Freitag, 17. Februar 2012
Berlinale: Csak a szel
Während der Dokumentarfilm Revision den Mord/ fahrlässige Tötung/ ... an zwei Roma in Deutschland untersucht, geht es im Spielfilm Csazk a szel um eine Mordserie an Roma in Ungarn. Der Film folgt einer Familie einen Tag lang, zeigt die alltäglichen Rassismuserfahrungen, die miserablen sozioökonomischen Verhältnisse und endet alles andere als gut. Sehr eindringlich.

Nachtrag 18.02.12: Zur Reaktion der ungarischen Regierung auf den Film berichtet die taz (siehe auch link im Kommentar unten).

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Samstag, 28. Januar 2012
Zwangslager für Sinti und Roma
Die taz berlin berichtet über eine neue Dauerausstellung zur Erinnerung an ein nationalsozialistisches Zwangslager für Sinti und Roma in Marzahn:

"Die Erinnerung an die Opfer des Zwangslagers Marzahn kommt spät, wie vieles in der Aufarbeitung der Geschichte der Verbrechen an den Sinti und Roma."

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Mittwoch, 28. September 2011
Gewalttätiger und reproduzierter Antiziganismus
Die taz berichtet über gewalttätigen Antiziganismus in Tschechien und Bulgarien.

Leider kommt es in beiden Artikeln allerdings zu Kollektivierungen und Verallgemeinerungen der 'Roma' (und damit zu Reproduktionen von Antiziganismus). Im Artikel zur Situation in Tschechien spricht der Autor von Parallelgesellschaft, "Wucherkönigen, Drogenhändlern und Zuhältern der Ghettos". Im Agenturbericht zu Bulgarien wird der Begriff des 'Roma-Chefs' unkritisch übernommen. Durch diese beiden Darstellungen werden Roma als einheitliches Kollektiv, dass ausserdem essentiell mit Kriminalität verbunden ist, dargestellt und damit anitziganistische Bilder reproduziert.

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Donnerstag, 1. September 2011
Mit Rassismus und Not Geld verdienen
Die taz berichtet über die Vermietung an Roma-Familien in Berlin:

"Vor zwei Monaten hatte stern.de berichtet, Humanitas miete Wohnungen an, die wegen ihres Zustands unvermietbar seien, und vermiete sie überteuert an Roma-Familien weiter."

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Dienstag, 26. Juli 2011
Ausgrenzung und Gewalt gegen Roma und Sinti
Auf ein von Sinti bewohntes Haus in Leverkusen wurde ein Brandanschlag verübt. Die Befürchtung, dass es sich bei diesem Brandanschlag, um einen rassistischen Anschlag handelt, ist eine Befürchtung, die sich aus dem alltäglichen Antiziganismus in Deutschland und Europa ableitet. Die taz zitiert Romani Rose vom Zentralrat der Sinti und Roma:

"Der Verband berichtet von zunehmenden Feindseligkeiten gegen Sinti und Roma. Immer wieder gehen Drohbriefe ein. Das Gästebuch auf der Homepage hat der Zentralrat gesperrt, weil Rechtsextreme es als Forum missbrauchten. "Vor allem im Internet nimmt die Hetze gegen Sinti und Roma zu, sowohl in der Quantität als auch in der Qualität", sagt Rose. "Das geht bis hin zu Mordaufrufen." "

tagesschau.de berichtet vom staatlichen Antiziganismus in Frankreich, der von der EU und der Dominanzgesellschaft weitgehend unbeachtet umgesetzt werden kann.

Nachtrag 30.07.11: Die taz berichtet von alltäglichen antiziganistischen Ausgrenzungen und fehlender staatlicher Unterstützung in Deutschland.

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Montag, 9. Mai 2011
Antiziganismus auf allen Ebenen
Über Antiziganismus in Europa blogge ich immer mal wieder. Er zieht sich durch alle europäischen Länder und alle Gesellschaftsschichten, wie ein taz-Artikel über Straßenzeitungen nochmal deutlich macht:

"So gilt bei Bodo wie bei vielen ähnlichen Blättern: Roma dürfen sich nicht am Verkauf der Straßenzeitungen beteiligen. Auch beim Hamburger Straßenmagazin Hinz & Kunzt ist das so. Und Hans Steininger, Vertriebsleiter des Salzburger Straßenmagazins Apropos, sagt diplomatisch: "Es ist schwierig, die alteingesessenen Verkäufer für den großen Zulauf von Roma zu begeistern." Viele Straßenzeitungen befürchten die Zerreißprobe, wenn sie sich auf diese Auseinandersetzungen einlassen. Roma bleiben daher oft pauschal draußen."

Diese Ausgrenzung scheint auch mit staatlichem Handeln zusammenzuhängen:

"Erst am Donnerstag wurde in Wien ein rumänischer Straßenzeitungsverkäufer zu einer Strafe von 100 Euro verdonnert, weil er "auf gewerbsmäßige Weise gebettelt" haben soll. Er wollte nur eine Straßenzeitung verkaufen. "Auch in Dortmund schauen die Behörden bei uns sehr genau hin. Wenn wir da nicht aufpassen, kann uns der ganze Laden um die Ohren fliegen", sagt Bastian Pütter."

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Dienstag, 26. April 2011
Osterurlaub für Roma
Offiziell sind 276 Roma-Frauen und Kinder aus einem ungarischen Dorf in den Osterurlaub gegangen, wie die taz berichtet (und was tagesschau.de auch berichtete, allerdings nicht so hinterfragend wie die taz). De facto sind die Roma laut taz (basierend auf den Auskünften der Roma) evakuiert worden, weil Rechtsextremist_innen in dem Dorf ein Trainingslager abgehalten haben. Erschreckend ist, dass offizielle Stellen nicht gegen die Rechtsextremist_innen vorgehen, sondern die Roma aus dem Weg räumen und dann auch noch so tun, als ob alles ganz harmlos war.

Nachtrag 09.05.11: In der taz heute ein Hintergrundbericht zur Lage von Roma in Gyöngyöspata.

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Freitag, 8. April 2011
Roma-Tag
tagesschau.de bringt einen Bericht zum Roma-Tag. Im Mittelpunkt steht zwar die Perspektive der Kommunen, aber durch den Bericht kann die Leser_in trotzdem einen Blick auf die nach wie vor herrschende strukturelle Ausgrenzung von Roma nicht nur in Osteuropa sondern überhaupt in der EU und in Deutschland bekommen. Die rechtlichen Regelungen und das Nichthandeln des Staates werden die antiziganistischen Bilder (re)produziert. Und die Menschen leiden ganz konkret darunter.

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Montag, 22. November 2010
Mehrfach ausgegrenzt
Die taz berichtet von einer Mutter mit Tochter, die von Abschiebung nach Bosnien bedroht sind. Sie sind gleich mehrfach sowohl in Deutschland wie in Bosnien von (rassistischer) Ausgrenzung betroffen: Sie verstehen sich als Roma, sind muslimischen Glaubens und die Tochter trägt einen serbischen Nachnamen (den sie nur mit Einwilligung des Vaters ändern kann).

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Montag, 11. Oktober 2010
Begründetes Misstrauen gegenüber dem Staat
Die taz berlin berichtet von einer Fachtagung zur Situation von Roma und Sinti in Neukölln.

""Wir Sinti und Roma fühlen uns immer und immer wieder unterdrückt", bestätigt Petra Rosenberg. Sie ist Vorsitzende des Landesverbands der Sinti und Roma Berlin-Brandenburg. "Stets wird die Unangepasstheit der Roma an die deutsche Mehrheitsgesellschaft hervorgehoben - die Zigeunerkinder seien doch unbeschulbar." Ihr besonderer Hintergrund, ihre jahrhundertelange Verfolgung, ihre systematische Ermordung in der Zeit des Nationalsozialismus, ihre fortdauernde Diskriminierung würden schlicht nicht berücksichtigt. Darin aber liege das tiefe Misstrauen der Roma gegenüber staatlichen Institutionen begründet. Auch gegenüber der Schule. "

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