Montag, 11. Januar 2010
Wechsel in Marketingstrategie
Als ich irgendwann in den letzten Monaten in der taz einen Artikel über ein Frauenautohaus in Berlin gelesen habe, ist bei mir hängengeblieben: Ein Autohändler möchte eine neue Kund_innengruppe erreichen, Aufmerksamkeit generieren und seiner Tochter einen Job geben. Also gründet er ein Frauenautohaus, dass alle sexistischen Klischees bedient, und gibt seiner Tochter die Geschäftsführung. Im taz-Artikel heute ist es nun die Idee der Tochter und es geht um Gleichberechtigung und so. Im Artikel geht es aber weiter um Genderklischees: Stiefelabsätze, lange Fingernägel, unter Frauen, Zickereien, weiblich-einfühlsam, Kofferraum, Pinup-Kalender, Bierkästen.

Aufmerksamkeit ist geschaffen, Klischees sind bestätigt und Mechantronikerinnen können arbeiten/ lernen.

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Wie in Hoyerswerda jetzt in Rosarno
Differenzierungen zwischen EU und nicht-EU. Menschen mit vielen Rechten, Menschen mit wenigen Rechten. Die Privilegierten greifen die Marginalisierten an. Spielen ihre Dominanz (in diesem spezifischen Machtverhältnis) aus. Und sind dabei erfolgreich. Die Marginalisierten müssen den Ort verlassen, werden in Bussen abtransportiert. Die Privilegierten feiern das Abtransportieren. Bleiben unter sich. So 1991 in Hoyerswerda. 2010 in Rosarnao (siehe Berichte von tagesschau.de und taz).

Nachtrag 29.04.10: Wie die taz berichtet, sind jetzt tatsächlich 31 Personen verhaftet worden, die illegalisierte Arbeiter_innen ausgebeutet haben.

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