Sonntag, 3. März 2013
Religiösität in hoher Dosis


Zwei Tage bin ich ich durch die Jerusalemer Altstadt spaziert. Es war sehr spannend und eindrücklich. Es war aber auch krass mit soviel Religiösität konfrontiert zu werden. Das bin ich nicht gewöhnt.

Die Altstadt wird in vier Bereiche geteilt: der armenische, der christliche, der jüdische und der muslimische. Am Freitagmittag standen wir mit der Stadführung über den Dächern der Stadt und hörten den Ruf der Muezzine.



Kurz darauf fingen die Kirchenglocken an zu läuten. In der Altstadt gibt es unzählige Kirchen. In der Grabeskirche drängen sich die Christ_innen verschiedener Denominationen. Die Erlöserkirche (für die Protestant_innen) hingegen war ganz leer. Auf der Via Dolorosa begegnete ich immer wieder Gruppen von christlichen Pilger_innen, gerne auch mit Kreuz.



An einem Nachmittag zogen Franziskaner-Mönche mit Lautsprecherbegleitung durch die Stadt. Die ganze Zeit eilten Juden (alt, mittelalt, jung) in orthodoxer Kleidung durch die Stadt. An der Klagemauer beteten sie.



Neben ihnen der einzige Zugang zum Tempelberg, den Nicht-Muslim_innen nutzen dürfen. Allerdings nur zu ganz bestimmten Zeiten. Und Freitag und Samstag (die Tage, die ich da war) sind für Besuche sowieso ungünstig. Am Freitag ist der Feiertage für Muslim_innen und ab Freitagabend ist der Feiertage der Jüd_innen. Bis Samstagabend ist alles geschlossen, fahren die Busse nicht.



Ganz schon viel sichtbare und bemerkbare Relgion für eine areligiöse Person wie mich. Ein Erlebnis.

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