Freitag, 2. Mai 2008
Apartheid und Heteronormativität
In ihrem Buch The World Unseen erzählt die britische Autorin Shamim Sarif die Geschichte von zwei jungen Frauen, die aus Indien nach Südafrika gekommen sind, und die sich Anfang der 1950er dort treffen. In ihrer Geschichte zeigt Sarif auf, wie das rassistische Apartheidssystem und verschiedene Formen von Heteronormativität miteinander verwoben sind und zusammen die Rechte insbesondere (aber nicht nur) der Frauen massiv einschränken. Sie zeigt wie schwer in einem solch repressiven System Widerstand ist und das er trotzdem notwendig ist. Ein lesenswertes (und spannendes) Buch.

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Ost-West-Biographien ohne West
Auf dem Deutschlandfunk läuft gerade in der Reihe Lebenszeit die Sendung Ost-West-Biographien. Die Ankündigung hörte sich ganz interessant an, wurde doch der Anschein gemacht, dass es tatsächlich um Ost- und West-Biographien im geteilten Deutschland geht. Aber schon bei der Vorstellung der Gäste wurde klar, die Ostdeutschen sind die Betroffenen, aus deren Leben berichtet wird, und die Westdeutschen sind die Experten (Männer mit Professorentitel), die über den Osten und die Ostdeutschen reden können. Eine Reproduktion der ungleichen Machtverhältnisse im vereinten Deutschland, das noch immer geteilt ist.

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