sie kein Hochdeutsch lernen? Oder habe ich was falsch verstanden, und man kann doch in mehreren Sprachen lernen?
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Schade nur, dass Korfmann das gleiche tut. Der Poträtierte wird beschrieben mit den Adjektiven "lächelnd", "geduldig", "arbeitsam" und "klein". Da muss gar nicht mehr hinzugefügt werden, dass er "Kamobodschner" ist, das 'Asiatische' ist schon ausreichend beschrieben.
Wäre der Chefkoch 'afrikanischer' Herkunft, wäre er wohl eher als athletisch, lebenslustig und lauthals lachend beschrieben worden.
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Danach Diskussion.
Die Kritik: Die Bilder haben Klischees reproduziert.
Die Reaktion eines weissen Zuschauers: "Aber wenn es da doch so romantisch ist, wie soll er denn das anders filmen?"
Ja, ja, die Afrikaner sind auch viel glücklicher als wir. So nah an der Natur. Und so.
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Foto: © Anke Illing

