"Der Vorstand habe verkündet: "Wir werden den Verein umbenennen." Der türkische Name sollte durch einen deutschen ersetzt werden, der neue Name die Öffnung des Vereins nach außen demonstrieren. "Ein deutlicheres Zeichen gibt es nicht", sagt A-Jugend-Coach Birinci."
Mit der Neubennung gab es wohl auch häufiger Umstrukturierungen und auch Änderungen in der Mitgliedschaft.
Warum ist es aber unbedingt nötig, 'türkische' Räume zu beseitigen? Wäre es nicht wichtiger Räume der Dominanzgesellschaft für die Geanderten zu öffnen?
Und geht es wirklich um 'Integration' oder ist es nicht eher ein Versuch unsichtbar und damit weniger angreifbar zu sein:
"Man wolle sich vor allem öffnen, hoffe aber auch, künftig bessere Karten bei den Verhandlungen um Sportplätze zu haben, sagt Pressesprecher Christos Rengas."
Aber Assimilation ist in den wenigsten Fällen erfolgreich:
"Eines aber habe sich nicht geändert: die rassistischen Vorfälle. "Die haben sogar zugenommen", berichtet Isikdaglioglu. "Im Unterschied zu früher werden wir jetzt nicht mehr wegen unseres Namens, sondern wegen unseres Aussehens beleidigt.""
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Seit dreizehn Jahren gibt es in Korea das Lesbian Counselling Center, die älteste lesbische Organisation im Land. Inzwischen gibt es noch einige andere Organisationen. Und natürlich auch Organisationen für Schwule, Transgender, etc. Seit einigen Jahren gibt es eine CSD-Parade in Seoul, die ohne größere Probleme verläuft.
Homosexualität ist aber immer noch ein Tabu in Korea. Das Coming out gegenüber sich selbst, der Familie, am Arbeitsplatz, etc. ist nicht einfach. Derzeit arbeitet das Lesbian Counselling Center (neben seiner Beratungsarbeit) vorallem gegen ein diskriminierendes Antidiskrimierungsgesetzt, in dem Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung nicht aufgenommen wurde.
Wie auch in anderen Ländern gibt es unter den verschiedenen Organisationen auch theoretische/ ideologische Differenzen. Insbesondere scheint es Spannungen zwischen eher queeren Ansätzen und den lesbischen Feministinnen zu geben. Wobei ich nicht ganz verstanden habe, was letztere genau ausmacht.
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Unser 'weißer' deutscher Begleiter hat uns heute einige Ecken von Seoul gezeigt, die auch die koreanischen GastgeberInnen noch nicht kannten. Als 'Weißer' kann er einfach in Gärten gehen, die eigentlich nicht öffentlich zugänglich sind. Die KoreaninnerInnen alleine würden sich das nicht trauen (bzw. man würde sie auch nicht lassen). Mit ihm aber sind wir heute z.B. in den Innenhof oben gekommen. Eine sehr anschauliche Darstellung 'weißer' Privilegien.
Im Rahmen der Konferenz Imagining 'Race' and Hegemony in (Inter)Asia am letzten Wochenende hatten wir unter anderem auch über Rassismus in Korea gesprochen. Der Unterschied zum Rassismus in Deutschland scheint vor allem zu sein, dass die 'weißen' Anderen eine privilegierte Position haben.
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Mittlerweile geht die Polizei ziemlich rabiat dagegen vor. Wir konnten heute abend beobachten wie sich mehrere Einheiten der Riot Police in Stellung brachten. Behelmt und mit Schilden. Mit Bussen werden die Strassen blockiert. Ein Wasserwerfer kam auch.
Nicht angenehm, wenn Polizei durch die Gegen rennt und frau nichts versteht.
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Heldenhafte südkoreanische Soldaten beschützen uns. Verhindern, dass nordkoreanische Soldaten uns über die Demarkationslinie ziehen und uns entführen. Aber es kann jederzeit ernst werden, deswegen dürfen wir keine Sandalen tragen, da frau darin nicht rennen kann (in Stöckelschuhen aber schon). Und Fotos dürfen wir wirklich nur machen, wenn uns das erlaubt wird. Und in Zweierreihen laufen müssen wir.
Eine spannende Inszenierung. Bei der die wehrhafte Verteidigung der Grenze legitimiert und das eigene System idealisiert wird.
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" Finden Sie es richtig, dass das Europarecht Ausweisungen massiv erschwert?
Natürlich. Kriminelles Verhalten ist auch bei Ausländern durch Geld- und Haftstrafen zu bekämpfen, aber nicht durch die Zerstörung einer hier oft mühsam aufgebauten sozialen Existenz."
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Mehr dazu und zu weiteren Absurditäten der deutschen Zuwanderungspolitik in der taz.
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Breite Straßen, dicke Autos, hohe Häuser und ein bisschen was altes dazwischen. Ein reiches Land.
Mit täglichen Demonstrationen.
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Foto: © Anke Illing

