Sonntag, 24. November 2019
Podium: Über das Erinnern. Ein Rückblick auf „30 Jahre Mauerfall“
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Podium: Über das Erinnern. Ein Rückblick auf „30 Jahre Mauerfall“

mit Ilanga Mwaungulu (Berlin), Patrice Poutrus (Erfurt) und Angelika Nguyen (Berlin)

Abendveranstaltung: 18 - 20 Uhr
Berlin, Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0007


Im Jahr 2019 jährt sich der sogenannte Mauerfall zum 30. Mal. Dies war Anlass für viele Erinnerungsveranstaltungen, Publikationen, Forschungsprojekte, etc. Auf dem Podium blicken drei unterschiedlich Beteiligte auf das Jahr des Erinnerns zurück. Aus der Perspektive von Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen fragen sie, was wie erinnert wird und welche Bedeutungen dieses Erinnern hat. Dabei geht es um unterschiedliche Formen des Erinnerns, vom individuellen biografischen Erinnern bis zur offiziellen Erinnerungspolitik – und all seinen Verflechtungen.

Bios

Ilanga Mwaungulu (Berlin): Kurz vor der Wende in Ostberlin geboren, wohnt jetzt in Westberlin und hat keine Lust mehr auf den Osten. Sie hat ihre Masterarbeit bei Urmila Goel über das Verhältnis von Internationaler Solidarität und Rassismus in der DDR geschrieben und sich dieses Jahr mit anderen linken Ossis zusammengetan, um sich auszutauschen und den Mainstream- Erzählungen zum Mauerfall was entgegen zu setzen. Sie betrauert das Scheitern des Kommunismus - vor allem an seiner eigenen Gewalt - und die Kommunist*innen und anderen Menschen, die ihm zum Opfer fielen.

Angelika Nguyen (Berlin): 1961 geboren in Ostberlin, Studium Filmwissenschaft HFF, 1991 Dokumentarfilm „Bruderland ist abgebrannt“ über vietnamesische Immigrant*innen in Ostberlin, 2011 Essay über Rassismus ihrer DDR-Kindheit, Aktivistin bei korientation e.V., deutsch-asiatisches Kulturnetzwerk und im Haus der Demokratie und Menschenrechte Ostberlin, tätig als Journalistin, Referentin, Autorin.

Patrice G. Poutrus (Erfurt/Berlin): 1961 geboren in Ostberlin, Schul- und Berufsausbildung in Treptow-Köpenick, Bis 1989/90 SED-Mitglied und FDJ-Funktionär, 1990 bis 1995 Studium der Geschichts- und Sozialwissenschaften an der HUB, 2000 Promotion an der Viadrina in FFO, anschließend Forschungen zu Migration und Asyl in beiden deutschen Staat und im vereinten Deutschland. Jüngste Veröffentlichung: „Umkämpftes Asyl. Vom Nachkriegsdeutschland bis zur Gegenwart, Berlin 2019.“ Derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erfurt mit einem BMBF-Projekt zur Familienerinnerung an das Ende der DDR und die Zeit nach der deutschen Einheit in Thüringen.

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