Samstag, 17. November 2007
Migrationskonferenzen
Die Dominanz der 'weißen' Männer.

Die letzten Tage war ich auf einer Migrationskonferenz. Und wieder gab es eine klare gegenderte Ordnung. Die ganzen wichtigen 'weißen' männlichen ReferentInnen haben selbstgefällig aus ihrer hegemonialen Position über die Welt philosophiert und es waren die weiblichen ReferentInnen (die meisten auch 'weiß'), die auf Machtverhältnisse hingewiesen haben (und dabei weniger Ernst genommen wurden).

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Was es wirklich so "schwarz-weiss"? Keine Lichtpunkte? Sind nicht ohnehin Frauen in der Mehrheit in diesen Themen (ist jedenfalls mein Eindruck)?

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Natürlich war es nicht so 'gut-böse'. ;-) Und gerade hatte ich eine Diskussion mit einer anderen Teilnehmerin, die ganz anderer Meinung ist als ich. Die Lichtpunkte waren je nach Disziplin, theoretischen Hintergrund und individueller Positionierung sehr unterschiedlich. So fand ich Laura Augustins Vortrag schön provokativ, Anne Nortons sehr anregend (wenn auch mir zu theoretisch) und Anja Bredals absolut bereichernd für meine Arbeit.

Aber die Konferenz war klar gegendered. Es waren wahrscheinlich mehr Frauen anwesend als Männer. Aber es waren mehr Referenten als Referentinnen. Der erste und der letzte Tag waren klar männlich-'weiß' dominiert. Und die männlichen ReferentInnen haben anders referiert und interagiert als die weiblichen.

In den Workshops war das durchaus anders. Der zu 'Sexing Borders' war z.B. sehr spannend. Und den Beitrag deiner beiden Kolleginnen in dem Workshop fand ich auch Klasse.

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Ich hoffe, Du arbeitest bereits an einem laengeren Bericht ueber die Highlights der Konferenz? Waer schoen!

Wollte eigentlich nach Bergen, liess es aber bleiben wegen Spaetfolgen einer Ueberdosis an Konferenzen und Seminaren in letzter Zeit ;)

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Eine weitere Diskussion hat mir gestern wieder eine andere Sicht auf die Konferenz präsentiert. Die Lichtpunkte variieren wirklich von Person zu Person sehr (und stehen dabei des öfteren im totalen Gegensatz).

Für einen längeren Bericht fühle ich mich durch all die unterschiedlichen Interpretationen noch weniger geeignet. Ich muss Dich da leider enttäuschen. Ich kann nur noch hinzufügen, dass norwegische AkademikerInnen ganz gut die Nacht durchmachen können. ;-)

Schade, dass Du nicht da warst.

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