Samstag, 23. Juli 2011
Umgang mit revanchistischen Äußerungen
Die taz berichtet vom 'Deutschlandtreffen' der Landsmannschaft Schlesien:

"Drinnen kommt es am Sonntag dann doch noch zum Eklat. Als der Landsmannschaftschef über eine polnische Beteiligung am Holocaust redet, verlässt Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) den Saal. Sein Vorgänger Christian Wulff war da schlauer. Aus Sorge vor revanchistischen Tönen ging er immer schon vor Pawelkas Reden."

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Mittwoch, 7. Juli 2010
Sankt-Florian-Prinzip
Freude. Die deutschen Fußballmänner haben verloren und damit dürften sich der ganz ach so fröhliche 'Partynationalismus' etwas legen. Aufatmen. Allerdings auf Kosten der Spanier_innen. Besser wäre es natürlich, wenn die auch aus dem Nationalismusblödsinn aussteigen könnten.

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Montag, 5. Juli 2010
Ausnahmezustand in der Nation
Samstagnachmittag, Sonne und ein leerer Spielplatz:

die deutsche Männerfußballnationalmannschaft spielt gegen Argentinien


Derweil sind die Bürgersteige voll, weil alle Fußball schauen müssen. Am Zeitungsständer martialische Parolen

Zeitschriftentitel zum Spiel der deutschen Fußballmänner gegen die argentinischen


Leider immer noch nicht vorbei.

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Samstag, 12. Dezember 2009
Noch deutsche Küche
im S-Bahnhof Friedrichstrasse


Eigentlich wollte ich ja eine Bockwurst essen. Deutschtümelei wollte ich dabei aber dann doch nicht unterstützen und habe mich für andere Küche entschieden.

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Sonntag, 29. Juni 2008
Public hearing
Als wir Mittwochabend auf dem Balkon gegessen haben, konnten wir die Tore der türkischen Männerfußballnationalmannschaft gut hören. Und von denen der deutschen Männerfußballnationalmannschaft unterscheiden. Bei letzteren war das Geböllere und Geschreie noch lauter und länger.

Heute abend waren wir uns nicht sicher, ob es wirklich ein Tor war. Es gab kaum Jubel. Und auch der Fernsehmoderator, den wir quer über den Hinterhof als Geräuschkulisse verfolgen konnten, blieb sehr ruhig.

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Freitag, 27. Juni 2008
Alles friedlich
Fahnen schwenken und Deutschlaaand rufen am Potsdamer Platz

Aus der taz berlin-Berichterstattung über Reaktionen zum Türkei-Deutschland-Männerfußballspiel am Mittwoch:

"20.44 Uhr, Fanmeile, Hauptleinwand: Eine Kurzhaarfrisur im Poldi-Trikot XXL streckt zur Deutschland-Hymne die rechte Hand zum Hitlergruß und grölt leidenschaftlich mit. Für mehr als den Refrain reicht es nicht.
...
22.51 Uhr, Frankfurter Allee, Kinzigstraße: Zwei braungebrannte und tätowierte Schränke zünden ein Türkeifähnchen an. Als das Fähnchen brennt, werfen sie es auf die Frankfurter Allee.
...
22.57 Uhr, Danziger Straße Ecke Pappelallee: Ein Auto mit türkischen Fans hat sich in die Jubelmassen verirrt. Sehr deutsche Fans rütteln an dem Wagen, bevor die Lage eskaliert geht die Polizei dazwischen. "So sehn Verlierer aus!", rufen hämisch die Umstehenden. Ein Fettwanst mit weißem Trikot schwenkt aggressiv seine Fahne über dem Auto und ruft, "Ali, Hakan, Mustafa, fahrt zurück nach …" Ein Polizist reißt ihm die Fahne runter und sagt: "Du nervst!"
...
0.10 Uhr, Holocaust-Denkmal, Behrenstraße: Zwei Polizisten sitzen auf einem Stein und essen Butterbrot. "Ist ja alles friedlich", sagt der eine gelassen. Sie rechnen nicht damit, dass es heute Abend noch zu Auseinandersetzungen kommt...."


(vgl. auch Fahnen schwenken anlässlich der WM 2006)

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Montag, 23. Juni 2008
Im Zug
Die Bild-Zeitung fördert die internationale Verständigung während er Europameisterschaft des Männerfussballs 2008.

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Samstag, 3. Mai 2008
Es ist wieder so weit
Die Männerfußball-EM kommt

Die Zeit des Fahnen schwenkens kommt wieder.

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Mittwoch, 3. Oktober 2007
Deutschlaaaand
hatte letztes Jahr ein Sommermärchen. Fahnen wurden geschwenkt, die Trauer war groß. Dass das ganze wenig mit Fußball und viel mit Nationalismus zu tun hat, zeigt sich jetzt nochmal, wo die 'deutschen' Frauen siegen und sich nicht wirklich jemand drum kümmert.

Mehr dazu von Heide Oestreich in der taz:

"Die Frauen spielen für sich. Vielleicht noch für "die Frauen". Aber für das kollektive "wir" spielen sie irgendwie nicht. "Die" haben das gut gemacht, sagen nun alle Kommentatoren. Anerkennung für "die Frauen". Die Frauen sind nicht "wir". Sie sind "die". Die Anderen."

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Dienstag, 12. Juni 2007
Sommermärchen
Die taz berichtet über den Vortrag eines Zeitzeugen des Holocausts in der Rütlischule:

""Ob er sich denn trotz der schwierigen Vergangenheit in Deutschland wohl fühlt", fragt ein Schüler. Bab zögert. Er habe immer gerne hier gelebt, antwortet er, "aber in den letzten zwei Jahren habe ich Angst bekommen". Die Bilder von der Fanmeile während der Fußball-WM haben ihn an den Nationalsozialismus erinnert. "Damals waren auch solche Menschenmengen am Brandenburger Tor und jubelten lauthals. Aber die schwenkten Hakenkreuzfahnen.""

Mehr zum Fahnen schwenken beim Sommermärchen.

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