Samstag, 19. November 2011
Kündigung wegen Ehe mit Muslim
urmila, 23:24h
Die taz berichtet, dass eine evanglische Vikarin entlassen wurde, weil sie einen Muslim geheiratet hat:
""Der Pfarrdienst ist ein ganzheitlicher Beruf, Spannungen durch grundsätzliche religiöse Differenzen im Pfarrhaus könnten in die Gemeinde hineingetragen werden", so der Sprecher der Landeskirche, Oliver Hoesch, zur Begründung. Da das Vikariat auf den Pfarrdienst vorbereite und auf die Ordination abziele, seien bei einer mit einem Nichtchristen verheirateten Person die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben."
Ach, wie liberal und offen ist doch das Christentum (ganz allgemein und immer).
Nachtrag 22.12.11: Die taz berichtet, dass die Vikarin jetzt eine Stelle in von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bekommen hat.
""Der Pfarrdienst ist ein ganzheitlicher Beruf, Spannungen durch grundsätzliche religiöse Differenzen im Pfarrhaus könnten in die Gemeinde hineingetragen werden", so der Sprecher der Landeskirche, Oliver Hoesch, zur Begründung. Da das Vikariat auf den Pfarrdienst vorbereite und auf die Ordination abziele, seien bei einer mit einem Nichtchristen verheirateten Person die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben."
Ach, wie liberal und offen ist doch das Christentum (ganz allgemein und immer).
Nachtrag 22.12.11: Die taz berichtet, dass die Vikarin jetzt eine Stelle in von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bekommen hat.
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Samstag, 5. November 2011
Exklusiv
urmila, 00:09h
Ich war heute bei der Beerdigung meines Großonkels. Dabei bin ich natürlich mit in den Gottesdienst gegangen, auch wenn ich in keiner Weise religiös bin. Während des Gottesdienstes fand ich es aber schon erschreckend, wie sehr Nicht-Christ_innen wie ich von diesem Gedenken an den Verstorbenen durch den Pastor ausgeschlossen wurden. Immer wieder sprach er von "uns Christen", betonte, dass wir "Christen und nicht Atheisten oder Budhisten" sind und sofort.
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Dienstag, 18. Oktober 2011
Keine Trennung zwischen Staat und Kirche
urmila, 17:55h
Die taz berlin berichtet, dass die CDU in den Berliner Koalitionsverhandlungen durchgesetzt hat, dass die Standard-Vereidigung für Richter_innen einen Gottesbezug haben soll:
"m Berliner Richtergesetz wird die Vereidigungsformel künftig ergänzt durch eine religiöse Beteuerung - "so wahr mir Gott helfe". Darauf kann jeder und jede zwar genauso verzichten wie es bislang möglich war, sie bei einer Vereidigung hinzuzufügen, ohne dass sie im Gesetz stand. Einigen CDU-Verhandlern war es aber offenbar wichtig, die Formel im Gesetz niderzuschreiben, wie es auch auf Bundesebene üblich sei."
So können Fortschritte in der Trennung von Staat und Kirche auch wieder rückgängig gemacht werden (mit der SPD).
"m Berliner Richtergesetz wird die Vereidigungsformel künftig ergänzt durch eine religiöse Beteuerung - "so wahr mir Gott helfe". Darauf kann jeder und jede zwar genauso verzichten wie es bislang möglich war, sie bei einer Vereidigung hinzuzufügen, ohne dass sie im Gesetz stand. Einigen CDU-Verhandlern war es aber offenbar wichtig, die Formel im Gesetz niderzuschreiben, wie es auch auf Bundesebene üblich sei."
So können Fortschritte in der Trennung von Staat und Kirche auch wieder rückgängig gemacht werden (mit der SPD).
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Sonntag, 26. Dezember 2010
Religionsfreiheit
urmila, 16:43h
Die Medien berichten eifrig, dass sich der Papst für Religionsfreiheit ausgesprochen hat. Die Deutsche Welle - World zum Beispiel:
"Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom setzte sich Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsbotschaft für die "volle Achtung der Religionsfreiheit" aller Gläubigen ein. Benedikt verurteilte die Diskriminierungen und die Verfolgung von Christen in zahlreichen Ländern."
Auch in den anderen Medien geht es von der Religionsfreiheit nahtlos zur Verfolgung von Christ_innen. Mir erscheint, dass es dem Papst (un den Medien) nicht wirklich um Religionsfreiheit allgemein geht, sondern darum, dass der christliche Glaube ausgeübt werden soll. Das ist sein gutes Recht (ihres weniger, da sie ja nicht für die Institution Kirche stehen), sollte aber in der Einschränkung auch berichtet werden.
Nachtrag 04.01.11: Variationen zu einem taz-Artikel:
"Obwohl die [deutsche] (ägyptische) Verfassung die Religionsfreiheit garantiert, sind [Muslime] (Christen) (vor allem in Oberägypten) gefährdet. Im Umgang mit den Behörden fühlen sich [Muslime] (Christen) oft als Bürger zweiter Klasse behandelt. [Muslime] (Kopten) erhalten in der Regel keine führenden Positionen beim Militär"
Nachtrag 05.01.11. Daniel Bax problematisiert in der taz einen Falschen Zungenschlag in dem Reden über 'Christenverfolgung':
"Dabei werden die Christen in Ländern wie China, Nordkorea, Pakistan oder Ägypten ja nicht exklusiv diskriminiert. Drangsaliert werden dort alle, die anders als die Mehrheit oder die herrschende Partei denken und glauben. Deshalb greift es etwas kurz, sich in solchen Ländern nur für die Rechte der Christen einzusetzen, wie es manche Unionspolitiker tun, statt für die Menschenrechte insgesamt."
"Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom setzte sich Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsbotschaft für die "volle Achtung der Religionsfreiheit" aller Gläubigen ein. Benedikt verurteilte die Diskriminierungen und die Verfolgung von Christen in zahlreichen Ländern."
Auch in den anderen Medien geht es von der Religionsfreiheit nahtlos zur Verfolgung von Christ_innen. Mir erscheint, dass es dem Papst (un den Medien) nicht wirklich um Religionsfreiheit allgemein geht, sondern darum, dass der christliche Glaube ausgeübt werden soll. Das ist sein gutes Recht (ihres weniger, da sie ja nicht für die Institution Kirche stehen), sollte aber in der Einschränkung auch berichtet werden.
Nachtrag 04.01.11: Variationen zu einem taz-Artikel:
"Obwohl die [deutsche] (ägyptische) Verfassung die Religionsfreiheit garantiert, sind [Muslime] (Christen) (vor allem in Oberägypten) gefährdet. Im Umgang mit den Behörden fühlen sich [Muslime] (Christen) oft als Bürger zweiter Klasse behandelt. [Muslime] (Kopten) erhalten in der Regel keine führenden Positionen beim Militär"
Nachtrag 05.01.11. Daniel Bax problematisiert in der taz einen Falschen Zungenschlag in dem Reden über 'Christenverfolgung':
"Dabei werden die Christen in Ländern wie China, Nordkorea, Pakistan oder Ägypten ja nicht exklusiv diskriminiert. Drangsaliert werden dort alle, die anders als die Mehrheit oder die herrschende Partei denken und glauben. Deshalb greift es etwas kurz, sich in solchen Ländern nur für die Rechte der Christen einzusetzen, wie es manche Unionspolitiker tun, statt für die Menschenrechte insgesamt."
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Mittwoch, 28. April 2010
Staatlich subventionierte Bischofe
urmila, 13:29h
"In Deutschland, das mindestens seit 1918 über die religiöse Unterweisung an Staatsschulen streitet, wo der Staat für die Versorgung verheirateter Theologieprofessoren aufkommt und in Bayern sogar die Bischöfe bezahlt, ist das anders. " schreibt die taz.
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Sonntag, 18. April 2010
Katholische Homophobie
urmila, 15:41h
Der Kardinalsstaatssekretär Tarcisio Bertone hat sich letzte Woche klar homophob geäußert. Die taz hat ein Porträt veröffentlicht.
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Watschn
urmila, 01:04h
"Entgegen früherer Beteuerungen hatte der Augsburger Bischof nach Angaben des Bistums eingeräumt, er könne Ohrfeigen in seiner Zeit als Lehrer und Stadtpfarrer in Schrobenhausen von 1975 bis 1996 "nicht ausschließen". Damals sei so etwas aber "vollkommen normal" gewesen, "und alle Lehrer und Schüler dieser Generation wissen das auch"." schreibt br-online.
Ich bin 1976 eingeschult worden. Ohrfeigen gab es - so viel ich das weiss - bei uns an der Schule nicht. Das wäre alles andere als normal gewesen. Wenn ich von körperlicher Gewalt gegen Schüler_innen erfahren hätte, wäre ich ziemlich entsetzt gewesen und meine Eltern auch.
Ich frage mich, wo Ohrfeigen nach Mixas Meinung normal gewesen seien.
Ich bin 1976 eingeschult worden. Ohrfeigen gab es - so viel ich das weiss - bei uns an der Schule nicht. Das wäre alles andere als normal gewesen. Wenn ich von körperlicher Gewalt gegen Schüler_innen erfahren hätte, wäre ich ziemlich entsetzt gewesen und meine Eltern auch.
Ich frage mich, wo Ohrfeigen nach Mixas Meinung normal gewesen seien.
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Samstag, 30. Januar 2010
Asyl für Fundamentalist_innen
urmila, 22:22h
Christliche Fundamentalist_innen aus Deutschland haben in den USA Asyl beantragt und erhalten, weil der deutsche Staat bei ihren Kindern die Schulpflicht durchsetzen will. Interessanterweise verweist der taz-Artikel vom Donnerstag dazu nur darauf, dass die Familie religiös ist, nicht aber dass es Evangelikale sind.
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Montag, 25. Januar 2010
Zensur von Schweinekrippe
urmila, 00:34h
Fundamentalistische Katholik_innen haben laut taz dafür gesorgt, dass die Schweinekrippe aus einer Krippenausstellung entfernt werden musste:
"Nach Rücksprache mit der Polizei musste das Exponat entfernt werden. "Wir haben versucht, das Ideal der Kunstfreiheit zu schützen. Allerdings konnten wir die Sammler und die Ausstellung in Oberschwaben nicht schützen, es gab ein Sicherheitsrisiko", sagt der Sprecher der zuständigen Staatlichen Schlösser und Gärten in Stuttgart. Auch ein Kompromiss, das Kunstwerk zu verhüllen und mit einem Guckloch zu versehen, wollten die Priester nicht akzeptieren. Das sei "Verdummbeutelung"."
"Nach Rücksprache mit der Polizei musste das Exponat entfernt werden. "Wir haben versucht, das Ideal der Kunstfreiheit zu schützen. Allerdings konnten wir die Sammler und die Ausstellung in Oberschwaben nicht schützen, es gab ein Sicherheitsrisiko", sagt der Sprecher der zuständigen Staatlichen Schlösser und Gärten in Stuttgart. Auch ein Kompromiss, das Kunstwerk zu verhüllen und mit einem Guckloch zu versehen, wollten die Priester nicht akzeptieren. Das sei "Verdummbeutelung"."
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Freitag, 8. Januar 2010
Kruzifix gegen Minderheit
urmila, 22:57h
Die taz berichtet, wie anstrengendes in Bayern sein kann, sein Recht zu bekommen. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht schon 1995 festgelegt, dass niemand dazu gezwungen werden kann, unter dem Kreuz zu lernen. Ein Gesetz regelt, dass Eltern dem (trotzdem im bayrischen Schulgesetz vorgeschriebenenen) Kruzifix im Schulraum widersprechen können. In der Praxis ist das aber ein fast unmöglicher Hürdenlauf wie die taz beschreibt.
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