Montag, 24. Februar 2014
Schule / Migrationshintergrund
Die sonntaz fragt: "Frau Karakayali, ist es eine gute Idee, wenn deutsche Eltern ihre Kinder gezielt an Schulen mit hohem Migrantenanteil schicken?"

und die Wissenschaftlerin Juliane Karakayali antwortet: "Warum interessiert es überhaupt, dass es an einer Schule einen hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund gibt? Das ist doch keine Kategorie. Dass die Unterrichtsqualität gut ist, die Lehrer und Lehrerinnen nett, die Angebote interessant, die Ausfälle wenig: Das sind die Kriterien für die Wahl einer Schule. Welche Kinder sie besuchen, muss sekundär sein."

Ein lesenswertes Interview.

Zum Thema Schule, Eltern, Migrationshintergrund und so auch ein langer Artikel in der sonntaz.

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Montag, 25. Januar 2010
Bildungsprivilegien sichern
Lesetipp aus der taz: Klassenkampf der Bildungsbürger

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Montag, 31. März 2008
Kein ethnisches sondern ein soziales Problem
Die taz bringt heute einen langen Beitrag von/über Marianne Rubach (geschrieben von Gabriele Goettle), die als Lehrerin für benachteiligte SchülerInnen in Neukölln arbeitet. In dem Beitrag betont sie verschiedentlich, dass sie es nicht mit einem ethnischen sondern einem sozialen Problem zu tun hat.

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Dienstag, 16. Januar 2007
Bildungsbericht
Die taz berichtet:

"Sie war die letzte der Gutachterinnen und sie ließ kein gutes Haar am nationalen Bericht "Bildung in Deutschland". "Der Bericht hat diesen Titel nicht verdient", schimpfte Renate Valtin. Die renommierte Professorin für Grundschulpädagogik an der Berliner Humboldt-Uni sagte auch, warum: Die drängenden Probleme des deutschen Bildungswesens seien dort nicht wirklich herausgestellt - außer einem. "Wir erfahren dutzendfach, dass die Migranten Probleme mit der Schule hätten. Das ist nicht falsch - aber für eine Analyse von ,Bildung in Deutschland' gibt das ein schiefes Bild.""

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Donnerstag, 8. Juni 2006
Andere Sorgen
Schlechte Leistungen von 'Anderen Deutschen' in der Schule haben viele Gründe, z.B. institutionelle Diskriminierung wie schon gestern gebloggt. Zu diesen gehört auch, dass die Lebenssituation von Prekarisierten nicht berücksichtigt wird. Die taz zitierte gestern einen Vater:

Was ein grundsätzliches Problem ist, potenziert sich im Norden Neuköllns: "Viele Araber sind Flüchtlinge und leben in der ständigen Angst abgeschoben zu werden", sagt Kheir, "das ist eine Realität, die häufig präsenter ist als die nächste Mathearbeit."

Ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht würde hier Wunder wirken. Da das aber wohl vorerst ein Wunder bleibt, wären auch schon schulpädagogische Massnahmen gut. Doch selbst wo die gut laufen, ist das keine Gewähr, dass sie weiter finanziert werden:

Doch dass Ideen gut und erfolgreich sind, bedeutet in Verwaltungen nicht immer, dass sie auch weiterhin gefördert werden. Im kommenden Jahr sollen die Gelder für das interkulturelle Programm und für den Schülerclub "arche" gestrichen werden.

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Mittwoch, 7. Juni 2006
Schulische Diskriminierung
Die taz berichtet:

"Bei gleichen Leistungen erhalten Schüler mit Migrationshintergrund in der Grundschule etwas schlechtere Noten, was auch die Chance des Übergangs auf höhere Schulen beeinflusst", heißt es dort.

und:

Bei "gleichen Fachleistungen" ist die Chance für Migrantenkinder eine qualifizierte Ausbildung zu bekommen nur halb so hoch wie für Deutschstämmige.

Zu betonen ist, dass hier jeweils um gleiche Leistung geht. Es ist also nicht eine Frage, das die SchülerInnen mit Migrationshintergrund, irgendwie schlechter sind. Nein, sie sind nicht schlechter, sie werden nur schlicht diskriminiert. Im deutschen Schulsystem und auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

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