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Sonntag, 8. Februar 2009
Gefährliche Muslime
urmila, 20:22h
"Zum vierten Mal innerhalb weniger Monate geht es in einem "Tatort" um Zwangsehe und Ehrenmord." schreibt die taz.
"... die beiden Autorinnen Thea Dorn und Seyran Ates - die eine als feministische Krimiautorin im Stoff, die andere als bekannteste Anklägerin islamischer Unterdrückungspraktiken - drehen das Thema noch mal weiter und führen die Problematik in Gesellschaftskreise, die als integriert gelten."
"So bleibt am Ende das Gefühl zurück, es solle eben doch nur jene These vermittelt werden, die im Film stellvertretend für Autorin Ates eine kämpferische Rechtsanwältin aufsagt: "Man kann seine Tochter auch unter einem Designerkopftuch zwangsverheiraten.""
Nachtrag 09.02.09: Siehe auch Kommentar auf Nafisa
"... die beiden Autorinnen Thea Dorn und Seyran Ates - die eine als feministische Krimiautorin im Stoff, die andere als bekannteste Anklägerin islamischer Unterdrückungspraktiken - drehen das Thema noch mal weiter und führen die Problematik in Gesellschaftskreise, die als integriert gelten."
"So bleibt am Ende das Gefühl zurück, es solle eben doch nur jene These vermittelt werden, die im Film stellvertretend für Autorin Ates eine kämpferische Rechtsanwältin aufsagt: "Man kann seine Tochter auch unter einem Designerkopftuch zwangsverheiraten.""
Nachtrag 09.02.09: Siehe auch Kommentar auf Nafisa
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Donnerstag, 5. Februar 2009
Verharmlosung von Rassismus auf Funkhaus Europa
urmila, 17:28h
Gerade lief auf Funkhaus Europa ein Bericht über einen rassistischen Vorfall in England.
Carol Thatcher hat zur Bezeichnung eines Tennisspielers einen rassistischen Begriff gebraucht (siehe z.B. hier). Dafür wurde sie von der BBC von der Show genommen. Jetzt scheint es viele Menschen zu geben, die die rassistische Bezeichnung verharmlosen bzw. den Aufschrei damit begründen, dass Thatcher die Tochter von Margaret Thatcher ist.
Im Funkhaus Europa-Begriff wurde diesen Verharmlosungen viel Platz eingeräumt. Ausserdem wurde der rassistische britische Begriff genauso wie das N-Wort mehrfach unnötigerweise ausgesprochen.
Nachtrag 10.02.09: In den Züricher Gratisblättchen war heute eine der Topmeldungen, dass Thatcher sich in die Schweiz geflüchtet hat. In den Berichten wurden die rassistischen Wörter natürlich auch ausgeschrieben.
Carol Thatcher hat zur Bezeichnung eines Tennisspielers einen rassistischen Begriff gebraucht (siehe z.B. hier). Dafür wurde sie von der BBC von der Show genommen. Jetzt scheint es viele Menschen zu geben, die die rassistische Bezeichnung verharmlosen bzw. den Aufschrei damit begründen, dass Thatcher die Tochter von Margaret Thatcher ist.
Im Funkhaus Europa-Begriff wurde diesen Verharmlosungen viel Platz eingeräumt. Ausserdem wurde der rassistische britische Begriff genauso wie das N-Wort mehrfach unnötigerweise ausgesprochen.
Nachtrag 10.02.09: In den Züricher Gratisblättchen war heute eine der Topmeldungen, dass Thatcher sich in die Schweiz geflüchtet hat. In den Berichten wurden die rassistischen Wörter natürlich auch ausgeschrieben.
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Sonntag, 1. Februar 2009
Namenslernschwäche
urmila, 12:56h
In dem taz-Artikel The next Boros Beckerous? geht es um einen jungen Tennisspieler. Der wohl ähnlich gut spiel wie Boris Becker, aber unverschämterweise einen ganz ganz schwierigen Namen hat:
"Georgoudas lernt gut und gern. Und er hat sich längst daran gewöhnt, dass sich kaum einer diesen Bandwurm von Namen merken kann."
Ist ja auch ein ganz ganz langer Name Alexandros Georgoudas. Viel länger zum Beispiel als Alexander Drögemüller. Das kann sich eine Deutsche nicht merken - entschuldige bitte: ich meine natürlich, dass kann sich keine merken. Daher greift sie dann nicht nur zu naheliegenden Abkürzungen wie Alex sondern auch zu nationalen Bezeichnungen. Mit so einem Namen kann man schliesslich nicht Deutscher sein, sondern höchstens Deutschgrieche:
"Die anderen in der Trainingsgruppe nennen ihn einfach Alex, Freddy, Greece oder Grieche."
Die taz-Autorin Doris Henkel ist so fasziniert von diesem ach so schwierigen Namen, dass sie den Artikel auch damit beendet:
"Es war Alexandros-Ferdinandos Georgoudas klar, dass er es selbst in der Hand hatte, sich einen Namen zu machen. Auch wenn das einer ist, den sich kaum jemand merken kann."
"Georgoudas lernt gut und gern. Und er hat sich längst daran gewöhnt, dass sich kaum einer diesen Bandwurm von Namen merken kann."
Ist ja auch ein ganz ganz langer Name Alexandros Georgoudas. Viel länger zum Beispiel als Alexander Drögemüller. Das kann sich eine Deutsche nicht merken - entschuldige bitte: ich meine natürlich, dass kann sich keine merken. Daher greift sie dann nicht nur zu naheliegenden Abkürzungen wie Alex sondern auch zu nationalen Bezeichnungen. Mit so einem Namen kann man schliesslich nicht Deutscher sein, sondern höchstens Deutschgrieche:
"Die anderen in der Trainingsgruppe nennen ihn einfach Alex, Freddy, Greece oder Grieche."
Die taz-Autorin Doris Henkel ist so fasziniert von diesem ach so schwierigen Namen, dass sie den Artikel auch damit beendet:
"Es war Alexandros-Ferdinandos Georgoudas klar, dass er es selbst in der Hand hatte, sich einen Namen zu machen. Auch wenn das einer ist, den sich kaum jemand merken kann."
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Namenslernschwäche
urmila, 12:56h
In dem taz-Artikel The next Boros Beckerous? geht es um einen jungen Tennisspieler. Der wohl ähnlich gut spiel wie Boris Becker, aber unverschämterweise einen ganz ganz schwierigen Namen hat:
"Georgoudas lernt gut und gern. Und er hat sich längst daran gewöhnt, dass sich kaum einer diesen Bandwurm von Namen merken kann."
Ist ja auch ein ganz ganz langer Name Alexandros Georgoudas. Viel länger zum Beispiel als Alexander Drögemüller. Das kann sich eine Deutsche nicht merken - entschuldige bitte: ich meine natürlich, dass kann sich keine merken. Daher greift sie dann nicht nur zu naheliegenden Abkürzungen wie Alex sondern auch zu nationalen Bezeichnungen. Mit so einem Namen kann man schliesslich nicht Deutscher sein, sondern höchstens Deutschgrieche:
"Die anderen in der Trainingsgruppe nennen ihn einfach Alex, Freddy, Greece oder Grieche."
Die taz-Autorin Doris Henkel ist so fasziniert von diesem ach so schwierigen Namen, dass sie den Artikel auch damit beendet:
"Es war Alexandros-Ferdinandos Georgoudas klar, dass er es selbst in der Hand hatte, sich einen Namen zu machen. Auch wenn das einer ist, den sich kaum jemand merken kann."
"Georgoudas lernt gut und gern. Und er hat sich längst daran gewöhnt, dass sich kaum einer diesen Bandwurm von Namen merken kann."
Ist ja auch ein ganz ganz langer Name Alexandros Georgoudas. Viel länger zum Beispiel als Alexander Drögemüller. Das kann sich eine Deutsche nicht merken - entschuldige bitte: ich meine natürlich, dass kann sich keine merken. Daher greift sie dann nicht nur zu naheliegenden Abkürzungen wie Alex sondern auch zu nationalen Bezeichnungen. Mit so einem Namen kann man schliesslich nicht Deutscher sein, sondern höchstens Deutschgrieche:
"Die anderen in der Trainingsgruppe nennen ihn einfach Alex, Freddy, Greece oder Grieche."
Die taz-Autorin Doris Henkel ist so fasziniert von diesem ach so schwierigen Namen, dass sie den Artikel auch damit beendet:
"Es war Alexandros-Ferdinandos Georgoudas klar, dass er es selbst in der Hand hatte, sich einen Namen zu machen. Auch wenn das einer ist, den sich kaum jemand merken kann."
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Donnerstag, 29. Januar 2009
Schlecht integriert
urmila, 18:00h
Die Auswertung von Statistiken hat nun also ergeben, dass 'Türk_innen' oder auch 'türkischstämmige' Menschen, die am schlechtesten integrierten Menschen in Deutschland sind (oder sein sollen). Für die einen beweist das das, was sie schon immer gedacht haben. Die 'Türk_innen' wollen sich halt nicht integrieren und gehören nicht hierher. Und außerdem müssen sie erstmal Deutsch lernen. Die anderen finden das ungerecht und wollen nachweisen, dass die 'Türk_innen' viel integrierter sind. Was schon an Cem Özdemir zu sehen sei.
Von dem was ich den Medien entnehmen konnte, wurde Integration an Dingen wie (hoch)schulische Qualifikation und Berufstätigkeit gemessen. Dass in diesen Feldern, Menschen, die für 'Türk_innen' gehalten werden, besonders diskriminiert werden, ist kein Geheimnis. Das wäre also ein Beispiel dafür, dass bestimmte Gruppen in Deutschland gar nicht integriert werden sollen, insbesondere nicht in weiterführende Schulen und den qualifizierten Arbeitsmarkt. Bei Flüchtlingen mit hohen Qualifikationen ist das besonders augenscheinlich, bei anderen aber ebenso wahr. An der Stelle wäre daher nicht der Blick auf die 'Türk_innen' sondern auf die Dominanzgesellschaft zu richten. Diese Blickumkehr hat mir aber in der Medienberichterstattung durchgängig gefehlt.
Von dem was ich den Medien entnehmen konnte, wurde Integration an Dingen wie (hoch)schulische Qualifikation und Berufstätigkeit gemessen. Dass in diesen Feldern, Menschen, die für 'Türk_innen' gehalten werden, besonders diskriminiert werden, ist kein Geheimnis. Das wäre also ein Beispiel dafür, dass bestimmte Gruppen in Deutschland gar nicht integriert werden sollen, insbesondere nicht in weiterführende Schulen und den qualifizierten Arbeitsmarkt. Bei Flüchtlingen mit hohen Qualifikationen ist das besonders augenscheinlich, bei anderen aber ebenso wahr. An der Stelle wäre daher nicht der Blick auf die 'Türk_innen' sondern auf die Dominanzgesellschaft zu richten. Diese Blickumkehr hat mir aber in der Medienberichterstattung durchgängig gefehlt.
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Sorgerecht im nationalen Kampf
urmila, 17:52h
Die taz berichtet über einen Sorgerechtsstreit über Grenzen. Was tatsächlich in der Familie passiert, weiss natürlich auch ich nicht. Aber der Fall passt in das Muster, dass in der Regel der 'deutsche' Elternteil das Sorgerecht bekommt. Zudem zeigt die Deutschsprechregel, dass Behördeninteresse von Kinderinteresse steht.
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Montag, 26. Januar 2009
Invasion Day
urmila, 12:09h
Wie BBC berichtet, fordert Mick Dodsen, ein Sprecher der Aborigines, eine Debatte über den australischen Nationaltag. Am 26. Januar wird die Ankunft der ersten britischen Flotte 1788 gefeiert. Allerdings nicht von allen. Viele Aborigines wollen den Beginn der Zerstörung der Aborigine-Kulturen nicht feiern.
Der australische Premierminister lässt da aber gar nicht mit sich reden.
Der australische Premierminister lässt da aber gar nicht mit sich reden.
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Mittwoch, 21. Januar 2009
Marode Schulen
urmila, 23:01h
Vom Berliner Integrationsbeauftragten Piening bin ich nun wahrlich nicht besonders begeistert. Aber seine konsequente Absage von Böhmers Treffen mit Berliner Schuldirektor_innen kann ich nur zustimmen. Was hat die Bundesintegrationsbeauftragte mit dem schlechten Zustand von Berliner Schulen zu tun? Schulen sind nun wahrlich nicht Bundessache. Und warum die Integrationsbeauftragte?
Die Forderung der Berliner CDU Piening wegen dieser Weigerung abzulösen und ihr Hieb auf den TBB sind einfach lächerlich.
Die Forderung der Berliner CDU Piening wegen dieser Weigerung abzulösen und ihr Hieb auf den TBB sind einfach lächerlich.
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Samstag, 17. Januar 2009
Unschuldigen Menschen helfen
urmila, 23:40h
Zur Frage, ob Gefangene aus Guantanamo in Deutschland aufgenommen werden sollten, zitiert die taz Murat Kurnaz, der unschuldig in Guantanamo inhaftiert war und über Jahre keine Hilfe von der deutschen Regierung bekam:
"Man müsse den USA helfen, Guantánamo wieder aufzulösen. "Es geht nicht darum, ob diese Menschen aus Deutschland sind. Es geht darum, Menschen zu helfen, die unschuldig sind.""
"Man müsse den USA helfen, Guantánamo wieder aufzulösen. "Es geht nicht darum, ob diese Menschen aus Deutschland sind. Es geht darum, Menschen zu helfen, die unschuldig sind.""
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Foto: © Anke Illing

